Hier wäre nach Ansicht der Verwaltung der beste Platz für ein Schulcampus im Tal. Foto: him

Wo sol­len  künf­tig die Erhard-Jung­hans-Schü­ler hin­lau­fen: Zur Graf-von-Bis­sin­gen-Stra­ße oder zur Schil­ler­stra­ße? Kom­men­de Woche wird es ernst. Die Ver­wal­tung hat die bei­den mög­li­chen Stand­or­te für einen Schul­cam­pus  unter­sucht und legt ihre Ana­ly­se dem Gemein­de­rat in der kom­men­den Woche vor.

Nach lan­gen Dis­kus­sio­nen hat­ten sich die Gemein­de­rats­frak­tio­nen im ver­gan­ge­nen Som­mer auf einen Kom­pro­miss geei­nigt: Der Schul­cam­pus wird im Tal gebaut und der Schul­ver­bund aus Real­schu­le und Gemein­schafts­schu­le bleibt erhal­ten. Offen war bis­her noch, wel­cher Stand­ort in der Tal­stadt der güns­ti­ge­re ist.

Drei Varianten

In ihrer Vor­la­ge für den Rat posi­tio­niert sich die Ver­wal­tung ein­deu­tig für die Graf-von-Bis­sin­gen-Stra­ße. Die Flä­che von etwa 25.000 Qua­drat­me­tern mache eine stu­fen­wei­se Ent­wick­lung mög­lich. So könn­te zunächst der Don Bosco Kin­der­gar­ten gebaut und dann die Erhard-Jung­hans-Schu­le erwei­tert wer­den. Die Ber­neck­schu­le erhiel­te für eine Über­gangs­zeit Modul­bau­ten und wür­de spä­ter eben­falls an der Graf-von- Bis­sin­gen-Stra­ße bei der alten AOK neu gebaut. Schließ­lich könn­te man das Licht­spiel­haus sanie­ren und bei­spiels­wei­se als Aula nut­zen. So könn­te „ein groß­zü­gi­ger, lich­ter Cam­pus“ ent­ste­hen, der fünf vor­han­de­ne Gebäu­de in ein schul­päd­ago­gi­sches Gesamt­kon­zept inte­grie­re.

Die dann leer ste­hen­de Real­schu­le könn­te zu einem „Haus mit­ten­drin“ wer­den, in dem das JUKS, ver­schie­de­ne Bera­tungs­stel­len, die Volks­hoch­schu­le, das Fami­li­en­zen­trum Elki­Co und vie­le ande­re Ein­rich­tun­gen unter­kä­men. Ein­zi­ger Nach­teil lauf Ver­wal­tung: Die Stadt müss­te eini­ge Grund­stück erst noch kau­fen.

So stellt sich die Stadt­ver­wal­tung den Schul­cam­pus an der Graf-von-Bis­sin­gen-Stra­ße vor. Gra­fik: Stadt Schram­berg

Wesent­lich schlech­ter kommt in der Betrach­tung der Ver­wal­tung der Stand­ort an der Schil­ler­stra­ße oder auf dem Schwei­zer- und Ber­neck­park­platz weg. Hier wäre zwar die Nähe zu Bus­bahn­hof und Gym­na­si­um ein Vor­teil. Ande­rer­seits wäre die Kos­ten wesent­lich höher und die schritt­wei­se Umset­zung schwie­ri­ger.

Gesamtprojekt für 41 Millionen Euro

Bei den Kos­ten rech­net die Stadt mit ins­ge­samt etwa 41 Mil­lio­nen Euro, dank Zuschüs­sen von knapp sechs Mil­lio­nen müss­te die Stadt knapp 36 Mil­lio­nen Euro in den nächs­ten Jah­ren auf­brin­gen. Das könn­te nur gelin­gen, wenn die Stadt jähr­lich etwa eine Mil­li­on Euro mehr ein­nimmt und in den kom­men­den Jah­ren sich bei den Inves­ti­tio­nen auf den Schul­cam­pus kon­zen­triert.

Vor einer Ent­schei­dung im Gemein­de­rat plant die Stadt zwei Mög­lich­kei­ten der Bür­ger­be­tei­li­gung: Einen Spa­zier­gang durch die Stadt am 9. April und anschlie­ßend eine Dis­kus­si­on in der Men­sa in der Alten AOK. Am  Sams­tag 14. April wol­len die Ver­ant­wort­li­chen die Plä­ne auf dem Rat­haus­platz vor­stel­len.