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Donnerstag, 12. Dezember 2019
Start Schram­berg Die Fas­sa­de brö­ckelt

Die Fassade bröckelt

Evan­ge­li­sche Kir­chen­ge­mein­de star­tet Ret­tungs­ak­ti­on fürs alte Pfarr­haus


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SCHRAMBERG –  Beim Peter-und-Paul-Fest am Sonn­tag star­te­te die evan­ge­li­sche Kir­chen­ge­mein­de in Schram­berg ihre Spen­den­ak­ti­on: „Altes Pfarr­haus ret­ten – ich bin dabei“ Das Gebäu­de im spät­klas­si­zis­ti­schen Stil aus dem Jahr 1872 braucht drin­gend eine Fas­sa­den­sa­nie­rung.

Bei einer Tom­bo­la zuguns­ten der Akti­on kamen die ers­ten Euros zusam­men. Ins­ge­samt aller­dings, so Pfar­re­rin Mar­ti­na Schla­gen­hauf, müs­se die Gemein­de etwa 170.000 Euro auf­brin­gen, um ihren Anteil an den auf 350.000 Euro geschätz­ten Sanie­rungs­kos­ten auf­brin­gen zu kön­nen.

In einem Falt­blatt zur Spen­den­ak­ti­on schil­dert Cars­ten Kohl­mann die Geschich­te des Gebäu­des:  Der Bäcker­meis­ter Johan­nes Storz ließ sich das Haus an der „neu­en Stra­ße“, der heu­ti­gen Obern­dor­fer Stra­ße bau­en. Direkt dane­ben bau­te zur sel­ben Zeit die evan­ge­li­sche Gemein­de ihre Kir­che.

Nach dem Tod von Johan­nes Storz 1879 über­nahm der  Uhren­fa­bri­kant Erhard Jung­hans das Haus, bevor er 1886 in sei­ne Vil­la Jung­hans umzog. 1889 kauf­te die evan­ge­li­sche Kir­che das Haus und nutz­te es bis 1979 als Pfarr­haus. Danach befan­den sich die Kir­chen­pfle­ge im Gebäu­de und eine Haus­arzt­pra­xis. In den letz­ten Jah­ren betreibt Mut­pol  „die Schu­le des Lebens“ in dem Haus.

Bau­sün­de aus den 70er Jah­ren. Neu­er Zugang beschä­digt alte Bau­sub­stanz. Foto: him

Bei einer Ver­an­stal­tung der Kir­chen­ge­mein­de berich­te­te Archi­tekt Roland Hess, das Haus sehe eigent­lich ”ganz gut” aus. Aller­dings sei­en die Sand­stei­ne und der Putz an vie­len Stel­len beschä­digt. Ursa­che sei­en „Schad­stof­fe aus der Luft, Dau­er­feucht­stel­len durch Riss­bil­dun­gen und Frost­spren­gun­gen“, heißt es in dem Falt­blatt.

Näher betrach­tet erkennt man die Schä­den. Foto: him

Die schad­haf­ten Tei­le müs­sen ersetzt, ergänzt oder aus­ge­bes­sert wer­den. Durch die Ris­se könn­te schon seit lan­gem Regen­was­ser ein­drin­gen und zu wei­te­ren Schä­den füh­ren.

Nach dem Auf­takt am Sonn­tag plant die Kir­chen­ge­mein­de wei­te­re Aktio­nen, um „die beacht­li­che Rest­fi­nan­zie­rung zu sichern, die wir als Kir­chen­ge­mein­de zu stem­men haben“. Als nächs­tes bie­tet man vier badi­sche und würt­tem­ber­gi­sche Wei­ne  und einen „wun­der­ba­ren Sec­co“ an, so Schla­gen­hauf in ihrem Spen­den­auf­ruf.

Info: Spen­den erbit­tet die evan­ge­li­sche Kir­chen­ge­mein­de auf das Kon­to  DE38 6425 0040 0000 5416 68

 

 

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