Das Container-Matt-Gelände am 19. Dezember 2018

Auf dem Gelän­de am Stadt­ein­gang Nord in Schram­berg ste­hen eini­ge Con­tai­ner, Bau­schutt türmt sich, ein Schau­fel­la­der füllt Holz­pa­let­ten in einen Con­tai­ner. Bau­ar­bei­ter haben um die LKW-Waa­ge einen Gra­ben aus­ge­ho­ben. „Wir bau­en die Waa­ge aus“, berich­tet Susan­ne Ses­ter, die Geschäfts­füh­re­rin von Con­tai­ner Matt auf Nach­fra­ge der NRWZ.

Zu den ande­ren Akti­vi­tä­ten woll­te sie nichts sagen. Gefragt, ob denn dem Abzugs­ter­min 31. Dezem­ber 2018 nicht schon meh­re­re ande­re Ter­mi­ne vor­aus­ge­gan­gen waren, bestä­tig­te Susan­ne Ses­ter, dass die Kün­di­gung schon vor vier Jah­ren ein­ge­gan­gen war. Ob es denn nicht Auf­la­gen gege­ben habe, das Gelän­de auf­zu­räu­men? Ant­wort: „Wir waren der Stadt schon immer ein Dorn im Auge.“ Ob der Umzug  ins Gewer­be­ge­biet Bram­bach nicht dar­an geschei­tert war, dass ihr Unter­neh­men ein Gut­ach­ten für das Land­rats­amt nicht bei­brach­te? Susan­ne Ses­ter ver­weist auf einen Zei­tungs­ar­ti­kel im „Schwarz­wäl­der Boten“ und erklärt das Gespräch für been­det.

Es kommt auf die Per­spek­ti­ve an. Auf­ge­räum­tes Matt-Gelän­de mit Con­tai­nern…

Zu die­sem Arti­kel hat die Stadt­ver­wal­tung – ganz gegen ihre sons­ti­ge Übung – eine aus­führ­li­che Stel­lung­nah­me abge­ge­ben. Dar­in stellt die Stadt klar, dass der 2003 geschlos­se­ne Miet­ver­trag eine sechs­mo­na­ti­ge Kün­di­gungs­frist vor­sah.  Am 15. Dezem­ber 2014 kün­dig­te die Stadt zum 30. Juni 2015 frist­ge­recht: „Als Grün­de wur­den der unor­dent­li­che Zustand der Pacht­flä­che sowie die erfor­der­li­che Flä­chen­ver­füg­bar­keit für die Rea­li­sie­rung der Tal­um­fah­rung genannt.“ Danach ver­mit­tel­te die Stadt den Kon­takt zu einem Grund­ei­gen­tü­mer im Bram­bach, um den Betrieb dort­hin zu ver­la­gern. Die Ver­la­ge­rung schei­ter­te, weil Matt vom Land­rats­amt kei­ne Geneh­mi­gung nach dem Bun­des­im­mis­si­ons­schutz­ge­setz bekam. Ein ent­spre­chen­des Lärm­gut­ach­ten hat­te die Fir­ma nicht bei­gebracht.

… und einen Schritt nach links: das­sel­be Gelän­de noch nicht geräumt. Fotos: him

Der Ver­wal­tungs­aus­schuss ver­län­ger­te dar­auf­hin das Pach­ten­de bis 30. Juni 2016, for­der­te aber von der Fir­ma die „sofor­ti­ge Her­stel­lung eines optisch ein­wand­frei­en Zustands“. Da dies nicht geschah und das Gelän­de bis zum 30. Juni nicht geräumt war, gab es einen wei­te­ren Auf­schub bis zum 17. August. Als auch die­se Frist ver­stri­chen war, hat die Stadt Räu­mungs­kla­ge erho­ben. Fast ein Jahr spä­ter gab es einen Ver­gleich: Matt besei­tigt alle Gebäu­de auf dem Gelän­de bis 31. Mai 2018 und räumt zum 30. Novem­ber 2018 das Gelän­de kom­plett. Erst nach wei­te­ren Mah­nun­gen ließ Matt im Som­mer die Gebäu­de abbre­chen.

Der Ter­min 30. Novem­ber ist eben­falls ver­stri­chen, und die Stadt hat Matt nun bis zum 31. Dezem­ber Zeit ein­ge­räumt. „Aus Sicht der Stadt­ver­wal­tung hat­te die Fir­ma Matt fast vier Jah­re Zeit, den Stand­ort Am Rap­pen­fel­sen zu räu­men.“

Und was sagt Susan­ne Ses­ter: „Der Stand­ort ist geschlos­sen.“