In 72 Stunden die Welt verbessern – wenigstens ein bisschen

Schramberger Pfadis und Ministranten bei 72-Stunden-Aktion

SCHRAMBERG  – In  72 Stunden wollen die Schramberger St. Georgs-Pfadfinder und die Ministranten 7,2 Wohlfühlstationen in der Talstadt einrichten. Bis Sonntagabend um 17.07 Uhr dauert die Aktion.

Die Schramberger hatten sich beim Thema ihrer 72-Stundenaktion überraschen lassen, erzählt Simon King von den Pfadfindern: „Es gibt do-itIn-7Projekte“,  erläutert er, „da sagen die Gruppen, was sie machen wollen. Und es gibt get-it-Projekte, da kommen die Vorschläge vom Koordinationskreis im Dekanat.“ Für die Schramberger war am Donnerstag um 17 Uhr klar: „Schafft 7,2 Ruheoasen!“

Daraufhin trafen sich die gut 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Marienheim und besprachen, welche Projekte sie umsetzen wollen. Schließlich haben sich acht Gruppen gebildet, die die einzelnen Projekte angehen.

Vor dem Marienheim wird gehämmert, gebohrt und geschraubt. Grade entsteht ein Sofa aus Paletten. In drei großen Eimern  befindet sich Moos. In einer anderen Eckle versuchen drei Jungs, einen etwas wackeligen Basketballkorb aus Dachlatten wieder in Form zu bekommen.

Es wird geschafft und probiert….

Oberbürgermeister Thomas Herzog ist vorbei gekommen, zwei seiner Kinder sind bei den 72-Stundenaktivisten dabei. Er erinnert an die letzte dieser Aktionen, als Jugendliche unter anderem den Kiosk am Berneckstrand auf Vordermann gebracht haben. „Ich finde es positiv, wenn  die Kinder und Jugendlichen schon in jungen Jahren lernen, sich ehrenamtlich zu engagieren.“ Davon habe später die ganze Stadt etwas.

Die Kinder und Jugendlichen nächtigen auch im Marienheim – auch das ein besonderes Erlebnis.

Am heutigen Samstag sollen die ersten Stationen, etwa die „Schlemmerecke“ bereits fertig sein und  im Bereich Rathaus- Marktstraße zu Chillen einladen.  Sehr dankbar sind die Jugendlichen auch über die Unterstützung durch schramberger geschäfter, die Bäckerei Brantner habe Brot und Brötchen spendiert, der Naturladen Müsli, Obst und Gemüse. „Und beim Kaufland durften wir einen ganzen Einkaufswagen mit Lebensmitteln voll packen“, freut sich Johanna Schäfer. Mit so viel Großzügigkeit hätten sie nicht gerechnet.

OB Thomas Herzog im Gespräch mit Johanna Schäfer und Simon King im Marienheim

Das Ziel ist Sonntag, 17.07 Uhr. „Da wollen wir unser Sach‘ wieder verräumt bekommen haben“, so King. Und wie geht das nun mit den 7,2 Projekten? „Wir  haben einen Stand mit Essen und Getränken und das ist unser 1,2-Projekt“, erzählt er grinsend.

 

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