Einigung beim Schulcampus rückt in greifbare Nähe

Ob auch im Gebäude Schillerstraße 16 künftig noch unterrichtet wird, muss erst noch entschieden werden. Foto: him

Schram­berg (wit) – Noch immer ist in Sachen Schul­cam­pus für den Schul­ver­bund aus Gemein­schaftss­chule und Realschule in Schram­berg keine Entschei­dung gefall­en. Und doch kön­nte es nach zahlre­ichen Diskus­sion­srun­den nun bei der Entschei­dung recht zügig gehen. In der näch­sten Sitzung des Schram­berg­er Gemein­der­ats am Don­ner­stag, 28. Sep­tem­ber, soll entsch­ieden wer­den.

Real­isier­barkeit Schul­cam­pus in/an vorhan­de­nen Schul­ge­bäu­den“, hieß es am Don­ner­stag unter Tage­sor­d­nungspunkt fünf des Ver­wal­tungsauss­chuss­es. Ober­bürg­er­meis­ter Thomas Her­zog sowie die Fach­bere­ich­sleit­er Berthold Kam­mer­er und Andreas Krause informierten über weit­ere mögliche Vari­anten, dies­mal mit Blick auf die Graf-von-Bissin­gen-Straße.

Das Schul­haus an der Graf-von-Bissin­gen-Straße. Archiv-Foto: him

Auf dem Tisch lagen die Anträge der Ver­wal­tung und der Frak­tion­s­ge­mein­schaft SPD/Buntspecht. Die Ver­wal­tung wollte die Realschule im Tal in der Schiller­straße unter­brin­gen, die Gemein­schaftss­chule am Stan­dort der Grund- und Werkre­alschule auf dem Sul­gen unter­brin­gen und den Schul­ver­bund auflösen. Für die Zukun­ft der Werkre­alschule sollte die weit­ere Entwick­lung abge­wartet wer­den.

SPD/Buntspecht hinge­gen beantragte den Erhalt des Schul­ver­bunds aus Gemein­schafts- und Realschule. Dieser sollte auf dem Sul­gen unterge­bracht wer­den. Die Werkre­alschule sollte im Gegen­zug vom Sul­gen in die Schiller­straße in der Tal­stadt umziehen. Hier­durch wollte SPD/Buntspecht einen möglichst gerin­gen Leer­stand bei den Schul­ge­bäu­den erre­ichen und gle­ichzeit­ig möglichst kostens­parend bei den Neubaut­en zum Ziel kom­men.

Ins­beson­dere von der Nähe zu den Beru­flichen Schulen ver­sprach sich SPD/Buntspecht Vorteile für alle dort ange­siedel­ten Schu­larten. Auch die dort vorhan­de­nen Sport­stät­ten wur­den als Vorteil gese­hen. Daneben sieht die Frak­tion auf dem Sul­gen die größeren Entwick­lungsmöglichkeit­en.

Nach­dem man sich in der Gemein­der­atssitzung am 20. Juli mehrheitlich auf eine Verta­gung geeinigt hat­te, nutzten die Räte die Pause, um weit­er nachzu­denken. CDU und Freie Wäh­ler stimmten sich hin­ter den Kulis­sen ab und beantragten im Ver­wal­tungsauss­chuss am Don­ner­stag gemein­sam, den Schul­ver­bund zu erhal­ten und diesen im Tal anzusiedeln.

Die Ver­wal­tung hat­te zwis­chen­zeitlich mit dem staatlichen Schu­lamt in Donaueschin­gen Kon­takt aufgenom­men und dort erfahren, dass „ein neuer Schul­ver­bund voraus­sichtlich nicht mehr genehmigt werde. Die Aufrechter­hal­tung des bish­er zeitlich befris­tet genehmigten Schul­ver­bunds sei aber voraus­sichtlich möglich.“ Oder anders aus­ge­drückt: Ein neuer Schul­ver­bund aus Werkre­alschule Sul­gen und Gemein­schaftss­chule wird nicht genehmigt. Der bish­er bere­its beste­hende Ver­bund aus Gemein­schaftss­chule und Realschule kann aber weit­erbeste­hen.

Breite Mehrheit für Schulverbund

Für die Frak­tion­s­ge­mein­schaft SPD/Buntspecht begrüßte Mirko Witkows­ki, dass man sich nun sehr schnell mit bre­it­er Mehrheit auf den Erhalt des Schul­ver­bunds eini­gen könne. Er bedauert allerd­ings, dass seine Frak­tion nicht eben­falls ange­sprochen wurde: „Hätte man mit uns Kon­takt aufgenom­men, hätte es heute schon eine gemein­same Entschei­dung geben kön­nen.“ Um doch noch die Chance für eine bre­ite Mehrheit auf der Grund­lage ein­er gemein­samen Lösung zu erre­ichen, wollte Witkows­ki erst noch ein­mal mit seinen im Auss­chuss nicht vertrete­nen Frak­tion­skol­le­gen reden, bevor im Gremi­um abges­timmt wird.

Thomas Brant­ner (CDU) strebte zunächst an, den Empfehlungs­beschluss gle­ich zu fassen, während OB Her­zog dafür warb, im Auss­chuss auf den Empfehlungs­beschluss zu verzicht­en und dann in der kom­menden Gemein­der­atssitzung zu entschei­den.

Nach ein­er von Brant­ner beantragten Sitzung­sun­ter­brechung stand dann fest, dass im Auss­chuss kein Empfehlungs­beschluss gefasst wird. Nun wollen die Frak­tio­nen intern und untere­inan­der aus­loten, ob man doch noch zu ein­er gemein­samen Lösung kommt.