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Freitag, 7. August 2020
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    50. Todestag von Graf Franz von Bissingen und Nippenburg

    Der letzte Schramberger der ehemaligen Adelsfamilie - Jahrestag am 26. April

    Schramberg. In der Geschichte ehemaligen Adelsfamilie der Stadt Schramberg war Franz Graf von Bissingen und Nippenburg (1892 – 1970) das letzte Familienmitglied, das im Schloss in Schramberg geboren wurde. Sein 50. Todestag am Sonntag ist Anlass, sein Leben und seine Zeit in Erinnerung zu rufen.

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    Am 28. April 1970 gab die Adelsfamilie auf dem Hohenstein, wo sie seit 1925 über dem Neckartal wohnhaft ist, in der Lokalpresse den Tod von Franz Graf von Bissingen und Nippenburg im Alter von 79 Jahren bekannt, der kurz darauf nach einem Seelenamt in der Katholischen Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt in der Familiengruft in der Falkensteiner Kapelle beigesetzt wurde. Damit schloss sich ein Lebenskreis, der beispielhaft für eine Adelsbiographie im 20. Jahrhundert steht, deren historischer Rahmen die Monarchie des Kaiserreiches, die Weimarer Republik und das „Dritte Reich“ sowie schließlich die Bundesrepublik Deutschland waren – voller epochaler Veränderungen und Zäsuren, wie sie auch im ehemaligen Adel noch nie zuvor von einer Generation bewältigt werden mussten.

    In Schramberg, wo  Graf Franz von Bissingen und Nippenburg, am 1. April 1892 geboren wurde, erlebte er eine glückliche Kindheit im Schloss seiner Familie in Schramberg. Der junge Graf war das von insgesamt neun Kindern seines Vaters Graf Ferdinand von Bissingen und Nippenburg (1837 – 1919) und das fünfte und jüngste Kind seiner zweiten Ehe mit Freiin Elisabeth von Mylius (1856 – 1926). In der aufstrebenden Industriestadt lebte die Adelsfamilie in ihrem Schloss mit seinem Park zurückgezogen in einer eigenen Welt. Im Alter von zehn Jahren wurde er im Jahr 1902 von Hoffotograf Carl Faist (1872 – 1948) auf einem Bild für eine Postkarte verewigt, die ihn als Lenker einer Kutscher der Adelsfamilie zeigt.

    1902 schickten ihn seine Eltern – nach der Familientradition mit dem Haus Habsburg und dem österreichisch-ungarischen Kulturkreis verbunden – auf das Privatgymnasium „Stella Matutina“ des katholischen Jesuitenordens in Feldkirch in Vorarlberg. Da aus der ersten Ehe seines Vaters sein 22 Jahre älterer Halbbruder Graf Cajetan von Bissingen und Nippenburg (1870 – 1956) als neuer „Herr zu Schramberg“ vorgesehen war, entschied sich Graf Franz von Bissingen und Nippenburg wie viele andere junge Adlige für eine Laufbahn als Berufsoffizier. Kurz vor Beginn des Ersten Weltkrieges wurde er zum Leutnant des Ulanen Regiments König Wilhelm I. (Nr. 20) 20 in Ludwigsburg befördert und war im Ersten Weltkrieg sowohl an der West- wie an der Ostfront eingesetzt. Zuletzt bildete er bei Kriegsende nach einer Erkrankung in Ludwigsburg Rekruten aus.

    Franz Graf von Bissingen und Nippenburg bei der Hochzeit seiner Tochter Maria Margarethe Elisabeth Graf von Bissingen und Nippenburg mit Philipp Freiherr von Aretin vor der Katholischen Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt in Schramberg am 14. Mai 1960.

    Der Zusammenbruch des Kaiserreiches – und das Ende der Monarchie – und damit des Adels – im Revolutionsjahr 1918 – bedeutete das Ende seiner Militärlaufbahn. Mit dem Tod seines Vaters im Jahr 1919 und dem Verkauf des Familiensitzes durch Graf Cajetan von Bissingen und Nippenburg an die Stadt Schramberg im Jahr 1923 gab es in dieser Zeit aber noch mehr schicksalhafte Veränderungen, die zu einer Neuorientierung zwangen. Franz Graf von Bissingen und Nippenburg entschied sich für eine neue Berufstätigkeit in der Guts- und Landwirtschaft. 1919 erwarb er seine ersten Erfahrungen auf dem Hofgut Hohenstein der ehemaligen Adelsfamilie über dem Neckartal, besuchte von 1919 bis 1921 die Landwirtschaftliche Hochschule in Stuttgart-Hohenheim und leitete von 1921 bis 1925 das Gut von Hubert Salvator Erzherzog von Habsburg-Lothringen (1894 – 1971) in Gmünd in Niederösterreich. 1926 kehrte er in den Schwarzwald zurück und lebte bei seiner Mutter, die nach dem Wegzug der Adelsfamilie in das neue Schloss auf dem Hohenstein bis zu ihrem Tod am 2. Dezember 1926 noch im so genannten „Schlössle“ wohnte, dem heutigen Gebäude der Volkshochschule Schramberg.

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    Am 31. Januar 1927 verheiratete sich Franz Graf von Bissingen und Nippenburg mit Octavie von Boch-Galhau (1904 – 1964) aus Mettlach im Saarland, die aus einer ehemals adligen Unternehmerfamilie stammte, der von 1882 bis 1911 auch die Porzellan- und Steingutfabrik neben dem Schloss in Schramberg gehört hatte. Die Familie wurde auf einem Gut in Braubach am Rhein ansässig, das Luitwin von Boch-Galhau (1875 – 1932) für seine Tochter erworben hatte. Das Anwesen erhielt den Namen „Haus Bissingen“ und wurde als Obstgut bewirtschaftet. Der Familie wurden fünf Kinder geschenkt – zuletzt am 10. Mai 1945 der Sohn Franz Graf von Bissingen und Nippenburg, der 1954 von seinem kinderlos gebliebenen Onkel  Cajetan Graf von Bissingen und Nippenburg auf Schloss Hohenstein als zukünftiger Erbe adoptiert wurde.

    Nach dem Tod von Cajetan Graf von Bissingen und Nippenburg zog Franz Graf von Bissingen und Nippenburg im Jahr 1957 mit seiner Familie von Braubach auf den Hohenstein. Er verwaltete für seinen Sohn, der sich noch in Schule, Wehrdienst und Studium befand, den Familienbesitz am oberen Neckar und im mittleren Schwarzwald. Als Patronatsherr pflegte er enge Beziehungen zu den katholischen Pfarrgemeinden der ehemaligen Herrschaft Schramberg und ließ 1962 die „Beweinung Christi“ in der Falkensteiner Beweinung restaurieren. Mit großer Liebe widmete er sich außerdem der Geschichte – insbesondere der Heraldik – seiner Familie und ließ darüber einen Film drehen. Für seine kulturellen und sozialen Verdienste verlieh ihm die Gemeinde Dietingen zum 75. Geburtstag das Ehrenbürgerrecht. Damals wurde auch sein Lebenskreis gut beschrieben: „Bewahrer der Geschichte und des Besitzes seiner Ahnen.“

     

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