Das Trafohäuschen auf dem H.A.U.-Gelände: Auf dem Parkplatz daneben möchte die Stadt eine Doppelgarage für den Bürger- und den Stadtbus bauen. Foto: him

Einen Gara­gen-Platz für zwei Klein­bus­se, mög­lichst zen­trums­nah, mög­lichst kos­ten­güns­tig. Die­se Auf­ga­be hat­te die Bau­ver­wal­tung schon seit län­ge­rem. Im Haus­halts­plan sind 77.000 Euro für eine sol­che Dop­pel­ga­ra­ge für den „Stadt­bus“ und den Bür­ger­bus vor­ge­se­hen.

Weil in der Haus­halts­de­bat­te nicht genug Zeit für eine aus­führ­li­che Erklä­rung war, hat Fach­be­reichs­lei­ter Rudolf Mager nun im Ver­wal­tungs­aus­schuss die Gara­gen­plä­ne erläu­tert. Das Pro­blem: der acht-sit­zi­ge Stadt­bus hat Norm­ma­ße und passt „über­all rein“, so Mager. Der Bür­ger­bus aller­dings ist eine Son­der­an­fer­ti­gung mit 2,70 Meter Höhe. „Der geht in kei­ne nor­ma­le Gara­ge.“ Es gehe ja auch dar­um, das ehren­amt­li­che Enga­ge­ment der Bür­ger­bus­fah­rer zu wür­di­gen. Sie soll­ten im Win­ter nicht erst Eis krat­zen müs­sen in der Käl­te.

Schwierige Standortsuche

Die Stadt habe nach Gara­gen gesucht für die bei­den Bus­se, aber nichts – auch mie­ten­mä­ßig pas­sen­des – gefun­den. Auf der Suche habe man auch an das ehe­ma­li­ge Kran­ken­haus gedacht. Zwar wäre Platz in der gro­ßen Ret­tungs­hal­le, aber im Win­ter wer­de die Stra­ße nicht geräumt und es sei zu dun­kel. Bei der Suche nach Stand­or­ten für eine Dop­pel­ga­ra­ge habe man auch einen Platz an der Schillerstraße/Bühle geprüft. Da wür­den die Gara­gen zwar hin­pas­sen. „Dann wäre aber eine städ­te­bau­li­che Chan­ce ver­ge­ben“, gab Mager zu beden­ken. Das Grund­stück eig­ne sich sehr gut für eine Wohn­be­bau­ung.

Es blieb ein Platz auf dem H.A.U.-Gelände bei einer Tra­fo­sta­ti­on. Hier möch­ten die Stadt­wer­ke eine-E-Lade­sta­ti­on anbau­en. Hier könn­te die Stadt eine Dop­pel­ga­ra­ge errich­ten. Vier Park­plät­ze gin­gen ver­lo­ren, auch weil für die Bus­fah­rer ein Stell­platz bereit ste­hen soll­te. Nach Magers Berech­nun­gen wür­de eine Fer­tig­ga­ra­ge wegen der Son­der­ma­ße etwa 87.000 Euro kos­ten. Eine Gara­ge mit acht auf acht Metern Grund­flä­che nach eige­nem Ent­wurf käme auf 77.000 Euro und wäre städ­te­bau­lich bes­ser.

Vier Parkplätze gehen verloren

Für CDU-Stadt­rat Jür­gen Win­ter wäre das die opti­ma­le Lösung der sei­ne Frak­ti­on zustim­men wer­de. Eben­so sah es Udo Neu­deck (Freie Lis­te). Mir­ko Wit­kow­ski (SPD/Buntspecht), der von zuhau­se den direk­ten Blick auf das H.A.U.-Gelände hat, wand­te ein, die Park­platz­si­tua­ti­on sei dort sowie­so schon knapp. Käme auch noch der Wohn­mo­bil­stell­platz, wer­de der Park­raum noch knap­per. Ob nicht auch auf dem Sul­gen ein Platz für die Gara­gen mög­lich sei, frag­te er.

Nicht alle belegt: Park­plät­ze in der H.A.U. Foto: him

Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog wider­sprach. Es sei der Wunsch des Bür­ger­bus­ver­eins, den Bus in der Tal­stadt zu sta­tio­nie­ren, weil hier die meis­ten Tou­ren gefah­ren wür­den. Es sei „ver­tret­bar“, wenn die vier Park­plät­ze ent­fie­len, habe ihm Wirt­schafts­för­de­rer Man­fred Jung­beck ver­si­chert.