Wintereinbruch: Stadt und Bürger sind gefordert

Betriebshof ist für die kalte Jahreszeit gerüstet / Stadtverwaltung Rottweil erinnert an Räum- und Streupflicht

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Wegen des aktuellen Wintereinbruchs hat der städtische Betriebshof in Rottweil derzeit jede Menge zu tun. Die Salzlager seien gefüllt und auch der Aufbau des Weihnachtsmarktes liege trotz Schneetreibens im Zeitplan, meldet die Stadtverwaltung. Aber auch die Bürger seien gefordert, sich im Rahmen der Streu- und Räumpflicht zu beteiligen.

(Rottweil). Die wichtigsten Infos im Überblick, gemäß einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung:

Rund 360 Straßenkilometer sind zu räumen

Insgesamt kümmern sich gut 35 Mann des Betriebshofs um rund 360 Kilometer Straßen und 220 Kilometer Geh- und Verbindungswege. Bei akutem Schneefall und Glätte ist der Räumdienst in der Zeitspanne zwischen 3 Uhr und 21 Uhr aktiv. Das Salzlager ist gut gefüllt: Zum Beginn der Wintersaison hat der Betriebshof 220 Tonnen Salz gebunkert. Weitere 1.000 Tonnen sind bei einem Zulieferer eingelagert. Der Betriebshof verwendet zudem wasserslöslichen Splitt aus Lava. Dieser Splitt ist ein Naturprodukt und löst sich zu großen Teilen auf. Das spart Kosten für den Abtransport im Frühjahr und die Straßenreinigung, entlastet so ebenfalls die Stadtkasse und die Umwelt.

Hauptstrecken haben Vorrang

Per Gesetz und in einem vom Gemeinderat beschlossenen Winterdienstplan ist genau geregelt, welche Strecken der Betriebshof vorrangig räumen muss: In Stufe eins sind alle Ortsdurchfahrten von Bundes-, Landes-, und Kreisstraßen, Straßen mit starkem Gefälle und Straßen mit Buslinien zu bedienen. Vorrang haben zudem Straßen zu Hilfseinrichtungen wie Feuerwehr, Krankenhaus oder Polizei. In Stufe zwei werden die übrigen Straßen (innerhalb geschlossener Ortslage) bedient, allerdings erst ab einer Schneehöhe von 10 Zentimeter oder wenn langfristig mit Schnee- und Eisglätte zu rechnen ist. Und: Wenn die Verhältnisse es erfordern, muss sich der Betriebshof umgehend wieder um die Straßen in Stufe 1 kümmern.

Auch die Bürger sind gefordert

In der städtischen Streupflicht-Satzung sind die Pflichten der Bürger geregelt. Die Satzung wurde vom Gemeinderat beschlossen: Straßenanlieger (Eigentümer, aber auch Mieter und Pächter von Grundstücken) müssen die Gehwege werktags bis 7 Uhr, an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen bis 8 Uhr geräumt und gestreut haben. Wenn nach diesem Zeitpunkt Schnee fällt oder Schnee- oder Eisglätte auftritt, ist bei Bedarf auch wiederholt zu räumen und zu streuen. Diese Pflicht endet um 20.30 Uhr. Sollte auf beiden Straßenseiten kein Gehweg vorhanden sein, sind die Anlieger verpflichtet, eine entsprechende Fläche am Fahrbahnrand von einem Meter Breite zu räumen und zu streuen.

Zum Streuen ist kein Salz, sondern umweltfreundliches, abstumpfendes Material wie Sand, Asche, Splitt oder Granulat zu verwenden.

Diese Satzung ist auf der Website der Stadt Rottweil www.rottweil.de zu finden. Hier sind auch die Reinigungspflichten für die restliche Jahreszeit (z.B. Schmutz, Unkraut, Laub) aufgeführt.

„Darüberhinaus ist jeder Bürger aufgefordert, sich den Witterungsverhältnissen anzupassen und bei Eis und Schnee als Verkehrsteilnehmer oder Fußgänger besonders vorsichtig zu sein“, mahnt die Stadtverwaltung abschließend.

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