Mitgliederversammlung in der Wärmestube. Foto: pm

ROTTWEIL – Pfar­re­rin Esther Kuhn-Luz, Vor­sit­zen­de, begann die jähr­li­che Mit­glie­der­ver­samm­lung des Ver­eins Freun­des­kreis Wär­me­stu­be Rott­weil mit einem Rück­blick auf das ereig­nis­rei­che letz­te Jahr, in des­sen Mit­tel­punkt die gelun­ge­ne Fei­er zum 20-jäh­ri­gen Jubi­lä­um der Wär­me­stu­be am 14. Sep­tem­ber im Rat­haus stand.

Das Herz­stück, die fas­zi­nie­ren­den Fotos und Por­träts der Besu­cher, zier­ten nun die Wän­de der Wär­me­stu­be und wür­den immer wie­der ger­ne ange­schaut wer­den, so Kuhn-Luz. Sie bedank­te sich bei der Foto­gra­phin Vere­na Gaiffi für die Rea­li­sie­rung der Aus­stel­lung und das Ver­fas­sen der Bro­schü­re „Aus dem Rah­men gefal­len“ mit den berüh­ren­den Geschich­ten von Men­schen mit einem unge­wöhn­li­chen Schick­sal und einer gro­ßen Per­sön­lich­keit.

Die Anwe­sen­den erhiel­ten als Dank für ihre treue Mit­glied­schaft die­se Bro­schü­re zum Lesen mit dem Vor­schlag, sie wei­ter zu schen­ken im Sin­ne einer Wer­bung für die Arbeit der Wär­me­stu­be. Denn gera­de in der kal­ten Jah­res­zeit, wenn man­che Woh­nung nicht gut zu hei­zen sei, und es drau­ßen kei­ne Mög­lich­keit gäbe, sich län­ger auf­zu­hal­ten, wäre die Wär­me­stu­be als eine Art Wohn­zim­mer auf Zeit beson­ders not­wen­dig, führ­te Kuhn-Luz aus. Das gute, nach Haus­frau­en­art gekoch­te Essen wird von den Besu­chern geschätzt und es sei sehr erfreu­lich, wie vie­le ehren­amt­li­che Köche und Köchin­nen sich zur Ver­fü­gung stel­len wür­den.

Die Besu­cher­zah­len 2017 spre­chen ihre eige­ne Spra­che. 6660 Besu­che wur­den ver­zeich­net und 4316 aus­ge­ge­be­ne Mahl­zei­ten. Über­haupt wür­de die Wär­me­stu­be von der Bevöl­ke­rung äußerst posi­tiv und wohl­wol­lend wahr­ge­nom­men. Dies zeig­ten vie­le spon­ta­ne Sach- und Geld­spen­den. Trotz­dem sei die Wär­me­stu­be wei­ter­hin auf Spen­den ange­wie­sen, vor allem, weil die Per­so­nal­kos­ten im ver­gan­ge­nen Jahr ange­stie­gen sei­en.

In die­sem Zusam­men­hang ging Kuhn-Luz auf die bevor­ste­hen­den per­so­nel­len Ver­än­de­run­gen ein und stell­te einen Vor­schlag des neu­en Lei­ters der Spit­tel­müh­le, Alex­an­der Schiem, vor. Es sei geplant, in der Spit­tel­müh­le eine zwei­te FSJ-Stel­le (frei­wil­li­ges sozia­les Jahr) anzu­sie­deln und einen der bei­den Mit­ar­bei­ter an drei Tagen in der Wär­me­stu­be ein­zu­set­zen.

Im Fol­gen­den wur­de dem Vor­stand von der Mit­glie­der­ver­samm­lung das Ver­trau­en aus­ge­spro­chen und herz­lich gedankt für die gute Arbeit. Die Kas­sen­prü­fer Mer­gen­tha­ler und Stoll wur­den für wei­te­re zwei Jah­re ein­stim­mig in ihrem Amt bestä­tigt. Eben­falls ein­stim­mig wähl­ten die Mit­glie­der den bestehen­den Vor­stand für die nächs­ten zwei Jah­re. Der Vor­stand setzt sich zusam­men aus Pfar­re­rin Esther Esther-Kuhn Luz, Diet­mar Greu­ter (AWO), Ulri­ke Both­ner-Cle­mens, Irm­gard Egin, Hans-Joa­chim Fischer, Sabi­ne Lutz, Eli­sa­bet­ta Rade­stock (katho­li­sche Kir­che) und Ger­hard Spre­ter.

Ein wei­te­rer Schwer­punkt des letz­ten Jah­res lag in der Öffent­lich­keits­ar­beit des Ver­eins. Die­se hat vor allem Diet­mar Greu­ter tat­kräf­tig vor­an­ge­trie­ben. Er stell­te der Ver­samm­lung den neu­en Fly­er und die Home­page des Ver­eins vor: www.suppenstueble.de. Auch ver­fügt die Wär­me­stu­be seit eini­gen Mona­ten über WLAN und einen funk­tio­nie­ren­den PC , dank des Ein­sat­zes von Uwe Ber­ger­hoff, sowie einen Dru­cker.

Im Anschluss infor­mier­te Vere­na Gaiffi die Anwe­sen­den über wei­te­re Ver­an­stal­tun­gen. In Zukunft wür­de es im Herbst und im Früh­jahr einen Floh­markt in den Räu­men der Wär­me­stu­be geben. Der ers­te Floh­markt sei sehr gut ange­kom­men und sie wol­le das mit der von ihr betreu­ten Frau­en­grup­pe wei­ter­füh­ren. Eben­falls wer­den in naher Zukunft wie­der Film­aben­de ange­bo­ten, zu denen alle Inter­es­sen­ten herz­lich ein­ge­la­den sind.

In ihrem Abschluss­wort wies die Vor­sit­zen­de Kuhn-Luz dar­auf hin, dass vie­les im Fluss sei und der Ver­ein auf ein erfolg­rei­ches Jahr 2017 zurück­bli­cken kön­ne. Fast jeden Tag ist das Sup­pen­stüb­le in der Sup­pen­gas­se geöff­net – ein Treff­punkt für Men­schen, die am Rand unse­rer Gesell­schaft leben und ger­ne in der Gemein­schaft mit ande­ren ein war­mes Essen genie­ßen. Her­zens­wär­me zu erle­ben, in einer gast­freund­li­chen Atmo­sphä­re Wür­de und Ach­tung zu spü­ren, das ermög­licht das Sup­pen­stüb­le. Mit einer Spen­de kann die­se Arbeit unter­stützt wer­den. Inter­es­sier­te kön­nen ger­ne im Sup­pen­stüb­le vor­bei schau­en, es gibt dort immer eine Tas­se Kaf­fee.