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Samstag, 7. Dezember 2019
Start Schram­berg Film­talk mit Lilith Jörg aus Ten­nen­bronn in Mann­heim und gro­ßes Kino

Filmtalk mit Lilith Jörg aus Tennenbronn in Mannheim und großes Kino

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Schram­berg-Ten­­nen­bronn. „Man muss nicht in gro­ßen Metro­po­len wie Ber­lin, Mün­chen oder Frank­furt leben, um rich­tig gute Fil­me zu machen.“, beton­te die künst­le­ri­sche Lei­te­rin Ruth Hut­ter, als über Lilith Jörgs Film „For­tis­si­mo“ im Film­talk beim Girls Go Movie Film­fes­ti­val am ver­gan­ge­nen Sams­tag im Mann­hei­mer Cine­ma­xx Kino gespro­chen wur­de. Dies geht aus einer Pres­se­mit­tei­lung her­vor.

Der Film stach nicht nur als ein­zig nomi­nier­ter Stop­­Mo­­ti­on-Film, son­dern auch the­ma­tisch her­aus. Zumeist waren die The­men in der Alters­grup­pe der 12- bis 17-Jäh­­ri­gen über­wie­gend kri­tisch und ernst­haft, von Bor­­der­­li­ne-Erle­b­­nis­­sen über Kli­ma­schutz bis hin zu Mob­bing.

Mor­ti­cia Zschie­sche (von links) mit Lilith Jörg und der Mode­ra­to­rin Jani­na Kla­bes bei der Preis­über­ga­be.

Lilith Jörg über­zeug­te durch ihren fein­sin­ni­gen Humor in Gestalt eines kau­zi­gen Cel­lis­ten, der immer auf’s Neue von sei­nem musi­ka­li­schen Vor­trag abge­hal­ten wird. Ihre fri­sche und authen­ti­sche Art locker­te die Gesprächs­run­de der aus­ge­wähl­ten Fil­me­ma­che­rin­nen unge­mein auf. So hat­te sie ihren Prot­ago­nis­ten dabei, berich­te­te über ihre Arbeit zum Film, den tech­ni­schen Anfor­de­run­gen, den ein­fa­chen Mit­teln, mit denen sie ihr Film­set bau­te und gab zur Unter­hal­tung des Publi­kums die eine und ande­re Anek­do­te preis.

Beein­druckt zeig­te sich Ruth Hut­ter auch vom Erfolg, den der Film bereits hat­te. Bis­her wur­de er mit vier inter­na­tio­na­len Prei­sen prä­miert (Deutsch­land, USA, Ser­bi­en) und kam bei zahl­rei­chen Wett­be­wer­ben in die offi­zi­el­le Aus­wahl. Auch in die­ser Hin­sicht unter­schied sich die jun­ge Ten­nen­bron­ne­rin von den ande­ren Fil­me­ma­che­rin­nen. Für sie ist das Inter­net in ihrem Hei­mat­ort ein wich­ti­ges Tor zur Welt und sie nutzt die welt­wei­ten Netz­wer­ke, um ihren Film bei ver­schie­de­nen Fes­ti­vals ein­zu­rei­chen.

Lilith Jörg im Inter­view mit metro­pol­re­gi­on TV, einem loka­len Fern­seh­sen­der.

„Ein sol­ches Talent muss unbe­dingt wei­ter geför­dert wer­den, daher wer­de ich Dich dem Fes­ti­val­di­rek­tor Burk­hard Inhül­sen von ‚up and com­ing‘ (Anm.: Deut­scher Nach­wuchs­film­preis, Nach­wuchs­för­de­rung) wei­ter­emp­feh­len.“, war Ruth Hut­ter über­zeugt.
Bei der Preis­ver­lei­hung am dar­auf­fol­gen­den Sonn­tag­abend war die Span­nung auf dem abso­lu­ten Höhe­punkt. Sie­ben Prei­se, davon zwei gestif­te­te Son­der­prei­se, in zwei Alters­klas­sen gab es zu gewin­nen. Lilith wur­de durch die hoch­ka­rä­ti­ge Jury des Fes­ti­vals mit dem höchs­ten Preis für den „bes­ten Film“ in ihrer Alters­ka­te­go­rie aus­ge­zeich­net. Die Lau­da­tio hielt die Film­wis­sen­schaft­le­rin und Autorin Dr. Mor­ti­cia Zschie­sche, die eben­falls die Bega­bung der Fil­me­ma­che­rin wür­dig­te, mit redu­zier­ten Mit­teln eine Geschich­te dra­ma­tur­gisch wohl durch­dacht und prä­zi­se auf den Punkt zu brin­gen.

Danach war das Medi­en­in­ter­es­se an der Preis­trä­ge­rin groß. Zahl­rei­che Fotos und ein Inter­view für einen loka­len Fern­seh­sen­der wur­den gemacht und ein­mal mehr heißt es ‘gro­ßes Kino made in Ten­nen­bronn’.

 

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