SCHRAMBERG  (him)  –  Mobilfunkkunden von e-plus in Schramberg sind sauer. Seit sich die Mobilfunk-Firmen e-plus und O2 zu Telefónica zusammengeschlossen haben, scheint der Wurm drin zu sein. Stadtrat Ralf Rückert  beispielsweise  berichtet, dass seither „in Schramberg fast kein mobiles Internet mehr möglich ist“.

Im Internet klagt Timo G., er habe dasselbe Problem. Auf Nachfrage bei seinem Anbieter sei ihm gesagt worden, dass man die Masten abgebaut habe. „Und diese werden erst im März/April wieder aufgehängt.“

Einen Anruf bei der Pressestelle von Telefónica in München nimmt eine Dame auch entgegen, lässt sich alles haarklein erklären und bittet schließlich um eine schriftliche Anfrage. Diese Anfrage per E-Mail der NRWZ  vom 24. Januar bei Telefónica blieb bis 2. Februar unbeantwortet.

Sie ist aber eingegangen. Am 25. Januar schrieb Jörg Borm von der Pressestelle Telefónica nämlich: „Aufgrund der erforderlichen internen Recherche benötigt die Klärung der offenen Fragen leider etwas Zeit. Wir melden uns bei Ihnen, voraussichtlich aber leider erst am Donnerstag.“ Vergangene Woche wohlgemerkt.

Seither und trotz dreier Nachfragen herrscht Funkstille. Das Unternehmen scheint nicht nur mit seiner Mobilfunk-Technik, sondern auch mit seiner Kommunikation Probleme zu haben.

Telefónica hat reagiert

Inzwischen,ist eine Antwort eingegangen: Pressesprecher Borm erkärt darin, Schramberg sei zwar  “weiterhin bestens mit GSM („2G“) versorgt, tatsächlich wurde aber kürzlich eine UMTS/3G-Station in der unmittelbaren Nähe abgebaut.”

Geplant sei nun der Aufbau von zwei neuen Mobilfunkstationen, jedoch etwas weiter entfernt von Schramberg, zum einen in der Nähe von Lauterbach und zum anderen etwas weiter nördlich von Schramberg, östlich von Hinteraichhalden. “Allerdings ist uns ein genaues Datum dafür bisher (noch) nicht bekannt.”

Borm bittet die verzögerte Beantwortung unserer Anfrage zu entschuldigen: “Ich wollte sichergehen, dass wir Ihnen mit fundierten Angaben antworten. Daher hat die Rücksprache mit unseren Planern etwas länger gedauert als üblich.”