Mit der ste­tig stei­gen­den Anzahl an Ein­woh­nern, die Deutsch nur als Zweit­spra­che oder noch gar nicht spre­chen, steigt auch der Bedarf nach Dol­met­schern. „Eltern­ge­sprä­che in der Schu­le, Behör­den­gän­ge, aber auch Arzt­be­su­che wer­den oft zum Pro­blem und wer­den somit gemie­den oder mit erheb­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stö­run­gen bewäl­tigt”, schreibt Char­lot­te Dist­ler von der Stadt­ver­wal­tung in einer Pres­se­mit­tei­lung.

Bereits heu­te sind vie­le ehren­amt­li­che Über­set­zer tätig, doch nicht immer ist es ziel­füh­rend, wenn Ver­wand­te oder Freun­de Über­set­zungs­leis­tun­gen täti­gen.

Die Stadt Schram­berg hat sich des­halb auf den Weg gemacht, einen gemein­sa­men Pool von ehren­amt­li­chen Über­set­zern zu bil­den. Die „ehren­amt­li­chen Sprach­mitt­ler“ kön­nen in Zukunft von allen Kin­der­gär­ten, Schu­len, Behör­den oder ande­ren Ein­rich­tun­gen kos­ten­frei in Anspruch genom­men wer­den. Eine För­de­rung des Minis­te­ri­ums für Sozia­les und Inte­gra­ti­on des Lan­des Baden-Würt­tem­berg ermög­licht dies.

Für den Pool wer­den noch vie­le Über­set­zer benö­tigt. Vor allem für die Spra­chen Rumä­nisch, Bul­ga­risch, Pol­nisch, Ita­lie­nisch und Kur­man­dschi wer­den noch Ehren­amt­li­che gesucht, aber auch ande­re Spra­chen wer­den wei­ter benö­tigt. Wich­tig dabei ist, dass jeder Über­set­zer auch selbst ent­schei­den kann, in wel­cher Häu­fig­keit und bei wel­chen The­men er oder sie über­set­zen möch­te.

Neben einer umfas­sen­den Schu­lung erhält jeder Sprach­mitt­ler für die geleis­te­ten Ein­sät­ze eine Auf­wands­ent­schä­di­gung. Hin­zu kom­men Beglei­tungs­an­ge­bo­te wie Bera­tun­gen und bei Bedarf Super­vi­si­on.

Die ers­te vor­be­rei­ten­de Schu­lung für die Sprach­mitt­ler­tä­tig­keit fin­det am Frei­tag,  30. Novem­ber und Sams­tag,  1. Dezem­ber im JUKS³ statt. Wer Lust und Inter­es­se an die­sem Enga­ge­ment hat, darf sich ger­ne bei Char­lot­te Dist­ler tele­fo­nisch unter 07422 29584 oder charlotte.distler@schramberg.de für die Anmel­dung oder auch für ein unver­bind­li­ches Bera­tungs­ge­spräch mel­den.

Auch Ärz­te oder ande­re Ein­rich­tun­gen, die Bedarf an Dol­met­scher­leis­tun­gen haben, dür­fen sich ger­ne mel­den.

Anmer­kung der Reda­ti­on: Eine Lese­rin hat uns dar­auf hin­ge­wie­sen, dass es einen Unter­schied zwi­schen Über­set­zern und Dol­met­schern gibt: „Über­set­zer über­tra­gen nur schrift­li­che Tex­te und Dol­met­scher  sind nur münd­lich tätig. Falls das bereits klar war, bit­te ich dies zu ent­schul­di­gen, aber ich woll­te den­noch dar­auf hin­wei­sen, da es zwei ver­schie­de­ne Stu­di­en­be­ru­fe sind und es für Über­set­zer und Dol­met­scher sehr schwie­rig ist Anner­ken­nung in der Bevöl­ke­rung zu fin­den.” Dan­ke für den Hin­weis.

Wir neh­men an, dass die Stadt sowohl Über­set­zer als auch Dol­met­scher sucht und haben des­halb die Über­schrift geän­dert.