Schram­berg „Chro­nos und Kai­ros im Gar­ten der Zeit”

Chronos und Kairos im Garten der Zeit”

Podi­um Kunst zeigt Wer­ke von Ange­li­ka Flaig

Eine Schram­ber­ge­rin kehrt zurück. Mit der  Aus­stel­lung „Chro­nos und Kai­ros im Gar­ten der Zeit” von Ange­li­ka Flaig eröff­net Podi­um Kunst sein Jubi­lä­ums­jahr.

Alles geht um das The­ma Zeit und Augen­blick“, ver­si­chert die Künst­le­rin, die seit zwei Jah­ren in Sach­­sen-Anhalt lebt. So hat sie neun Bil­der auf einer gro­ßen Wand dem Pfar­rer und Uhr­ma­cher  Phil­ipp Matt­haus Hahn gewid­met, der im 18. Jahr­hun­dert in Korn­west­heim leb­te und arbei­te­te. „Eine Wandrit­zung Hahns mit einer Son­nen­uhr habe ich abfo­to­gra­fiert, auf einen Litho­gra­fiestein über­tra­gen und gedruckt“, erzählt sie.

Flaig ist in Schram­berg auf­ge­wach­sen und zur Schu­le gegan­gen. „Ich war Schü­le­rin von Franz Krisch.“ Der legen­dä­re Kunst­er­zie­her habe sie ermu­tigt, Male­rin zu wer­den: „Geh‘ dei­nen Weg.“ An der Aka­de­mie der Bil­den­den Küns­te in Stutt­gart stu­dier­te sie in den sieb­zi­ger Jah­ren.

Wenn man die Aus­stel­lungs­räu­me im Schram­ber­ger Stadt­mu­se­um betritt, stoppt eine gro­ße schwar­ze Flä­che mit vier alter­tüm­li­chen Büro­tisch­lam­pen den Gang. Ein „Mahn­mal gegen die Ver­sie­ge­lung der Natur” sei das. Die Lam­pen leuch­ten nicht mehr. Die asphalt­ar­ti­ge Flä­che sei auch ein Ver­frem­dungs­ef­fekt im Muse­um, erläu­tert die Künst­le­rin.

Eigens für Schram­berg hat sie eine Rei­he von Bil­dern gefer­tigt, die sich mit dem frü­he­ren Schloss und Schloss­park der von Bis­sin­gen und Nip­pen­burg beschäf­ti­gen. „Wie kann ich den Schram­ber­gern etwas illu­mi­nie­ren“, habe sie sich gefragt. Stadt­ar­chi­var Cars­ten Kohl­mann habe ihr den his­to­ri­schen Plan des alten Schlos­ses und sei­ner Gär­ten besorgt.

Ange­li­ka Flaig mit ihrer Inter­pre­ta­ti­on des Schram­ber­ger Schloss­park­plans. Fotos: him

Mit der Bewer­bung für eine Lan­des­gar­ten­schau bekom­me das nun Aktua­li­tät, wobei sie schon im ver­gan­ge­nen Jahr an den Bil­dern zu arbei­ten begon­nen habe. Die Park­an­la­gen sei­en  auch „Demons­tra­tio­nen der Macht“ gewe­sen. Mit Unter­stüt­zung des Kom­po­nis­ten Mat­thi­as Schnei­­der-Hol­­lek wer­de der Park mit digi­ta­len Mit­teln hör­bar: „Wer sein Smart­pho­ne an einen QR-Code hält, kann den Park hören“, ver­spricht die Künst­le­rin.

Info:

Die Aus­stel­lung ist bis zum 4. April im Schloss Schram­berg  von Diens­tag bis Sams­tag von 13 bis 17 Uhr, Sonn- und Fei­er­ta­ge von 11 bis 17 Uhr zu sehen.

 

Diesen Beitrag teilen …

Meistgelesen

Unfall zwischen Rottweil und Schömberg: drei Verletzte

Bei einem schwe­ren Ver­kehrs­un­fall auf der B 27 zwi­schen Rott­weil und Schöm­berg sind am Nach­mit­tag drei Per­so­nen ver­letzt wor­den. Dar­un­ter ein Elf­jäh­ri­ger,…

Folgen Sie uns

15,610FansGefällt mir
1,456Fol­lo­werFol­gen
1,100Fol­lo­werFol­gen

Schon gelesen?