D’Kräz 43 mit Rekordumfang

Historische aus Schramberg und Umgebung / Ab Samstag im Handel

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Alle Jahre wieder lädt die Vorsitzende des Museums- und Geschichtsvereins Annette Fuchs zusammen mit dem Redakteur Ewald Graf am Freitag vor dem ersten Advent zur Vorstellung der neuen Ausgabe der Zeitschrift „D’Kräz“ ein. Denn tags drauf erscheinen die „Beiträge zur Geschichte der Stadt und Raumschaft Schramberg“ und sind an etlichen Verkaufsstellen in und um Schramberg zu kaufen.

Schramberg. Diesmal ist das Titelbild in schwarz gehalten, denn vier Beiträge beschäftigten sich mit Krieg oder Tod, erläuterte Graf. Die Nummer 43 der D’Kräz hat 116 Seiten und damit „einen Rekordumfang. Es sind einfach so viele Geschichten zusammen gekommen“, erzählt Graf. Erstmals hat die Oberndorfer ottodruck das Heft gedruckt – und trotz größerem Umfang und Inflation bleibt der Preis bei acht Euro, freut sich Fuchs.

Drei Kriege und ein Kreuz

Der Bauernkrieg ist der erste von drei Kriegen, die im Heft thematisiert werden. Geschichtsstudent Robin Wußler hat untersucht, was drei Waldmössinger Bauern 1525 erlebt haben. Sie kamen in Haft und mussten schwören, nie wieder Gewalt gegen die Obrigkeit auszuüben.
Eine Fleißarbeit hat Dieter Kohlmann geliefert. Er hat untersucht, wer aus der Schramberger Gegend an den napoleonischen Feldzügen zwischen 1805 und 1815 beteiligt war. Er ist auf etwa 200 Namen gestoßen, „eine Fundgrube künftiger Forschung“, werde dies, ist Graf überzeugt.
Der Krippenbauer Ulrich Scheller beschäftigte sich mit der bekannten Krippe seines Vaters Max Scheller „Flucht über den Fluss“, mit der Scheller seine Flucht über den Dnepr verarbeitet hatte.
Hans Harter aus Schiltach ist erstmals mit einem Aufsatz in d’ Kräz vertreten. Er löst das Rätsel um die Herkunft des Schiltacher „Edelmann-Kreuzes“, dessen Spur nach Schramberg führt.

Aichhalden erstmals 1329 erwähnt

Zur ersten urkundlichen Erwähnung Aichhaldens hat Jürgen Hils aus Rottweil neue Erkenntnisse gewonnen. Demnach wurde Aichhalden im Jahr 1329 in einem Fürstenbergischen Urkundenbuch erstmals erwähnt. „Damit könnte Aichhalden 2029 ein 700-Jahr-Jubiläum feiern“, so Graf.
Von Günter Buchholz stammt ein Beitrag über die frühe demokratische Gesinnung Schramberger Bürger in der Revolution von 1848. Da hätten sich die Schramberger stark an der badischen Revolution und Friedrich Hecker orientiert.

Sandwäsche und Tös

Was die „Sandwäsche“ war und welche Bedeutung dieser bisher kaum erforschte Wirtschaftszweig hatte, das hat David Kuhner geforscht. Immerhin 18 solche Sandwäschen gab es in Schramberg und Umgebung. Reste kann man in den Wäldern bis heute entdecken.
Walter Klank berichtet aus seiner Kindheit und Jugend im Schramberger Tösviertel. Darin könne man neben amüsanten Geschichten auch viel über die Lebensumstände in der Zeit bis in die 60er Jahre erfahren, berichtet Graf.

Abgerundet wird die Zeitschrift durch den Jahresrückblick von Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr, die Jahreschronik 2022 als Nachschlagewerk und zahlreiche Hinweise auf neu erschienene lokalhistorische Literatur.

Info: Ab Samstag ist „D’Kräz“ zu kaufen im Stadtmuseum, in der Buchhandlung Buchlese, in den Filialen des Brantner Bäck in der Talstadt im Parktorweg und in Sulgen-Mitte. Die Kur-Apotheke in Lauterbach, Toto-Lotto-Lehrer in Aichhalden, der Wallfahrtsladen in Heiligenbronn, der „Franz“-Laden Waldmössingen und die Apotheke Rath in Schiltach sind weitere Verkaufsstellen. Mitglieder des Vereins erhalten das Heft zugeschickt.

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