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Schuler Präzisionstechnik – Tag der Ausbildung am Freitag, 10. Juli 2020 und am Samstag, 11. Juli 2020

(Anzeige). Am Freitag und Samstag, 10. / 11. Juli findet bei Schuler Präzisionstechnik in Gosheim wieder der „Tag der Ausbildung“ statt. Dabei...

Ab heute: „Outlet-Tage“ und Schnäppchenmarkt in Rottweil

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Donnerstag, 9. Juli 2020
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    Aufatmen an der Oberndorfer Straße

    Stickstoffdioxid: Erstmals unterm Grenzwert

    Wenn nichts Außergewöhnliches in den letzten paar Tagen des Jahres geschieht, sinken die Stickstoffdioxidmesswerte in der Oberndorfer Straße zum ersten Mal unter die magische Grenze von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

    „Die Auswertung der bis heute (19.12.2017) veröffentlichten Stickstoffdioxidmesswerte (NO2) für die Messstation Schramberg Oberndorfer Straße ergibt einen vorläufigen Jahresmittelwert für NO2 von 36µg/m3, womit der für NO2 geltende über das Kalenderjahr gemittelte Immissionsgrenzwert von 40 µg/m3 eingehalten wäre“, teilt der Sprecher des Regierungspräsidiums Freiburg Markus Adler auf Nachfrage der NRWZ mit.

    In den Jahren 2008 bis 2013 schwankte der Wert immer um 52 Mikrogramm. Deshalb sahen sich das Landesumweltministerium und das Regierungspräsidium wegen EU-Regeln gezwungen, einen Luftreinhalteplan für Schramberg aufzustellen. Dieser Plan aus dem Jahr 2010 sah vor, dass eine Umweltzone für ganz Schramberg eingerichtet wird. Ab Juli 2013 war Schramberg für Autos mit roter Plakette tabu, seit Februar 2015 dürfen auch Fahrzeuge mit gelber Plakette hier nicht mehr fahren.

    Schadstoff-Werte gehen generell zurück

    Die Stickstoffdioxidwerte sanken ab 2014 auf Werte um 43 Mikrogramm, lagen aber immer noch über dem geforderten Grenzwert von 40 Mikrogramm je Kubikmeter Luft. Deshalb gilt seit gut einem Jahr auf einem Abschnitt der Oberndorfer Straße „Tempo 30“. Auch davon erhofften sich die Behörden einen leichten Rückgang beim Stickstoffdioxid.

    Was nun zu den erfreulichen Rückgängen geführt hat, da wollen sich die Fachleute im Regierungspräsidium nicht festlegen. „Es gibt eine generelle Tendenz, dass die  Schadstoffwerte im Land abnehmen“,  heißt es. Es sei wohl ein ganzes Bündel von Faktoren, die da zusammen kommen. Meteorologische Änderungen brächten jährliche Schwankungen mit sich. Auch die Umweltzone und Tempo 30 hätten sicher beigetragen. Wichtig sei aber auch der Flottenwechsel bei LKWs in den vergangenen Jahren gewesen. Die Lastzüge, die vor zehn Jahren auch in der Oberndorfer Straße unterwegs waren, seien inzwischen durch wesentlich sauberere Fahrzeuge ersetzt. Daher der generelle Trend zu niedrigeren Werten.

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    LKWs sauberer als Autos

    Dass die LKWs über so viel effizientere Reinigungsverfahren verfügten, liege auch daran, dass die europäische Union bei den dicken Brummern richtig entschieden hat. Anders als bei den umstrittenen Labortests bei Autos müssen die LKW-Hersteller die Abgaswerte auf der Straße einhalten und das nachweisen. Das führt  zu so grotesken Ergebnissen, dass ein 20-Tonnen-LKW heute weniger Schadstoffe ausstößt als so mancher Kleinwagen mit Diesel-Motor.

    Wie nun die verschiedenen Faktoren dazu beigetragen haben, dass der Grenzwert an der Oberndorfer Straße unterschritten wird, lasse sich derzeit kaum seriös feststellen: „Freuen wir uns einfach drüber“, heißt es in Freiburg. „Das Ziel ist erreicht, wir brauchen in Schramberg nichts weiter zu unternehmen.“

     Schrambergs Oberbürgermeister Thomas Herzog will erst die endgültigen Zahlen abwarten, ergänzt aber: „Wenn es zutrifft, dann freut es uns natürlich, dass die Schadstoffbelastung geringer geworden ist.“

    Eine Abschaffung von Tempo 30 und Umweltzone hält man im Regierungspräsidium für wenig wahrscheinlich. Die Umweltzone wird auf absehbare Zeit bestehen bleiben, ist zu hören. Und für Tempo 30 spreche neben der Schadstoffreduzierung auch der Lärmschutz, um den sich Schramberg verstärkt kümmern müsse.

    Die aktuellen Messdaten finden sichhttp://udo.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/

     

     

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    1 Kommentar

    1. „Und für Tempo 30 spreche neben der Schadstoffreduzierung auch der Lärmschutz, um den sich Schramberg verstärkt kümmern müsse.“ Diese Aussage ist ja wirklich so was von weltfremd. Wesentlich mehr Krach als ein Fahrzeug mit Tempo 50 machen doch – gerade auch in der Schramberger Innenstadt – mehr und mehr diese Poser mit ihren röhrenden Auspuffen, die gerne auch mal mehrere Runden durch die Stadt drehen, damit sie auch jeder hört und sieht. Wenn man wirklich Lärmschutz haben will, dann gehören die erst mal verboten. Bzw. die, die bereits verboten sind, aus dem Verkehr gezogen.

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