Fahrgastzahlen belegen: Bürgerbus wird akzeptiert

Bürgerbusverein tagte zum fünften Mal

SCHRAMBERG  –  „Die Anlaufphase ist beendet“, versicherte der Vorsitzende des Bürgerbusvereins (BBS)  Matthias Kohlhase bei der Mitgliederversammlung am Freitagabend. „Wir sind stolz auf die Ergebnisse.“ Das sahen die etwa 25 anwesenden Mitglieder ähnlich und erteilten später dem Vorstand fast einmütig die Entlastung.

Kohlhase hatte unter den Gästen auch Oberbürgermeister Thomas Herzog und zwei Gemeinderäte willkommen geheißen. In seinem Bericht meinte er, die Bürger schätzten den Bürgerbus sehr, er sei im Alltag angekommen und gehöre zum Stadtbild.

Kohlhase präsentiert die Fahrgastzahlen. Foto: him

Anfangs sei man von etwa 6000 Fahrgästen im Jahr ausgegangen, mit etwa 8000 Fahrgästen im Jahr 2017 sei diese Zahl schon deutlich übertroffen worden, und 2018 habe man „einen Schnitt von 8500 Fahrgästen erreicht“.

Die „ehemals negative Seite“, nämlich die Leerfahrten habe sich gewandelt: Leerfahrten insbesondere auf dem Sulgen gebe es „fast nicht mehr“. Das Ziel, keine fahrt ohne Fahrgast, sei „fast erreicht“,  so Kohlhase. Im Schnitt säßen pro Tour 3,9 Fahrgäste im Bürgerbus.  Der Bus sei zum „Kommunikationszentrum“ geworden, hat Kohlhase beobachtet. Manchen nutzten ihn  als Ausflugsgefährt: „Bürgerbusfahren macht einfach Spaß.“

Matthias Kohlhase Foto: him

Gefahren ist der Bus inzwischen 98.000 Kilometer. „So langsam macht sich auch der Langzeitverschleiß bemerkbar.“ Der Verein müsse ab und zu auf einen Ersatzbus zurückgreifen, um den Fahrplan einhalten zu können. Einen kaputten Motor habe Volkswagen aus Kulanzgründen ausgetauscht. „Die 12.000 Euro hätten uns weh getan“, betont Kohlhase.

Das mache sich inzwischen in erhöhten Reparaturkosten bemerkbar, erläuterte auch der für Finanzen zuständige Eugen Göller. Für den Ersatzbus seien etwa 2600 Euro fällig gewesen, im Jahr zuvor waren es noch etwa 1000 Euro.  Göller berichtete, dass der Verein aus dem Fahrkartenverkauf knapp 6000 Euro eingenommen habe, die Fahrpreise für die Einzelfahrt liegen weiterhin bei 1,50 Euro. Die Zahl der Mitglieder  und Fahrer blieb mit 131 und 35 unverändert.

Der Herr der Zahlen: Eugen Göller. Foto: him

Fachbereichsleiterin Susanne Gwosch berichtete, dass das Rechnungsprüfungsamt die Kasse stichprobenhaft geprüft habe und die Entlastung empfehle. Die anschließende Entlastung des Vorstands nahm Oberbürgermeister Thomas Herzog zum Anlass dem Verein und  insbesondere den ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern für ihren Einsatz zu danken. „Im Großen und Ganzen ist der Bürgerbus ein tolles Projekt“, so Herzog. Bei einer Gegenstimme erteilte die Versammlung dem Vorstand die Entlastung.

Barbara Olowinsky  berichtete anschließend an Hand von Fotos und Zeitungsausschnitten von den vielfältigen Aktivitäten des BBS auch außerhalb des eigentlichen Fahrbetriebs.

Info: Für das Jahr 2019 plant der Verein auf der  Einnahmeseite bei den Mitgliedsbeiträge wieder etwa 2350 Euro, Fahrpreisentgelte konstant etwa 6000 Euro und Sponsoring etwa 7200 Euro.

Bei den Ausgaben rechnet man bei den
Fahrzeugkosten leicht steigend mit etwa 19.700 Euro, bei den Ausgaben für die Fahrer mit weiterhin etwa 2400 Euro, für Werbung mit etwa 3400 Euro. Die Busausfallkosten werden wohl auf 2500 Euro steigen.

 

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