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    „Ein modernes Kino, dort kann man Filme anschauen“

    Erinnerungen von Margot Facon-Lickl aus Zürich an das Lichtspielhaus in Schramberg

    SCHRAMBERG (ck) – Die Diskussion über die Zukunft des ehemaligen Lichtspielhauses ruft bei vielen Zeitzeugen ganz persönliche Erinnerungen wach. Zu ihnen gehört auch Margot Facon-Lickl, die heute in Zürich lebt, sich aber mit ihrer alten Heimatstadt nach wie vor eng verbunden fühlt. Carsten Kohlmann hat mit ihr über das Kino aus den 20er Jahren gesprochen. Margot Facon-Lickl hat ihre Erinnerungen aufgeschrieben und dem Stadtarchiv zur Verfügung gestellt.

    Margot Facon-Lickl wurde am 6. September 1933 als Tochter von Hermann Lickl (1906-1976) und seiner Ehefrau Hildegard Lickl (1909-1987) in Schramberg geboren und ist in der Zeppelinstraße 12 aufgewachsen. Sie war eine der ersten Frauen, die in den Uhrenfabriken Gebrüder Junghans eine Berufsausbildung als Uhrmacherin machen konnte. 1955 wanderte sie mit ihrem Mann René Facon (1931-1994), einem französischen Besatzungssoldaten, in die USA aus, wo sie in ihrem Beruf arbeitete. 1963 kehrte sie mit ihrem Mann nach Europa zurück und lebt seitdem in der Schweiz. Über ihre Erinnerungen an das Lichtspielhaus schreibt sie:

    „Als 1939 der Zweite Weltkrieg begann, war ich gerade sechs Jahre alt geworden. Von der Zeit an schickte mich meine Mutter immer wieder mit Abschnitten von Lebensmittelkarten zum Küfer-Leutner am Paradiesplatz zum Einkaufen. Auf der anderen Seite des Platzes stand ein großes viereckiges Gebäude, das so gar nicht zu den Häusern rundum passte. ‚Das ist ein modernes Kino, dort kann man Filme anschauen’, erklärte Mutter.

    Sie nahm mich an einem Samstag mit, um an der ‚Kinokasse‘ eine Eintrittskarte für die abendliche Filmvorführung zu kaufen. Mutter fragte die Frau, die in einem Kabäuschen an der Kasse saß, ob sie samstags einen Logen- oder Sperrsitzplatz in der hintersten Reihe für sie reservieren könne und für den ich dann die Karte abholen würde. Die Frau war gern dazu bereit.

    Großmutter freute sich, dass Mutter wenigstens diese einzige Abwechslung in der Woche hatte. Vater war von 1938 bis Kriegsende für Junghans zur Zünderherstellung tätig in einem Werk in Venedig, dann in der Schweiz und zuletzt in Nordböhmen. Mutter hatte allein die Sorgen für uns alle im Haus zu tragen. Auch deshalb stellte ich mich gern jeden Samstagnachmittag vor der Kinokasse an, bekam die gewünschte Platzkarte, und am Sonntag erzählte Mutter uns von der Wochenschau, über die sie sich wahnsinnig aufregen konnte. Am 18. Februar 1943, bei einer Massenkundgebung im Deutschen Sportpalast, rief Propagandaminister Joseph Goebbels den Tausenden zu: ‚Wollt Ihr den totalen Krieg?‘ ‚Ja, Ja, Ja’, hätte das Volk zurückgebrüllt. ‚Die Berliner hatten noch nicht kapiert, dass der Krieg längst verloren war!’, sagte Mutter entrüstet, als sie heimkam.

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    Nach der Wochenschau, in der nur von siegreichen Kämpfen und nie vom Sterben der deutschen Soldaten berichtet wurde, folgte der Spielfilm, von dem Mutter nur erzählte, was für unsere Ohren geeignet war. Sie schwärmte von ihren Lieblingsschauspielerinnen, ganz besonders von der Wienerin Paula Wessely, der Schwedin Greta Garbo, der Berlinerin Marlene Dietrich. Ich erinnere mich, dass ich einmal die Wochenschau sehen durfte, dann aber den großen Saal verlassen musste.

    Im Sommer 1943 besuchte uns mein Vetter Ludwig Tiefenbrunner. Er war Intendant des Fronttheaters in Polen, und während seinem Fronturlaub kam er immer ein paar Tage nach Schramberg. Meine Schwester Edith und ich holten ihn am Bahnhof ab und fragten einmal auf dem Nachhauseweg, was Theaterspielen ist. Wir waren gerade vor dem Kino angelangt, als er plötzlich seinen Koffer mitten auf den großen Paradiesplatz stellte, und laut und immer lauter werdend, Schillers ‚Lied von der Glocke’ deklamierte: ‚Festgemauert in der Erden, steht die Form aus Lehm gebrannt, heute soll die Glocke werden’ – bis zur letzten Strophe, und dabei so schallend lachte, dass Leute vor Staunen stehen blieben, Edith und ich aber am Liebsten im Erdboden versunken wären.

    Nach dem Krieg und der Währungsreform  konnten wir Teenager endlich auch ins Kino und die neuen Heimatfilme ansehen. Unser Englischlehrer in der Realschule, Klaus Wolters, wollte auch mal ins Kino und ein Klassenkamerad besorgte ihm eine Eintrittskarte in der vordersten Reihe. Klaus Wolters konnte sich vor Freude kaum fassen: ‚Das ist ja wie im Theater‘. Er merkte nicht, dass er veräppelt wurde mit dem schlechtesten Platz und alle lachten. Mir tat der Lehrer leid, und ich fragte den Mitschüler, ob er sich nicht schäme!“

    Zur Diskussion über den Umgang mit dem Kulturdenkmal meint die ehemalige Schrambergerin: „Was soll mit dem Kino Gebäude passieren? Ich fände es sehr schade, würde es abgerissen! Man könnte (stände es in einer Großstadt) Modeboutiquen, ein Café mit Sitzplatz oder einen Zeitschriften-Bücherladen einrichten, auf dem großen Flachdach Platz für viel Oberlicht lassen und an den Rändern Solarplatten für Strom und Heizung einbauen. Man kann träumen …“

     

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