Bärenweg in Sulgen: Spätestens ab 1. August offen

Anwohner ärgern sich / Rechtslage ist klar: Stadt muss genehmigen

SCHRAMBERG –  Im Bärenweg errichtet die Schramberger Spittelbau ein Mehrfamilienhaus. Dafür  musste der Bärenweg  gesperrt werden. Die Anwohner der Bärensiedlung haben das schon bisher bedauert, weil für sie ein Umweg notwendig wurde. Doch jetzt, so schreibt uns eine Betroffene, sei der gefährliche Kran im Bärenweg schon längere Zeit abgebaut „und immer noch herrscht Durchgangsverbot für die Fußgänger“. Sie fragt, wie lange der Bauherr „Spittelbau“ die Sperrung noch aufrechterhalten wolle.

 Für ältere Bewohner der Bärensiedlung, vor allem Gehbehinderte mit Rollator, sei es sehr beschwerlich die Umwege zu gehen.  Es hätten sich schon viele Leute bei der Spittelbau beschwert. Das Unternehmen weise auf die zugelassene Sperrung bis 31.Juli und die Gefahr im Baubereich hin. „Wo bitte ist die Verhältnismäßigkeit von einem vollgesperrten Straßenabschnitt wegen Flaschner- und Malerarbeiten in einem Neubau“, fragt die Leserin.

Ab 1. August frei für alle

Wir haben Fachbereichsleiter Matthias Rehfuß dazu gefragt. Er erklärt zum einen, dass er die Anwohner und ihren Unmut verstehen kann. Es sei klar vereinbart, dass die Genehmigung zur Sperrung des Bärenwegs bis Ende Juli läuft. „Danach ist er sowohl befahr- als auch begehbar“, so Rehfuß.

Andererseits kämen wegen des Innenausbaus des Gebäudes doch täglich bis zu 17 Fahrzeuge von Handwerkern der verschiedenen Gewerke auf die Baustelle und die müssten ihr Material vor Ort bringen können. „Die Öffnung schränkt die Baufirmen ein“, gibt er zu bedenken, „aber wir kriegen das hin.“

Rehfuß verweist auf die Rechtslage: „Wenn ein Bauherr einen Antrag auf Verkehrssperrung stelle, müsse die Stadt des genehmigen. Deshalb danke er auch der Spittelbau für die Offenheit, jetzt den Bärenweg wieder zu öffnen. „Die Firma hätte auf einer Verlängerung bestehen können.“

Zur Verkehrssicherheit erklärt Rehfuß, dies sei Sache der Handwerksbetriebe. Da müsse eben ein Mitarbeiter ein Lieferfahrzeug einweisen und sorgen, dann niemand gefährdet werde.

 

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