Das Finanzamt in Rottweil. Foto: rottweil.net

ROTTWEIL – Finanz­staats­se­kre­tä­rin Gise­la Splett führ­te Micha­el Kewes heu­te als neu­en Lei­ter des Finanz­am­tes Rott­weil ein. „Durch sei­ne umfang­rei­chen Erfah­run­gen unter ande­rem im Außen­dienst sowie als stell­ver­tre­ten­der Lei­ter in Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen bringt er bes­te Vor­aus­set­zun­gen mit, um das Finanz­amt Rott­weil mit Erfolg zu füh­ren“, sag­te Splett am Don­ners­tag. Sie wünsch­te Kewes für sei­ne neue Auf­ga­be alles Gute und stets eine glück­li­che Hand.

Kewes folgt auf Gerolf Reis, der fast 40 Jah­re im höhe­ren Dienst der Steu­er­ver­wal­tung des Lan­des arbei­te­te. „Dies ist für Jeman­den, der im höhe­ren Dienst ein­ge­stie­gen ist, ein außer­ge­wöhn­lich lan­ger Zeit­raum“, hob Splett her­vor und dank­te ihm für sei­nen Ein­satz. Reis lei­te­te das Finanz­amt Rott­weil nahe­zu fünf Jah­re, bevor er am 1. März in den Ruhe­stand ging.

Die Staats­se­kre­tä­rin berich­te­te von zusätz­li­chen Mit­teln für die Infor­ma­ti­ons­tech­nik der Steu­er­ver­wal­tung: „Wir nut­zen die Chan­cen und Mög­lich­kei­ten der Digi­ta­li­sie­rung und rüs­ten die Arbeits­plät­ze in der Ver­an­la­gung noch in die­sem Jahr mit einem zwei­ten Bild­schirm aus. Dies erleich­tert den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern die Arbeit mit den unter­schied­li­chen Pro­gram­men“, sag­te sie am Don­ners­tag. Auch die Aus­stat­tung mit UMTS-Zugän­gen, über die die Betriebs­prü­fe­rin­nen und Betriebs­prü­fer spä­tes­tens im nächs­ten Jahr jeder­zeit und von über­all auf die Finanz­amts­da­ten zugrei­fen kön­nen, soll die Finanz­äm­ter bei ihrer Arbeit für Steu­er­ge­rech­tig­keit unterstützen.

In Rott­weil arbei­ten 230 Bediens­te­te. Mit der Aus­bil­dung von 29 Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen des geho­be­nen und des mitt­le­ren Diens­tes leis­tet das Amt zudem einen wich­ti­gen Bei­trag, um qua­li­fi­zier­te Nach­wuchs­kräf­te zu gewinnen.

Im Finanz­amt Rott­weil mit sei­nen 16 Sach­ge­bie­ten wer­den jedes Jahr unter ande­rem fast 31.000 Ein­kom­men­steu­er- und mehr als 19.000 rei­ne Arbeit­neh­mer-Fäl­le bear­bei­tet. Über 13.600 Unter­neh­men wer­den zur Umsatz- und mehr als 6000 zur Gewer­be­steu­er ver­an­lagt. Splett lob­te die Men­ge und Qua­li­tät der Arbeit, die in Rott­weil Tag für Tag geleis­tet werde.

Der gebür­ti­ge Trie­rer Micha­el Kewes trat nach dem Stu­di­um der Rechts­wis­sen­schaf­ten in Rhein­land-Pfalz 1994 sei­nen Dienst in der Steu­er­ver­wal­tung Baden-Würt­tem­bergs an. Er begann sei­ne Lauf­bahn in Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen. Ab Juni 1996 war er dann Sach­ge­biets­lei­ter beim Finanz­amt Tutt­lin­gen. Im Juli 1997 kehr­te Kewes nach Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen zurück, wo er nahe­zu neun Jah­re als Sach­ge­biets­lei­ter tätig war.

In Rott­weil führ­te er ab Juni 2006 mehr als drei Jah­re ein Steu­er­fahn­dungs-Sach­ge­biet, genau­so wie ab Okto­ber 2009 das des Finanz­amts Reut­lin­gen. Im Okto­ber 2013 wur­de er stän­di­ger Ver­tre­ter des Vor­ste­hers beim Finanz­amt Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen. Die­se Zeit wur­de Anfang 2016 unter­bro­chen für eine Stabs­stel­len­tä­tig­keit bei der Ober­fi­nanz­di­rek­ti­on Karls­ru­he. Am 25. April, nach knapp 23 Jah­ren in der Steu­er­ver­wal­tung des Lan­des, über­nahm Kewes als Regie­rungs­di­rek­tor die Lei­tung im Finanz­amt Rottweil.