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Dienstag, 25. Februar 2020

Ein Schwarzwaldhaus erobert die Welt

Das Dekor „Rembrandt“ der Schramberger Majolikafabrik / Sonderausstellung vom 15. Februar bis 27. September 2020

Schramberg. Das Jubiläum „200 Jahre Schramberger Majolikafabrik“ ist 2020 der Themenschwerpunkt im Stadtmuseum Schramberg. Die 200-jährige Firmengeschichte hat von der Gründung im Jahr 1820 als einer der ersten Industriebetriebe des heutigen Landes Baden-Württemberg bis zur Entwicklung eines Firmenparks nach der Betriebseinstellung im Jahr 1989 ein vielfältiges Erbe hinterlassen, das zum Jubiläum neu entdeckt werden kann.

Die Keramikmaler im Jahr 1919.

Hierzu gibt es eine Sonderausstellung. Ausstellungseröffnung ist am
Freitag, 14. Februar, 19.30 Uhr im Stadtmuseum Schramberg im ehemaligen Schloss der Grafen von Bissingen und Nippenburg. Die Begrüßung übernimmt Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr, ein Grußwort spricht Geschäftsführer Michael Melvin vim Schramberger Majolika Firmenpark und Museumsleiter und Stadtarchivar Carsten Kohlmann zum Thema: „Das Dekor Rembrandt – ein Schwarzwaldhaus erobert die Welt“. Ein Grußwort kommt von
Stefan Bartel (Augsburg): „Mein Großvater Johannes Bartel“

Unter den Dekoren, die im Lauf der Firmengeschichte entstanden sind, nimmt das Dekor „Rembrandt“ eine Sonderstellung ein. Das Dekor mit dem Bild eines Schwarzwaldhauses gehörte fast ein Jahrhundert lang zum Produktprogramm und ist eng mit der Entwicklung des Tourismus im Schwarzwald verbunden. Erfunden wurde es von dem Porzellanmaler Johannes Bartel (1868-1923) aus Berlin, der in den frühen 1890er-Jahren die Malerabteilung der Porzellan- und Steingutfabrik von Villeroy & Boch in Schramberg übernahm. Die 1911 neu gegründete Schramberger Majolikafabrik (SMF) führte das erfolgreiche Dekor bis in die 1970er-Jahre fort.

Die Sonderausstellung zeigt zum Auftakt des Firmenjubiläums die Entwicklung des Dekors „Rembrandt“ mit zahlreichen Beispielen aus der mittlerweile sehr reichhaltigen Sammlung des Stadtmuseums Schramberg. Die Spitzenstücke stammen vor allem aus der im letzten Jahr erworbenen Sammlung von Professor Dr. Wolfgang Kühn (1947-2019) und Christa Kühn aus Zell am Harmersbach. Ergänzend werden Leben und Werk des Porzellanmalers Josef Bartel dargestellt. Kinder können mit eigenen Bildern eines Schwarzwaldhauses an der Sonderausstellung mitwirken.

 

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