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AE wird 40 Jahre jung

Schramberg (pm) – Mit 40 wird der Schwabe weise, heißt es. Er hat dann a bissle Geld im Sack, einen Daimler in der Garage, lebt seriös und seniorig und bekleidet ein ehrenwertes Amt, beispielsweise im Verein, im Gemeinderat oder in der Narrenzunft. 40 Jahre wird der Alternativ-Elferrat dieses Jahr, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Seit unglaublichen vier Jahrzehnten ist der AE eine feste und unberechenbare Größe der Schramberger Fasnet. Doch nix ist es mit Geld im Sack, Daimler oder Weisheit, ganz im Gegenteil, und Seriosität ist eh völlige Fehlanzeige. Zu verlockend sind doch seit Jahr und Tag die Geschichten in der Stadt, die Verfehlungen, Missgeschicke und offenen Geheimnisse, die der AE mit der gebotenen fröhlichen Respektlosigkeit verwenden und genüsslich breittreten wird. Autoritäten ignorieren, Traditionen neu definieren. Oder einfach schöner Blödsinn. Lass den Sonnenschein herein – hintersinnig, laut, schräg.

Dabei ist der AE in Wahrheit ein Zufallsprodukt, geboren aus der allen Narren bekannten Euphorie, wenn „a bleede Idee“ immer lustiger wird, Form annimmt, und drei Bier später einer sagt: „Komm, des isch super, des mache mer!“ Mit frisch geborener Schnapsidee wagten sich vor mehr als vierzig Jahren vier junge Schramberger in schwarzem Anzug und Elferkappe in die Wirtschaften und präsentierten Blödsinn. Ein Jahr später am Fasnetsdienstag – die Straßenfasnet war vorbei – saßen die Burschen mit anderen zusammen im damaligen „alten Schirm“ im Kneissler-Haus und erinnerten sich an den Spaß vom Vorjahr. Das nahende Ende der Fasnet vor Augen, gibt man nochmal richtig Gas, zieht den Anzug an, bastelt Elferkappen aus farbigem Pappendeckel und tackert die arme Hoorig Katz verkehrt herum auf die Kapp. Ab gehts durch die Schramberg Lokale – den Württemberger Hof, das Posthörnle, die Mathilde – und überall sorgt die chaotische Truppe für bombige Stimmung. Übrigens auch dank Wolfgang Bonk, der spontan „als Musik“ sein Engagement in der Mathilde beendet und sich samt Quetsche dem lustigen Haufen anschließt. Im Paradies, wo der richtige Elferrat tagt, wird aus der bombigen Stimmung direkt eine Art Bombenstimmung, und das Heiterkeitsthermometer sackt in Sekunden auf satte Minusgrade, auf beiden Seiten. Vermutlich wird da der Satz „Des isch nit luschdig!“ geboren, ein Verdikt ebenfalls von jeder Seite.

Als man dann dem AE noch das Mikrophon aus der Hand zerrt, hat das Konsequenzen und der eingangs erwähnte Zufall ein jähes Ende: Aus Zufall wird Absicht, jetzt wird der Alternativ-Elferrat gegründet für eine bissige, wilde, anarchische Fasnet. Auf Mikro-Klau reagiert der AE seit jeher empfindlich.

Was folgt, sind 40 Fasneten voll fideler Unverfrorenheit, garniert mit Rausschmissen und Saalverboten, Frotzeleien in Versform, AE-Narrenblättle und „Schäbige Zeitung“, knallvolle Fasnetsbälle am Schmotzigen, tränenreiche Beerdigungen mit echtem Sarg, vierzig Jahre Rumziehgruppe, Gassenhauer (unter anderem Rockversion des Narrenmarsches) und Fasnetssplitter, 40 Jahre alberne Orden und Statement-Bäpper – noch heute zieren „Legenden sterben nicht im Bett“ oder „Fasnet für den wilden Süden“ so manchen Verteilerkasten und Lichtmasten der Stadt. Unvergessen (und schon eine Weile her) die alljährliche Erregung der Organisatoren an der Polizeiwache, wenn sich der AE wieder unangemeldet in den Umzug einfädelt: „Des machet Ihr jetzt nicht!“ – „Doch, des machet mir jetzt“.

Stoff für feine Fasnetskultur gab es jedes Jahr genug, und natürlich pflegte man auch die närrischen Wurzeln: Den Zunftwagen mit Schrumpffolie eingepackt oder gleich ganz abtransportiert, manche Insignie der Zunft zufällig gefunden und erstmal behalten – bis hin zu original Briefpapier der Narrenzunft im Container. Na, dass das nach Schabernack geradezu schreit, ist doch klar! Auch vor dem Narrenmuseum machte die Gruppe nicht halt, und platzierte einen AE-ler mitten unter die Schramberg Kleidle. Jede Vorlage wird verwandelt, Blödsinn verpflichtet, das ist die vierzigjährige Tradition des AE. Tradition ist übrigens auch, dass jede erste Probe eines Programms gleichzeitig die Generalprobe unter Anwesenheit des zahlenden Publikums ist. Tradition ist auch Markus Edelmanns resignativer Kommentar „Leut Leut Leut“, wenn das Programmplanungsgremium abdriftet oder (ebenso oft) nur rumalbert. Tradition ist das zwiespältige Verhältnis der AE-ler zu offiziellen Orden – man verachtet die Plember, aber wenn man einen verliehen bekommt, freut man sich wie ein Wurstsalat.

Wie der alternative Zunftmeister Bernd Dieterle anmerkt, sind noch fünf der Gründungs-mitglieder dabei. Zum vierzigjährigen Jubiläum plant der AE eine ganz große Fasnet, zu der sich auch alle ehemaligen AE-ler aus aller Welt nach Schramberg aufmachen und versammeln, ganz locker vier, fünf Dutzend Narren – und hier schließt sich der Kreis in Frieden und unter Freunden: Stark, die Hälfte des Elferrats hat sein Handwerk beim AE gelernt. Und die Hoorig Katz lächelt.

 

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