Schnelles Internet ab Ende Juni in Tennenbronn

OB Herzog: Dank für Kreissolidarität

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Bernhard Ginter (links) erläutert die Glasfaserverkabelung im Affentäle. Von links: Bernhard Ginter, Jörg Schuler (Telekom-Projektleiter), Ortschaftsrat Martin Grießhaber, Tiefbauamtsleiter Klaus Dezember, Andreas Entreß (Aufbauleiter der Telekom), Ortschaftsrat Danny Barowka, Oberbürgermeister Thomas Herzog, Landratsstellvertreter Hermann Kopp, der Leiter des Kreis-Landwirtschaftsamtes Hans Klaiber und Andreas Blamauer von Kabel-X. Foto: him

SCHRAMBERG  (him) – Der Netzausbau im Kreis Rottweil „hat die Halbzeit schon hinter sich“, versichert Bernhard Ginter, Regionalmanager der Deutschen Telekom bei einem Ortstermin im Affentäle. Derzeit sind die Spezialisten der Firma Kabel X in Tennenbronn am Werk.

Die Telekom sorgt im Auftrag und mit finanzieller Unterstützung des Landkreises für die Glasfaserverkabelung im Kreis Rottweil insgesamt acht Ausbau-Bezirke hatten die Fachleute festgelegt. Tennenbronn gehört bereits zum fünften Bereich. Wegen der schwierigen Topografie seien die Arbeiten hier besonders anspruchsvoll, so Ginter: „Insgesamt werden hier etwa 16 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und 19 Multifunktionsgehäuse neu aufgestellt oder mit moderner Technik ausgestattet.“

Bis spätestens Ende Juni sollen dann 1445 Haushalte die Möglichkeit haben, sich ans schnelle Internet anschließen zu lassen, so Ginter. „Vielleicht schaffen wir es auch schon vier Wochen früher.“

Für den Landkreis hat sich der erste Landesbeamte Hermann Kopp sehr zufrieden gezeigt: „Wir sind voll im Zeitplan, das ist keine Selbstverständlichkeit.“  Bis Ende des Jahres, spätestens Anfang 2018 werden 95 Prozent aller Haushalte schnelles Internet bekommen können. Er hoffe, dass die EU auch grünes Licht für die Landes- und Bundeshilfe gebe. Dann würden etwa 70 Prozent der Gesamtkosten von etwa zwölf Millionen Euro erstattet und der Kreis  müsse lediglich etwa vier Millionen Euro beisteuern.

Dankbar für Solidarität

Die 16 Kilometer Tiefbauarbeiten in Tennenbronn seien etwa zehn Prozent aller Tiefbauarbeiten im Kreis. Das liege an der „komplexen Siedlungsstruktur“ des Schramberger Stadtteils. Der Kreistag habe einmütig beschlossen, das Projekt über die Kreisumlage zu finanzieren und nicht die Kosten je Gemeinde im Detail auszurechnen. „Das ist ein großer Akt der Solidarität“, lobte Kopp.

Dafür sei die Stadt Schramberg  sehr dankbar, entgegnete denn auch Oberbürgermeister Thomas Herzog. Es wäre für Schramberg allein finanziell nie möglich gewesen, die 16 Kilometer Glasfaserkabel allein zu verlegen. Er hob auch hervor, dass es keinen Streit darum gab, wer als erstes oder später dran kommt. So müsse Waldmössingen, das eigentlich am schlechtesten versorgt sei, noch bis Ende des Jahres warten.

Weil die Kabelverleger auf vielen privaten Grundstücken die Glasfaserkabel verlegen müssten, seien die Arbeiten in Tennenbronn nicht ganz einfach, so Andreas Blamauer von Kabel X. Mit etwa 35  Leuten arbeite seine Firma  in Tennenbronn: „Wir müssen das Projekt in sehr kurzer Zeit umsetzen.“

Freude über gelungenes Projekt ( von links): Bernhard Ginter (Telekom), Hans Klaiber und Hermann Kopp vom Landratsamt, Oberbürgermeister Thomas Herzog, Telekom-Projektleiter Jörg Schuler und Andreas Blamauer von Kabel X. Foto: him

Weil die Anschlüsse umgesteckt werden müssen, müssen die Internet-Nutzer der Telekom dazu einen Auftrag erteilen, betont der Telekom-Manager Ginter. Bei einer Bürgerinformation Ende Mai will die Telekom die Tennenbronner informieren. Man könne aber auch schon jetzt sich im Telekomshop beraten lassen.