Bebauungsplan Birkenhof: Die große Wiese beim „Hotel Drei König“ (rechts) soll nun teilweise frei bleiben und ansonsten weniger dicht mit Obstbäumen bepflanzt werden. Foto: him

SCHRAMBERG  (him) –  Ohne grö­ße­re Debat­te hat der Gemein­de­rat  den Bebau­ungs­plan­ent­wurf für den Bereich Bir­ken­hof auf dem Sul­gen gebil­ligt. Ledig­lich Bernd Rich­ter (ÖDP) lehn­te die Beschluss­vor­schlä­ge der Ver­wal­tung in Tei­len ab oder ent­hielt sich der Stim­me.

Die Frak­ti­on SPD-Bunt­specht erklär­te, man sei zwar wei­ter grund­sätz­lich gegen die Bebau­ung. Der Rat habe anders ent­schie­den. Nun gehe es um Plan­de­tails und da mache „Fun­da­men­tal­op­po­si­ti­on kei­nen Sinn“.

Das gesam­te Pro­jekt war in der Ver­gan­gen­heit umstrit­ten, weil das Gebiet eigent­lich offen gehal­ten wer­den soll­te. Ins­be­son­de­re Rich­ter und die ÖDP, aber auch die SPD-Bunt­specht­frak­ti­on hat­ten sich dage­gen gewandt, dem Wunsch nach­zu­ge­ben, ein Gar­ten­grund­stück zu bebau­en.

Die Rats­mehr­heit hat­te den­noch einen Bebau­ungs­plan­ent­wurf Bir­ken­hof auf den Weg gebracht. Stadt­pla­ner Ken Liebrich vom Fach­be­reich 2 stell­te die ein­ge­gan­ge­nen Ein­wän­de von Behör­den und Bür­gern vor. Dabei ging es auch um eine klei­ne Gebiets­er­wei­te­rung.

Umstrittene Obstbäume

Ins­be­son­de­re aber war die von den Pla­nern vor­ge­se­he­ne Streu­obst­wie­se im Bereich zwi­schen Hotel Drei König und der Mari­en­ka­pel­le umstrit­ten. Im Bebau­ungs­plan ist die­se Wie­se als Öko­aus­gleichs­flä­che vor­ge­se­hen. Gegen die gro­ße Zahl von Obst­bäu­men hat­ten nicht nur Anlie­ger wie der Hote­lier vom „Drei König“, son­dern auch die Unte­re Natur­schutz­be­hör­de Ein­wän­de.

Die Natur­schüt­zer kri­ti­sie­ren, zu vie­le Obst­bäu­me wür­den die Ent­wick­lung einer Mager­wie­se beim Bir­ken­hof behin­dern. Der Besit­zer des „Drei König“ sieht sich durch die Obst­bäu­me benach­tei­ligt, weil die Bäu­me die Sicht vom Hotel ins Tal und umge­kehrt behin­der­ten. Das habe für sei­nen Betrieb wirt­schaft­li­che Nach­tei­le. Die Pla­ner haben ein Ein­se­hen: Sie redu­zie­ren die Zahl der Bäu­me jetzt deut­lich.