Eigent­lich herrscht im Gemein­de­rat Rott­weil Einig­keit dar­über, dass auf dem Ver­kehrs­übungs­platz hin­ter dem Sta­di­on-Gelän­de eine gro­ße Skate-Anla­ge ent­ste­hen soll. Und so hat der Bau­aus­schuss am Mitt­woch­abend auch die Pla­nung ein­stim­mig befür­wor­tet und die Ver­wal­tung beauf­tragt, aus dem Lea­der-Pro­gramm einen Zuschuss von 60 Pro­zent zu bean­tra­gen.

Das Pro­blem ist nur: Vie­les spricht dafür, dass es nichts wird mit einer För­de­rung in die­ser Grö­ßen­ord­nung aus dem EU-Topf. Damit wäre das Pro­jekt nicht finan­zier­bar.

Die Zuhö­rer­bän­ke im gro­ßen Rats­saal waren voll besetzt an die­sem Abend, gut 40 der ins­ge­samt etwa 140 Mit­glie­der des Ver­eins Roll­brett waren gekom­men und hoff­ten auf einen posi­ti­ven Ent­scheid.

Dass es an ihnen nicht schei­tern soll, haben sie in den ver­gan­ge­nen Mona­ten hin­läng­lich demons­triert. Sie haben sich in ver­schie­de­nen Aktio­nen enga­giert und bereit­er­klärt, 50.000 Euro für den Bau des Skate-Parks bei­zu­tra­gen.  Ein Crowd­fun­ding-Modell soll bis Anfang Janu­ar 15.000 Euro ein­brin­gen. Die Stadt wür­de 46.000 Euro net­to bei­steu­ern und einen Groß­teil der Unter­hal­tungs­kos­ten von 15.000 bis 20.000 Euro pro Jahr tra­gen.

Doch alles hängt am Zuschuss, und da wach­sen die Zwei­fel. Noch ist unklar, wie­viel Geld der För­der­topf des Lea­der-Pro­gramms ent­hält. Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Broß erklär­te, es sei frag­lich, ob die Gesamt­sum­me viel höher als 300.000 Euro sei, und davon müss­ten ja auch ande­re Anträ­ge bedient wer­den. Zudem ist Rott­weil auch noch mit der Samm­lung Dursch im Ren­nen, die im ver­gan­ge­nen Jahr nicht zum Zug gekom­men war.

Da war guter Rat teu­er im Rats­saal. Her­mann Breu­cha (FWV) brach­te Zuschüs­se über den Lan­des­sport­bund ins Spiel. Doch Finanz-Fach­be­reichs­lei­ter Her­bert Wal­ter wies dar­auf hin, dass dann der Ver­ein selbst und nicht die Stadt den Antrag stel­len müss­te, und dass der Höchst­be­trag nur ein Drit­tel der Bau­sum­me wäre. Gleich­zei­tig mach­te er klar, dass im Haus­halts­plan 2018 für die­ses Pro­jekt 50.000 Euro ein­ge­plant sei­en und man anders­wo Abstri­che machen müss­te, wenn man dem Roll­brett­ver­ein mehr zuge­ste­he.

Eigent­lich soll­te der Skate­park Ende kom­men­den Jah­res in Betrieb genom­men wer­den. Jetzt will man erst mal den Bescheid über die Lea­der-Zuschüs­se im Früh­jahr abwar­ten. Trotz­dem spen­de­ten die Mit­glie­der des Roll­brett­ver­eins, die die Dis­kus­si­on auf­merk­sam ver­folgt hat­ten, am Ende Bei­fall.