Der städtische Betriebshof ist auf den Winter vorbereitet. Mitarbeiter Christian Kramer montiert den Pflug an ein Räumfahrzeug. Foto: pm

ROTTWEIL – Die ers­ten Schnee­flo­cken sind gefal­len, der Betriebs­hof der Stadt Rott­weil ist für die kal­te Jah­res­zeit gerüs­tet. Auch die Bür­ger sind in den Win­ter­mo­na­ten gefor­dert, die Stadt weist auf Räum- und Streu­pflich­ten hin.

Ins­ge­samt küm­mern sich gut 30 Mann des Betriebs­hofs um rund 360 Kilo­me­ter Stra­ßen und 220 Kilo­me­ter Geh- und Ver­bin­dungs­we­ge. Bei aku­tem Schnee­fall und Glät­te ist der Räum­dienst in der Zeit­span­ne zwi­schen 3 Uhr und 21 Uhr aktiv. Das Salz­la­ger ist gut gefüllt: Zum Beginn der Win­ter­sai­son hat der Betriebs­hof 220 Ton­nen Salz gebun­kert. Wei­te­re 1.050 Ton­nen sind bei einem Zulie­fe­rer auf Abruf ein­ge­la­gert. Der Betriebs­hof ver­wen­det zudem was­sers­lös­li­chen Splitt aus Lava. Die­ser Splitt ist ein Natur­pro­dukt und löst sich zu gro­ßen Tei­len auf. Das spart Kos­ten für den Abtrans­port im Früh­jahr und die Stra­ßen­rei­ni­gung, ent­las­tet so eben­falls die Stadt­kas­se und die Umwelt.

Haupt­stre­cken haben Vor­rang : Per Gesetz und in einem vom Gemein­de­rat beschlos­se­nen Win­ter­dienst­plan ist genau gere­gelt, wel­che Stre­cken der Betriebs­hof vor­ran­gig räu­men muss: In Stu­fe eins sind alle Orts­durch­fahr­ten von Bundes‑, Landes‑, und Kreis­stra­ßen, Stra­ßen mit star­kem Gefäl­le und Stra­ßen mit Bus­li­ni­en zu bedie­nen. Vor­rang haben zudem Stra­ßen zu Hilfs­ein­rich­tun­gen wie Feu­er­wehr, Kran­ken­haus oder Poli­zei. In Stu­fe zwei wer­den die übri­gen Stra­ßen (inner­halb geschlos­se­ner Orts­la­ge) bedient, aller­dings erst ab einer Schnee­hö­he von 10 Zen­ti­me­ter oder wenn lang­fris­tig mit Schnee- und Eis­glät­te zu rech­nen ist. Und: Wenn die Ver­hält­nis­se es erfor­dern, muss sich der Betriebs­hof umge­hend wie­der um die Stra­ßen in Stu­fe 1 küm­mern.

Auch die Bür­ger sind gefor­dert: In der städ­ti­schen Streu­pflicht-Sat­zung sind die Pflich­ten der Bür­ger gere­gelt. Die Sat­zung wur­de vom Gemein­de­rat beschlos­sen: Stra­ßen­an­lie­ger (Eigen­tü­mer, aber auch Mie­ter und Päch­ter von Grund­stü­cken) müs­sen die Geh­we­ge werk­tags bis 7 Uhr, an Sonn- und gesetz­li­chen Fei­er­ta­gen bis 8 Uhr geräumt und gestreut haben. Wenn nach die­sem Zeit­punkt Schnee fällt oder Schnee- bezie­hungs­wei­se Eis­glät­te auf­tritt, ist bei Bedarf auch wie­der­holt zu räu­men und zu streu­en. Die­se Pflicht endet um 20.30 Uhr. Soll­te auf bei­den Stra­ßen­sei­ten kein Geh­weg vor­han­den sein, sind die Anlie­ger ver­pflich­tet, eine ent­spre­chen­de Flä­che am Fahr­bahn­rand von 1 m Brei­te zu räu­men und zu streu­en. Zum Streu­en ist kein Salz, son­dern umwelt­freund­li­ches, abstump­fen­des Mate­ri­al wie Sand, Asche, Splitt oder Gra­nu­lat zu ver­wen­den.

Die Streu­pflicht-Sat­zung ist auf der Home­page der Stadt Rott­weil zu fin­den (bei „Stadt & Bür­ger“, unter „Rat­haus“ im Abschnitt „Stadt­recht“). Hier sind auch die Rei­ni­gungs­pflich­ten für die rest­li­che Jah­res­zeit (zum Bei­spiel Schmutz, Unkraut, Laub) auf­ge­führt.

Dar­über hin­aus ist jeder Bür­ger auf­ge­for­dert, sich den Wit­te­rungs­ver­hält­nis­sen anzu­pas­sen und bei Eis und Schnee als Ver­kehrs­teil­neh­mer oder Fuß­gän­ger beson­ders vor­sich­tig zu sein!