Auto- und Uhrenmuseum im Wandel

Vierter Stock wird umgebaut / Besucherzahlen weiter knapp unter 25.000 pro Jahr

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BU: Der Vorstand (von links): Anneliese Müller, Helmut Banholzer, Hans Haaser und Museumsleiter Harald Burger Foto: him

In weni­gen Tagen eröff­net das neue Jung­hans-Ter­ras­sen­bau-Muse­um an der Geiss­hal­de. Das wirkt sich auch auf das Auto-und Uhren­mu­se­um in der H.A.U. aus: Der vier­te Stock, die Uhren­ab­tei­lung, wird umge­stal­tet.

Das hat der Vor­sit­zen­de des För­der­ver­eins, Hel­mut Ban­hol­zer bei der Mit­glie­der­ver­samm­lung am Mitt­woch­abend berich­tet. Der Grund: Die Fir­ma Jung­hans hat die als Leih­ga­be über­las­sen Uhr­mach­er­werk­statt für das eige­ne Muse­um zurück­ge­holt, um sie in der eige­nen Schau zu prä­sen­tie­ren. „Wir wer­den des­halb an die Neu­ge­stal­tung gehen“, so Ban­hol­zer.

Auch im ers­ten Ober­ge­schoss wer­de es Ver­än­de­run­gen geben, kün­dig­te er an.  Eben­falls erneu­ern möch­te der Vor­stand die Laut­spre­cher in den „Hör­sta­tio­nen“. Dafür wer­de ein Teil des erheb­li­chen Ver­eins­ver­mö­gens von 48.000 Euro ein­ge­setzt.

Besucherzahlen wetterabhängig

Die Auf­ga­be des Ver­eins sei es nach wie vor, das Muse­um­s­team bei sei­ner Arbeit zu unter­stüt­zen: „Ziel ist es, die Besu­cher­zah­len zu stei­gern und so auch mehr Men­schen nach Schram­berg zu holen“, so Ban­hol­zer. Das Ziel, 25.000 Besu­cher pro Jahr, habe das Muse­um auch im Jahr 2017 knapp ver­fehlt, berich­te­te er, die Besu­cher­zah­len sei­en im Ver­gleich zu 2016 sogar leicht gesun­ken: „Wir sind halt stark vom Wet­ter abhän­gig.“ Je schlech­ter das Wet­ter, des­to mehr Besu­cher zäh­le man.

Muse­ums­lei­ter Harald Bur­ger wies auf die enger Ver­bin­dung Schram­bergs zum Auto hin: Eines der ers­ten Autos über­haupt habe Arthur Jung­hans von Gott­lieb Daim­ler gekauft und sei damit „hier her­um­ge­knat­tert“, berich­te­te er. Er infor­mier­te über die zahl­rei­chen Aktio­nen und Son­der­schau­en, die das Muse­um ver­an­stal­tet habe: Von den Dampf­ta­gen, die Wahl der Schwarz­wald-Uhr des Jah­res, der „Wirt­schafts­wun­der-Klas­sik” über den Schwarz­wald­tou­ris­mus­tag bis hin zu einem Kon­zert im Rah­men des Schwarz­wald-Musik­fes­ti­vals vor weni­gen Wochen.

Das Schram­ber­ger Muse­um gehö­re gemein­sam mit der Auto­samm­lung Steim zu den „Top Ten der deut­schen Auto-Muse­en“. Vie­le Old­ti­mer-Clubs kämen vor­bei. Seit die Muse­ums­leu­te das Erd­ge­schoss umge­stal­te­te hät­ten, lie­ßen sich schnell hier Ver­an­stal­tun­gen für bis zu 200 Per­so­nen abhal­ten.

In die­sem Som­mer soll es wie­der die Wirt­schafts­wun­der-Klas­sik geben mit einem „umsonst-und-drau­ßen-Abend“ zu den Sieb­zi­gern, kün­dig­te Bur­ger an. Eine „beson­de­re Geschich­te“ wer­de eine Ver­kaufs­aus­stel­lung von Zwei­rad-Old­ti­mern im Herbst: „Gara­gen­gold“. Wer ein his­to­ri­sches Motor­rad, Moped oder Fahr­rad los­wer­den will, kann es ins Muse­um stel­len und auf einen Käu­fer hof­fen.

Da die Kas­se von Anne­lie­se Mül­ler in „ein­wand­frei­em Zustand sei, wie Kas­sen­prü­fer Wolf­gang Flaig bestä­tig­te, konn­te Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog die Ent­las­tung des gesam­ten Vor­stand bean­tra­gen, die auch ein­stim­mig erfolg­te.

Im Anschluss an den offi­zi­el­len Teil zeig­te Ban­hol­zer einen Bil­der­bo­gen über die acht­jäh­ri­ge Geschich­te des Ver­eins und des Muse­ums.

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