In dem Gebiet zwischen Straße am Sonnenberg und dem Bauernhof soll das Neubaugebiet entstehen. Archivfoto: him

SCHRAMBERG –  Das Ver­fah­ren um den Bebau­ungs­plan für  das Neu­bau­ge­biet Berg­a­cker IV in Ten­nen­bronn beglei­te Rat und Ver­wal­tung „ schon das ein oder ande­re Jahr“, wit­zel­te Stadt­pla­nungs­lei­ter Bent Liebrich im Aus­schuss für Umwelt und Tech­nik (AUT). 2016 hat­te der Rat beschlos­sen in dem Gebiet am Son­nen­berg in Ten­nen­bronn Bau­plät­ze zu erschlie­ßen.

Mit dem inzwi­schen ein­ge­führ­ten Para­graf-13b-Ver­fah­ren geht es schnel­ler, denn es fal­len eini­ge Anfor­de­run­gen weg. Ein ers­ter städ­te­bau­li­cher Ent­wurf kam 2018 auf den Rats­tisch. Im AUT stell­te Liebrich am Don­ners­tag einen Bebau­ungs­plan­ent­wurf vor, der im Juni öffent­lich aus­ge­legt wer­den soll. Vor­ge­se­hen hat die Stadt 13 Bau­plät­ze, auf denen Ein­zel- oder Dop­pel­häu­ser mit maxi­mal zwei Voll­ge­schos­sen errich­tet wer­den dür­fen. Je Gebäu­de sol­len nur zwei Woh­nun­gen zuläs­sig sein.

Zufahrt schwierig zu lösen

Eine Zufahrt­stra­ße von der Stra­ße „Am Son­nen­berg“ soll mit einem Wen­de­ham­mer enden. An die­ser Stra­ße sind auch öffent­li­che Park­plät­ze vor­ge­se­hen. Die Anbin­dung an die Stra­ße „Am Son­nen­berg“ sei wegen der Topo­gra­fie schwie­rig, so Liebrich. „Ein nor­ma­les Auto schafft das, ein tie­fer geleg­ter Sport­wa­gen wohl eher nicht.“  Die­se müss­ten einen Umweg  wäh­len und aus der ande­ren Rich­tung vom Fried­hof her in das Neu­bau­ge­biet ein­fah­ren.

Dis­ku­tiert wur­de im AUT die Geschoss­flä­chen­zahl – sie gibt an, wie groß  der Wohn­raum im Ver­hält­nis zur Grund­stücks­flä­chen sein darf. Sowohl Ver­tre­ter von CDU als auch von SPD/Buntspecht plä­dier­ten für eine höhe­re Geschoss­flä­chen­zahl. Rein­hard Gün­ter wünscht sich zudem, auch drei Voll­ge­schos­se zuzu­las­sen, um wegen des Woh­nungs­man­gels hier Mög­lich­kei­ten zu schaf­fen. Aus städ­te­bau­li­cher Sicht warn­te Liebrich davor, es kön­ne zu extre­men Unter­schie­den bei den Gebäu­den füh­ren.

Der bebau­ungs­plan­ent­wurf mit der „spit­zi­gen” Zufahrt ins Neu­bau­ge­biet. Gra­fik: Stadt Schram­berg

Patrick Fleig (CDU) fand die Zufahrt „pro­ble­ma­tisch“ und schlug eine Absen­kung der Ein­fahrt vor. Dis­ku­tiert wur­de auch, ob die Höhe der Grund­stücks­be­gren­zun­gen auf 80 Zen­ti­me­ter fest­ge­legt wer­den müs­se, wel­che Dach­for­men zuläs­sig sein sol­len und was gegen die „Schot­ter­gär­ten“ unter­nom­men wer­den kann. Die 80 Zen­ti­me­ter sei­en auch wegen der Ver­kehrs­si­cher­heit wich­tig, so Liebrich.

Bei den Dach­for­men wol­le man mit Pult‑, Sat­tel- und Flach­dä­chern größt­mög­li­che Frei­hei­ten für die Bau­her­ren bie­ten, so Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog. Das Anle­gen von Schot­ter­gär­ten ist laut Bebau­ungs­plan nicht zuläs­sig. Weil noch eini­ge Fra­gen in den Frak­tio­nen dis­ku­tiert wer­den sol­len, fass­te der Aus­schuss kei­nen Emp­feh­lungs­be­schluss. Nächs­te Woche wird der Gemein­de­rat ent­schei­den und dann den Ent­wurf offen legen.

Info: Nach der Offen­la­ge wer­den die ein­ge­hen­den Anre­gun­gen und Beden­ken abge­ar­bei­tet. Nach der Ver­ab­schie­dung des Bebau­ungs­pla­nes folgt die Erschlie­ßungs­pla­nung. Fach­be­reichs­lei­ter Rudolf Mager geht davon aus, dass „die Erschlie­ßung nächs­tes Früh­jahr beginnt und Ende 2020 die ers­ten Häu­ser gebaut wer­den kön­nen.“