NRWZ.de, 11. April 2020, Autor/Quelle: Martin Himmelheber (him)

Bernecktal gesperrt?  – Juckt doch nicht! Die Polizei schon!

Seit einigen Wochen laufen im Bernecktal zwischen Schramberg und Tennenbronn wieder Felssicherungsarbeiten. Mineure der Firma Sachtleben  lassen lose Felsbrocken ins Tal poltern, bohren Löcher in den Fels und spannen Sicherungsnetze.

Weil die Arbeiten sehr gefährlich sind, ist die Strecke  für alle Verkehrsteilnehmer vollständig gesperrt.

Jemand hat am Karfreitag ein Sperrgitter zur Seite geräumt.

Für alle? Man sollte meinen, die Verkehrszeichen und die Absperrgitter sind eindeutig. Doch am Karfreitag hatte jemand eine Sperre zur Seite geschoben und  immer wieder schlängelten sich Auto- und Motorradfahrer an der Absperrung vorbei.

Ein Autofahrer fährt ins Tal…

Weiter hinten im Tal hatte die Baufirma einen Bagger quer über die Fahrbahn platziert – und auch da, so war zu hören, sind einzelne noch vorbeigekurvt. Unverständlich. Der ausgeschilderte Umweg über Hardt kostet nur wenige Minuten Zeitverlust.

…an der Absperrung angekommen, hält er an….

…entdeckt die Lücke….

…und fährt weiter.

Nachtrag: Dieser Artikel war am heutigen Samstag vielleicht eine Stunde online, da fährt eine Polizeistreife ins Bernecktal. Am Berneckbadparkplatz warten die Beamten vielleicht drei Minuten, da brettert ein Motorradfahrer an ihnen vorbei. Sie setzen nach – und währenddessen kommt ein anderer Biker ihnen aus Richtung Tennenbronn entgegen.

Dieser hat wohl Glück gehabt, denn die Beamten haben den ersten Motorradfahrer weiter verfolgt. (Es war übrigens reiner Zufall, dass ich die Szene beobachtet habe, ich war auf dem Weg zum Mittagessen, als die Streife an mir vorbei Richtung Bernecktal fuhr – und mein Wunderfitz war geweckt….)

Eine Polizeistreife nimmt die Verfolgung auf – da kommt ihr ein anderer Motorradfahrer entgegen (Pfeil).

… er hat Glück, denn die Beamten wollen den anderen schnappen.

 

Bernecktal gesperrt? – Juckt doch nicht! Die Polizei schon!