Eine Familie in Palmari mit ihrer Zisterne. Foto: pm

Die Haupt­ver­samm­lung der Hai­ti-Hil­fe Schram­berg (HHS) stand im Zei­chen des Berichts über die Arbeit und die Akti­vi­tä­ten des ver­gan­ge­nen Jah­res, über die Finan­zen, sowie von Wah­len, not­wen­di­gen Ent­schei­dun­gen und einer Sat­zungs­än­de­rung. Dies teilt der Ver­ein in einer Pres­se­mit­tei­lung mit.

Der Vor­sit­zen­de Jean-Marc Herr­gott dank­te zu Beginn sei­nes Berichts allen Paten, Spen­dern, Hel­fern und Unter­stüt­zern hier und in Hai­ti. Sie alle haben auf unter­schied­li­che Wei­se dazu bei­getra­gen, dass seit 38 Jah­ren Kin­dern und ihren Fami­li­en in vie­len Berei­chen gehol­fen wer­den konn­te. Sein beson­de­rer Dank mit einem Blu­men­gruß galt in die­sem Jahr Sybil­le Brug­ger für ihre lang­jäh­ri­ge Unter­stüt­zung in vie­len Berei­chen.

Dass aller­dings ein­schnei­den­de Ver­än­de­run­gen anste­hen zeig­te sein Bericht. Es gab im Jahr 2018 kei­ne neu­en Pro­jek­te in Hai­ti, älte­re klei­ne­re wur­den jedoch wei­ter ent­wi­ckelt. Durch neue Spen­den konn­ten fünf neue Zis­ter­nen in Palma­ri gebaut wer­den und der Bau der Schu­le am Wai­sen­haus ist um ein Stock­werk gewach­sen. Im Sep­tem­ber 2018 besuch­ten 330 Schü­ler in 12 Klas­sen die Schu­le und die 37 Wai­sen­kin­der haben ihre Räu­me bekom­men. Auch die vie­len Paten­schaf­ten und Spen­den wur­den vor Ort wei­ter ver­wal­tet.

Grö­ße­re Umstruk­tu­rie­run­gen sind nun aber nötig, da das Kin­der­mis­si­ons­werk in Aachen (KMW) seit Anfang 2019 kei­ne Ein­zel­pa­ten­schaf­ten mehr för­dert, son­dern nur noch kon­zep­tio­nell ver­ein­bar­te Hilfs­pro­jek­te für Kin­der unter­stützt. Wunsch und Ziel der HHS in den kom­men­den Mona­ten ist jedoch, mit den Ver­ant­wort­li­chen in Hai­ti und dem KMW Pro­jek­te zu ver­ein­ba­ren, in denen mög­lichst vie­le Paten­kin­der ein­ge­bun­den wer­den. Denn die bis­he­ri­ge auf­wän­di­ge Arbeit mit den Ein­zel­pa­ten­schaf­ten ist für die Vor­stand­schaft man­gels per­so­nel­ler Unter­stüt­zung künf­tig nicht mehr leist­bar. Ange­dacht ist auch, dass inter­es­sier­te Paten­el­tern sich zusam­men­schlie­ßen und ihre Kin­der unab­hän­gig von der HHS wei­ter­hin unter­stüt­zen kön­nen.

Im Finanz­be­richt von Albert Bäu­mer waren im Jahr 2018 Über­wei­sun­gen nach Hai­ti in Höhe von 239.700 Euro von der HHS aus­ge­wie­sen und 48.079 Euro vom Kin­der­mis­si­ons­werk in Aachen (KMW) für die lau­fen­den Auf­ga­ben auf­ge­führt. Um welch gro­ße Unter­stüt­zungs­leis­tung es sich seit 1980 han­delt, zeigt sich an der Gesamt­sum­me von 9.020.343 Euro.

Der von Revi­so­rin Mech­tild Hun­zin­ger vor­ge­tra­ge­ne Revi­si­ons­be­richt beschei­nig­te dem Kas­sier eine ein­wand­freie Kas­sen­füh­rung. Kas­sier Albert Bäu­mer sowie die gesam­te Vor­stand­schaft wur­de ein­stim­mig ent­las­tet.

Die anste­hen­den Wah­len konn­ten zügig abge­wi­ckelt wer­den. Für das Amt des stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den kan­di­dier­te Micha­el Por­zelt, der ein­stim­mig gewählt wur­de. Für wei­te­re drei Jah­re wur­de Albert Bäu­mer als Kas­sier bestä­tigt, eben­so die Bei­sit­ze­rin­nen Bar­ba­ra Por­zelt und Doris See­ger. Die Revi­so­rin­nen Mech­tild Hun­zin­ger und Irm­gard Schenk sind für ein wei­te­res Jahr im Amt.

Auf­grund der Ent­schei­dung des Kin­der­mis­si­ons­werks in Aachen, seit dem 1.Januar 2019 kei­ne Ein­zel­pa­ten­schaf­ten, son­dern nur noch kon­zep­tio­nell ver­ein­bar­te Hilfs­pro­jek­te für Kin­der zu unter­stüt­zen, folg­te die Ver­samm­lung dem Beschluss des Vor­stands, die Ein­zel­pa­ten­schaf­ten zum 30. Juni 2019 zu been­den. Über die Ent­schei­dun­gen und Umstruk­tu­rie­run­gen wer­den alle Paten in einem Brief Anfang Juni umfas­send infor­miert.
Im Hin­blick auf die Zukunft des Ver­eins wur­de vor­aus­schau­end eine Sat­zungs­än­de­rung beschlos­sen. Die­se sieht im Fal­le einer Auf­lö­sung vor, dass ver­blei­ben­de Gel­der durch das Kin­der­mis­si­ons­werk zweck­ge­bun­den für Hil­fe in Hai­ti ein­ge­setzt wer­den müs­sen.
Da sich im Hin­blick auf die Zukunft der Hai­ti-Hil­fe eini­ge orga­ni­sa­to­ri­sche Auf­ga­ben mit dem KMW und mit den Ver­ant­wort­li­chen in Hai­ti erge­ben, ist eine zwei­te Haupt­ver­samm­lung für Ende des Jah­res 2019 geplant, um wei­te­re Ent­schei­dun­gen zu tref­fen.