NRWZ.de, 30. März 2020, Autor/Quelle: Martin Himmelheber (him)

Dr. Bernhard Mager verstorben

Eine traurige Nachricht hat Martin Maurer dieser Tage erreicht. Sein Jahrgangskamerad Dr. Bernhard Mager ist im Alter von 76 Jahren in Wiesloch bei Heidelberg gestorben.

Mager, der in Schramberg zur Welt gekommen war, wuchs im Falkenstein auf. Er studierte in Hamburg und Freiburg Medizin. Zunächst arbeitete er in Heidelberg und eröffnete dann eine eigene chirurgische Praxis in Wiesloch. Elf Jahre war Mager auch Mitglied des Wieslocher Gemeinderats.

Im Alter von 60 Jahren verkaufte er die Praxis und wollte sich eigentlich zur Ruhe setzen. „Aber nach ein paar Monaten kribbelte es, und mir fiel die Decke auf den Kopf“, erzählte er der NRWZ.

Vor knapp fünf Jahren hatte Mager wieder einmal seine alte Heimat besucht und auf Anregung von Martin Maurer bei einem Vortragsabend  im Marienheim alten Schulkameraden, Pfadfinderfreunden und Mitministranten über seine Arbeit im Auftrag unter anderem der Caritas in Peru berichtet. Dort hatte er nach seiner Pensionierung  ein Krankenhaus aufgebaut und war viele Jahre für „Ärzte ohne Grenzen“ in verschiedenen Krisengebieten der Erde unterwegs. Nach mehreren Einsätzen unter anderem in Sri Lanka, in Sierra Leone, im Kongo war Mager auch in der zentralafrikanischen Republik als Chirurg tätig.

In einem Nachruf  in der Rhein-Neckar-Zeitung würdigt der frühere Oberbürgermeister von Wiesloch, Gustav Bylow, den Verstorbenen: „Wir alle, die ihn kannten und seine Freunde waren, aber auch die Stadt Wiesloch verlieren in Bernhard Mager einen bemerkenswerten Menschen, einen Menschen, der bescheiden und selbstlos Gutes getan hat.“ Bylow erinnert auch an Magers „breitkrempigen Hut – sein unverkennbares Markenzeichen“.

Auf all seinen Reisen, aber auch in seiner Wahlheimat Wiesloch trug Dr. Mager diesen besonderen Hut, der ihn mit seiner Heimatstadt Schramberg verband: Der stammte nämlich vom Hütemacher Bernhard Leutner aus der Lauterbacher Straße.

Mager hinterlässt seine Ehefrau Martha, drei Söhne und drei Enkel.

Dr. Bernhard Mager verstorben