CDU: Johannes Grimm verzichtet auf Vorsitz

Johannes Grimm verzichtet auf CDU-Parteiämter. Foto: him

Bei der Mit­glie­der­ver­samm­lung der CDU-Schram­berg am 24. Janu­ar wird es einen Wech­sel an der Spit­ze geben. Der Vor­sit­zen­de des CDU-Stadt­ver­band, Johan­nes Grimm, wird nicht erneut kan­di­die­ren. Er will sich ganz aus der Vor­stands­ar­beit zurück­zie­hen.

Das geht aus einer Ein­la­dung zur Mit­glie­der­ver­samm­lung her­vor, die Grimm die­ser Tage an die CDU-Mit­glie­der ver­schickt hat­te. Auf der Tages­ord­nung für die Ver­samm­lung im Kreuz ste­hen die übli­chen Regu­la­ri­en wie Rechen­schafts­be­rich­te und Neu­wah­len, aber auch eine Bei­trags­er­hö­hung.

Nach der Tages­ord­nung schreibt Grimm: „Mit die­ser Mit­glie­der­ver­samm­lung endet mei­ne Amts­zeit als CDU-Stadt­ver­bands­vor­sit­zen­der von Schram­berg. Ich wer­de nicht erneut für ein Amt kan­di­die­ren. Für die ver­trau­ens­vol­le Zusam­men­ar­beit wäh­rend der letz­ten vier Jah­re dan­ke ich Ihnen.“

Rückzug hat private Gründe und „nichts mit der Fraktion zu tun”.

Grimm, der auch im Schram­ber­ger Stadt­rat Mit­glied der CDU-Frak­ti­on ist, gibt in die­sem Brief kei­ne Begrün­dung für sei­nen Schritt. Als die CDU-Frak­ti­on sich vor zwei Jah­ren von ihrem Frak­ti­ons­mit­glied Jür­gen Reu­ter trenn­te, hat sich Grimm für ein hal­bes Jahr aus gesund­heit­li­chen Grün­den beur­lau­ben las­sen.

Johan­nes Grimm und Jür­gen Reu­ter bei einem Vor-Ort-Ter­min des Aus­schus­ses für Umwelt und Tech­nik im Kirn­bach­tal im Som­mer 2015. Archiv-Foto: him

Auf Nach­fra­ge der NRWZ ver­si­chert Grimm, sein Amts­ver­zicht habe „nichts mit der Frak­ti­on zu tun.”  50 Mona­te an der Spit­ze des Stadt­ver­ban­des sei­en „für einen kör­per­lich ein­ge­schränk­ten Men­schen genug”. Er ver­weist auf sei­ne gro­ße Fami­lie und dass er dane­ben auch noch berufs­tä­tig sei – Grimm lei­tet das Finanz­amt in Obern­dorf. Zu poli­ti­schen Dif­fe­ren­zen inner­halb der CDU schreibt Grimm: „Wir rau­fen uns poli­tisch präch­tig, wie das in einer gro­ßen Par­tei guter Brauch ist.”