Der neue Goldgrubbrunnen ist ganz der alte

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Ende Oktober hat die Schlosserei King aus Lauterbach den neuen Goldgrubbrunnen an der Steige montiert und angeschlossen. Manch älterer Schramberger hat sich über das etwas klobige Teil gewundert, denn der frühere Goldgrubbrunnen war doch deutlich schlanker. „Stimmt“, sagt Tiefbauchef Konrad Ginter, „aber wir haben uns am historischen Vorbild orientiert.

Schramberg. Der Brunnen der zuletzt dort stand, war ein Ersatz für einen wirklich alten Brunnen. Der jetzige Brunnen entspricht dem, der ursprünglich von der Brunnengesellschaft angeschafft worden war. Ein Zeitungsartikel in der Schwäbischen Zeitung von 1986 zeigt eine Aufnahme aus dem Jahr 1936, als der Goldgrubbrunnen versetzt werden musste.

Fotoausschnitt aus der SZ von 1986

Offizielle Vorstellung

Zur offiziellen Vorstellung am Montagvormittag hatte Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr neben Ginter auch Reinhard Fichter und Peter Volkmer von der Goldgrubenvereinigung eingeladen. Sie berichtete, dass der ursprüngliche Brunnen seit 1865 hier stand.

Bei Umbauarbeiten an der Steig sei der dann 1983 verloren gegangen, erzählt sie – und muss sich korrigieren lassen, da habe man ihn gesucht. Damals sei nur ein Teil beim Bau der Fußgängerzone verschwunden, bei der jüngste Sanierung dann gleich beide Teile.

25.000 Euro für den Nachbau

Sie sei jedenfalls dankbar, dass der Brunnen nun wieder stehe. Gekostet habe der Nachbau etwa 25.000 Euro. Die Firma Kaupp habe noch für 2000 Euro den Brunnen pulverbeschichtet. Der Brunnen sei identitätsstiftend, so Eisenlohr. Zum früheren meinte Vollmer er hoffe, dass er nicht verschrottet wurde, „sondern irgendwo einen Garten ziert“. Bei Schrott-Wöhrle sei er jedenfalls nicht gelandet, habe er sich erkundigt.

Wie in jedem Winter sei der Brunnen abgeschaltet, ab April soll dann wieder Frischwasser fließen, das sie Stadtwerke kostenlos bereitstellen, so Ginter. Vielleicht werde man eines Tages auch Wasser vom Brunnen am Heideckle hier nutzen können. „Die Leerrohre liegen schon.“

Nun also steht der Brunnen wieder und Reinhard Fichter ist zufrieden. „Er ist schöner als der, der vorher da war.“

Thomas Weilacher schrieb diesen amüsanten Artikel damals in der Schwäbischen Zeitung. Foto: Stadtarchiv

 

 

 

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