Bürgerbus Schramberg: Drei weitere Jahre gesichert

Bürgerbus Schramberg: Drei weitere Jahre gesichert

Der Schramberger Bürgerbus kann drei weitere Jahre in Schramberg und Sulgen fahren. Der Verwaltungsausschuss hat einmütig zugestimmt, den Vertrag mit dem Bürgerbusverein um drei weitere Jahre zu verlängern. Auch soll die Stadt eine entsprechende Konzession beim Landkreis beantragen.

Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr nannte den Bürgerbus „ein außerordentlich tolles Beispiel für ehrenamtliches Engagement“.  Fachbereichsleiterin Susanne Gwosch versicherte, die Fahrgastzahlen hätten sich gut entwickelt. Der Bürgerbus werde 2020 wohl ohne städtischen Zuschuss auskommen, er sei „eine wichtige Ergänzung für den Öffentlichen Personennahverkehr“.

Lob von allen Seiten

CDU-Sprecher Thomas Brantner nannte den Bürgerbus eine „gute Sache“ und empfahl den Vertrag zu verlängern. Ob denn nicht doch der Bürgerbus zwischen Sulgen und der Talstadt verkehren könne, etwa wenn er über die Steige fahren würde, wollte sein Fraktionskollege Jürgen Winter wissen. Auch da sei die SBG-Konzession im Weg. „Das kriegen wir nicht hin“, so Gwosch.

Als „fachkundiger Bürger“ durfte Matthias Kohlhase, der Vorsitzende des Bürgerbusvereins, ebenfalls sich äußern. Er sah den seitherigen Stundentakt in Gefahr, würde der Bus  auf seinen Runden auch noch zwischen der Talstadt und dem Sulgen pendeln.

Kohlhase: Bus hält noch drei Jahre

Gertrud Nöhre (SPD-Buntspecht) bewunderte das ehrenamtliche Engagement der Fahrer, fragte aber auch nach dem Zustand des Busses. Da müsse sie sich keine Sorge machen, so Kohlhase. Er habe zwar „seine kleinen Mucken“, er sei aber guten Mutes, dass der Bus noch drei Jahre fährt. Eine „kontinuierliche Steigerung der Fahrgastzahlen“, sah Udo Neudeck (Freie Liste). Während der Corona-Pandemie und des Lockdowns im Frühjahr habe er den ein oder anderen gehört, der gesagt habe, er wisse gar nicht, was er ohne Bürgerbus machen solle.

Bernd Richter (ÖDP) freute sich, dass sich so viele im Verein engagierten. Sollte der Bus nicht durchhalten, müsse die Stadt „in den sauren Apfel beißen und einen Ersatzbus anschaffen“.

Problem Fahrernachwuchs

Tanja Witkowski (SPD-Buntspecht) fragte nach dem Fahrernachwuchs. Da, so Kohlhase, werde der Verein Ende des Jahres eine Zäsur erleben, denn dann liefen die ersten Führerscheine aus und müssten neu vergeben werden. Wenn der Verein pro Jahr einen oder zwei neue Fahrer gewinne, sei man schon glücklich. Das Nachwachsen von Fahrern sei nicht so einfach. Nach der Coronapause im Frühjahr hätten aber fast alle bisherigen Fahrer weitergemacht, so Kohlhase.

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 9. November 2020 von Martin Himmelheber (him). Erschienen unter https://www.nrwz.de/schramberg/buergerbus-schramberg-drei-weitere-jahre-gesichert/291776