Dauerfreundschaft: Pierre-André Périssol und Martin Knebel

Französischer Gast von Mini-Schramberg beeindruckt / Ex-Minister im Rathaus

Französischer Bürgermeisterkollege im Rathaus zu Gast (von links): Oberbürgermeister Thomas Herzog, Claudia Knebel, Pierre-André Périssol und Dr. Martin Knebel. Foto: him

SCHRAMBERG  (him) – Was mit einem Schüleraustausch begann, ent­wi­ckel­te sich zu einer lebens­lan­gen deutsch-französischen Freundschaft. Vor 55 Jahren kam Pierre-André Périssol zu ers­ten Mal nach Schramberg und leb­te hier bei der Familie Knebel. Martin Knebel besuch­te sei­ner­seits als jun­ger Bursche die Perissols.

Martin stu­dier­te spä­ter Medizin und prak­ti­zier­te jahr­zehn­te­lang als Arzt in Schramberg. Pierre-André dage­gen schlug einen ande­ren Weg ein: Er stu­dier­te an der berühm­ten „École poly­tech­ni­que françai­se” und ging in die Politik. Er wur­de unter Bürgermeister Jaques Chiraque stell­ver­tre­ten­der Bürgermeister von Paris. Als die­ser Präsident wur­de, mach­te er 1995 Périssol zum  Wohnungsbauminister von Frankreich. Das blieb er aber nur zwei Jahre.

Seit 22 Jahren ist er nun Bürgermeister von Moulins, einer wun­der­ba­ren mit­tel­al­ter­li­chen Stadt in der Auvergne, aus der die Bourbonen kom­men“, wie Knebel berich­tet. Périssol war auch mehr­fach Abgeordneter sei­ner Region im fran­zö­si­schen Parlament. Er ist Mitglied in einer Freimaurerloge.

Besuch im Rathaus

Dieser Tage war der 70-jährige Périssol wie­der mal in Schramberg bei Claudia und Martin Knebel zu Besuch. Oberbürgermeister Thomas Herzog emp­fing des­halb sei­nen fran­zö­si­schen Kollegen und zeig­te ihm das Rathaus – in dem gra­de die Mini-Schramberg-Spielstadt begon­nen hat­te.

Einen ganz beson­ders star­ken Eindruck habe Mini-Schramberg auf Périssol gemacht, erzählt Dr. Knebel wei­ter. Das Konzept wol­le er „ger­ne nach Frankreich mit neh­men“.