Volker Kauder. Archiv-Foto: nrwz

Kei­ner sei­ner Vor­gän­ger war län­ger im Amt des Vor­sit­zen­den der CDU/C­SU-Bun­des­tags­frak­ti­on als Vol­ker Kau­der. Im Novem­ber 2015 waren es genau zehn Jah­re, damit über­run­de­te er den legen­dä­ren Alfred Dreg­ger. Wenn es nach Kau­der geht, dann soll es auch nach der Wahl am 24. Sep­tem­ber genau auf die­sem Pos­ten für ihn wei­ter­ge­hen. „Ich möch­te Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der blei­ben“, erklär­te er auf Anfra­ge. Mehr gebe es dazu nicht zu sagen. Ande­re sehen das offen­bar anders.

Nach einem Bericht der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung (FAZ) haben gewis­se Krei­se, vor allem jün­ge­re Abge­ord­ne­te, Kau­der als Nach­fol­ger von Nor­bert Lam­mert, der aus dem Bun­des­tag aus­schei­det, ins Gespräch gebracht. Der Abge­ord­ne­te des Wahl­krei­ses Rott­weil-Tutt­lin­gen sei schon des­halb geeig­net, heißt es, weil er als alt­ge­dien­ter Par­la­men­ta­ri­er viel Erfah­rung mit­brin­ge und wie nur weni­ge ande­re die Kunst der frei­en Rede beherr­sche. Zudem gehe es auch um einen Genera­ti­ons­wech­sel.

Kau­der gehört seit 1990 dem Bun­des­tag an. Er wird am 3. Sep­tem­ber 68 Jah­re alt. 2009 erreich­te er als direkt gewähl­ter Abge­ord­ne­ter des Wahl­krei­ses Tutt­lin­gen 48,1 Pro­zent der Erst­stim­men. Danach wur­de er mit 96 Pro­zent als Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der wie­der­ge­wählt. Vor vier Jah­ren gewann er sei­nen Wahl­kreis sogar mit 57,8 Pro­zent.  Zuletzt wur­de Kau­der mit 93,8 Pro­zent als Frak­ti­ons­chef bestä­tigt. Vol­ker Kau­der gilt als der viel­leicht engs­te Ver­trau­te und Rat­ge­ber von Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel.

Dass er auch bei die­ser Wahl wie­der grö­ße­re Ambi­tio­nen hat, zeigt sich an der Pro­mi­nenz, die ihn im Wahl­kampf unter­stützt. Gesund­heits­mi­nis­ter Her­mann Grö­he war schon in Rott­weil, Finanz­mi­nis­ter Wolf­gang Schäub­le kommt an die­sem Frei­tag nach Wurm­lin­gen, danach fol­gen unter ande­rem die Minis­ter­prä­si­den­ten Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er (Spai­chin­gen) und Horst See­ho­fer (Tros­sin­gen) sowie Kanz­ler­amts­mi­nis­ter Peter Alt­mai­er (Schram­berg).