Frauentag 2017 Luftballon-Aktion des Frauenbeirats. Foto: him

SCHRAMBERG (him) –  Ein umfang­rei­ches Pro­gramm wickeln die Schram­ber­ger Frau­en­bei­rä­tin­nen all­jähr­lich ab. Davon über­zeug­te Bar­ba­ra Kunst, die Vor­sit­zen­de  des städ­ti­schen Frau­en­bei­rats, am Don­ners­tag­abend die Mit­glie­der des Ver­wal­tungs­aus­schus­ses.

Bar­ba­ra Kunst, die Vor­sit­zen­de des Frau­en­bei­rats. Foto: him

In ihrem Rück­blick erin­ner­te sie dar­an, dass Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog Anfang Dezem­ber 2016 Anni­ka Erath als neue Geschäfts­füh­re­rin des Frau­en­bei­rats benannt hat­te, Danach  sei der Frau­en­bei­rat „mit neu­em Schwung in die Sit­zun­gen“ gestar­tet. Erath sei „orga­ni­sa­to­risch eine gro­ße Stüt­ze“. Sie hal­te auch die Ver­bin­dung zum Land­kreis, zu Frau­en­gre­mi­en des Lan­des und damit für Infor­ma­tio­nen, die der Frau­en­bei­rat nur schwer erhal­ten wür­de.

Der Kalen­der des Frau­en­bei­rats ähnelt sich über die Jah­re. Am  25. Novem­ber ist „Inter­na­tio­na­ler Tag gegen Gewalt an Frau­en“. Die Frau­en infor­mie­ren bei Info­stän­den, zei­gen mit der Lila-Flag­ge in vie­len Geschäf­ten und Büros Flag­ge. Beim Welt­frau­en­tag am 8. März infor­mier­te der Bei­rat über „Frau­en hel­fen Frau­en und Aus­we­ge  an einem Infor­ma­ti­ons­stand in der Buch­le­se und ver­teil­te lila Luft­bal­lons.

Die For­de­rung nach zusätz­li­chen Fami­li­en­park­plät­ze habe die Stadt mitt­ler­wei­le umge­setzt. Je zwei extra­brei­te Park­plät­ze ste­hen jetzt im Park­haus und auf dem Park­platz beim Schloss bereit.

Mit der IG-Metall-Ver­trau­ens­frau Sara Mül­ler traf sich der Bei­rat, um sich über die frau­en­po­li­ti­sche Arbeit in den Betrie­ben zu infor­mie­ren. Auch die neue Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te des Land­krei­ses, Sarah-Miri­am Ban­hol­zer, war beim Frau­en­bei­rat zu Gast. Sie ist haupt­amt­lich auf Kreis­ebe­ne auch für den – der­zeit kreis­weit ein­zi­gen – Frau­en­bei­rat zustän­dig. „Wir freu­en uns über die­se neue Stel­le“, so Kunst, denn sie ver­spre­che sich davon wei­te­re Vor­tei­le und Syn­er­gie­ef­fek­te ver­spre­chen.

Frauenbeirat plant fürs kommende Jahr

Auch für die kom­men­den Mona­te ste­he das Pro­gramm schon. So wer­de der Frau­en­bei­rat am 25. Novem­ber 2017 zum „Inter­na­tio­na­len Tag gegen Gewalt an Frau­en“ wie­der die Fah­nen­ak­ti­on orga­ni­sie­ren. Dabei wer­den die Mit­glie­der  mehr­spra­chi­ges Infor­ma­ti­ons­ma­te­ri­al zu „Glei­che Rech­te für Frau­en und Män­ner – selbst bestimmt leben in Deutsch­land“ ver­tei­len.

Im März und April sei­en dann die nun schon die 10. Frau­en­wo­chen in Schram­berg geplant, in denen sich ver­schie­de­ne kirch­li­che, städ­ti­sche, kul­tu­rel­le und poli­ti­sche, even­tu­ell  auch sport­li­che Grup­pie­run­gen mit ent­spre­chen­den frau­en­be­zo­ge­nen Ver­an­stal­tun­gen ein­brin­gen kön­nen, wie Kunst ankün­dig­te. Der Frau­en­bei­rat bün­delt die Aktio­nen und bie­tet die Wer­bung in einem gemein­sa­men Fly­er.

Geplant sind bereits ein Kaba­rett­abend, ein Schreib­wett­be­werb für Mäd­chen und jun­ge erwach­se­ne Frau­en an den Schram­ber­ger Schu­len und am 10. März 2018  ein gro­ßes inter­na­tio­na­les Frau­en­fest im Schloss geplant. Der Katho­li­sche Frau­en­bund Schram­berg wol­le im Rah­men der Frau­en­wo­chen über „wirt­schaft­li­che Lebens­läu­fe von Frau­en bzw. die ver­flix­te Steu­er­klas­se 5“ infor­mie­ren. Für all die­se Aktio­nen brau­che es aber auch finan­zi­el­le Unter­stüt­zung durch die Stadt.

Schließ­lich kün­dig­te Kunst ein Jubi­lä­um an: „Der Frau­en­bei­rat wird im Juni 2018 25 Jah­re alt!“ Wie das gefei­ert wird, ließ die Vor­sit­zen offen.

Lob von allen Seiten

„Der Input durch den Frau­en­bei­rat tut gut“, mein­te CDU-Gemein­de­rä­tin Rena­te Hil­ser aus Ten­nen­bronn nach dem Bericht. Frau­en sei­nen in vie­len Gre­mi­en wei­ter unter­re­prä­sen­tiert. „Offen­sicht­lich braucht es noch wei­te­re 25 Jah­re Frau­en­bei­rat.“

Auch OB Her­zog dank­te und beton­te die gro­ße Band­brei­te der The­men mit denen sich der Frau­en­bei­rat beschäf­ti­ge. „Es gibt eigent­lich kei­ne The­men“, kon­ter­te Bar­ba­ra Kunst, „die kei­ne Frau­en­the­men sind.“

Mir­ko Wit­kow­ski  (SPD-Bunt­specht) mein­te der Bei­rat sei damals eine sehr wich­ti­ge Grün­dung gewe­sen und wer­de wohl erst über­flüs­sig, „wenn über­all 50:50 gilt“. Der Frau­en­bei­rat  habe die Auf­ga­ben das Bewusst­sein für die Gleich­stel­lung von Män­nern und Frau­en zu schaf­fen – „und hat dabei schon viel Posi­ti­ves erreicht“.

Bernd Rich­ter (ÖDP) erin­ner­te dar­an, dass die dama­li­ge Bunt­specht­stadt­rä­tin Gabrie­le From­mer einen maß­geb­li­chen Anteil an der Grün­dung des Frau­en­bei­rats gehabt habe.

Info: Dem Frau­en­bei­rat gehö­ren an: die gewähl­te Gemein­de­rä­tin­nen, Ver­tre­te­rin­nen von CDU Frau­en­uni­on, CDU Stadt­ver­band, Arbeits­ge­mein­schaft sozi­al­de­mo­kra­ti­scher Frau­en ASF, SPD Orts­ver­ein, Freie Wäh­ler, Poli­ti­sche Ver­ei­ni­gung Bunt­specht, Bür­ger für Umwelt und Demo­kra­tie BDU Ten­nen­bronn, Katho­li­scher Frau­en­bund Schram­berg-Tal­stadt und Sul­gen und Eli­sa­be­then­ver­ein Schram­berg. Außer­dem arbei­tet der Frau­en­bei­rat eng mit dem Ver­ein „Frau­en hel­fen Frau­en und Aus­we­ge“ und  dem Kura­to­ri­um „Mit­ein­an­der gegen Gewalt“  aus Rott­weil zusam­men.