Förderkreis Alte St Laurentiuskirche bekommt weniger Zuschuss

Neuausrichtung des Vereins führt zu niedrigerem Zuschuss

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Mit deutlich weniger Geld von der Stadt als bisher wird künftig der Förderkreis Alte Laurentiuskirche in Sulgen auskommen müssen. Der Verwaltungsausschuss hat den Förderzuschuss auf 1000 Euro ab 2023 festgelegt. Bisher hatte der Verein eine Pauschalförderung von 3000 Euro erhalten. Der Verein hat sich neu ausgerichtet und infolgedessen deutlich weniger Ausgaben.

Schramberg. Als Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr den Tagesordnungspunkt aufrief, rückte „Aktive-Bürger“-Stadtrat Jürgen Reuter vom Tisch ab. Als Vorsitzender des Förderkreises wäre er befangen.

Alte St. Laurentiuskirche in Sulgen. Archiv-Foto: him

Kirche bleibt zugänglich

Fachbereichsleiterin Susanne Gwosch führte aus, der Förderkreis ermögliche es, die Kirche zu besuchen. Dort seien insbesondere die „tollen Fresken von Albert Birkle“ und die Krippen von Albert Fehrenbacher sehenswert.

Die alte St. Laurentiuskirche ist das älteste erhaltene Gebäude im Stadtteil Sulgen. Birkle habe 1932 das Kirchenschiff neu gestaltet und dabei „ungewöhnlich herausfordernde Farbakzente gesetzt“, wie Gwosch in ihrer Vorlage ausführt. Das Kirchenschiff biete Konzerten eine einzigartige Kulisse und solle „als besonderer Kulturraum im Stadtteil Sulgen“ weiter gefördert werden.

In der Vergangenheit habe der Förderkreis auch immer wieder Konzerte und Sonderausstellungen in der alten Kirche veranstaltet. Damals habe der Verein jährliche Kosten von etwa 12.500 Euro geltend gemacht und entsprechend einen Zuschuss von 3000 Euro erhalten.

Keine geregelten Öffnungszeiten mehr, stattdessen Konzerthaus

“Der Förderkreis will sich aber neu ausrichten“, so Gwosch. Weil ehrenamtliche Helferinnen und Helfer fehlten, könne man keine regelmäßigen Öffnungszeiten mehr anbieten. Die Dauerausstellung mit Glasmalereien seien entfernt worden. Der Verein wolle die Kirche verstärkt als Konzerthaus zur Verfügung stellen, die Konzerte aber nicht selbst veranstalten.

(Die NRWZ hatte zunächst gemeldet, auch die Krippen seien abgebaut worden. Der Vorsitzende des Vereins Jürgen Reuter hat jetzt richtig gestellt, dass „die Krippendauerausstellung auf der Empore (Albert Fehrenbacher) NICHT abgebaut“ worden sei. „Wir verzichten derzeit auf zusätzliche Sonderausstellungen, die erst gar nicht aufgebaut und somit auch nicht mehr abgebaut werden.“)

Die Kassiererin des Förderkreises Dorit King-Kosian hatte der Stadt eine Aufstellung der Ausgaben erstellt. Daraus geht hervor, dass der Verein für 2023 Ausgaben in Höhe von knapp 4400 Euro erwartet. Aufgrund dieser Zahlen soll der Förderkreis ab diesem Jahr 1000 Euro von der Stadt erhalten, beschloss der Ausschuss einstimmig. Reuter bedankte sich für den Beschluss.

 

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