Ein moderne Ratsinformationssystem wünscht sich die Freie Liste. Was auf die große Leinwand im Ratssaal gebeamt wird, ist ohnehin digital vorhanden. Archivfoto: him

Schram­berg. Die Frak­ti­on Freie Lis­te im Schram­ber­ger Gemein­de­rat bean­tragt die Prü­fung der Mög­lich­keit, ein Rats­in­for­ma­ti­ons­sys­tem RIS (EDV-gestütz­tes Infor­ma­ti­ons- und Doku­men­ten­ma­nage­ment­sys­tem für die Ver­wal­tung von Gemein­den) für die Rats­mit­glie­der und die Öffent­lich­keit ein­zu­füh­ren. Die­sen Antrag hat der stell­ver­tre­ten­de Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Ralf Rück­ert in der jüngs­ten Sit­zung des Gemein­de­rats ein­ge­bracht.

Zur Begrün­dung schreibt er: Aktu­ell erhal­ten die Rats­mit­glie­der alle Unter­la­gen für die Gemeinderat‑, Ortschaftsrat‑, AuT- und VA-Sit­zun­gen aus­ge­druckt mit der Post zuge­sandt. Alle Doku­men­te wer­den aber bereits über ein Doku­men­ten­ma­nage­ment­sys­tem im Ver­wal­tungs­netz der Stadt Schram­berg gespei­chert.

Fol­gen­de Vor­tei­le könn­ten nach Mei­nung der Frei­en Lis­te durch die Ein­füh­rung eines Rats­in­for­ma­ti­ons­sys­tems erreicht wer­den:

  • Reduk­ti­on der Kos­ten für den Druck der Unter­la­gen
  • Reduk­ti­on der Kos­ten für den Post­ver­sand der Unter­la­gen
  • Gerin­ger Zeit­auf­wand bei der Zusam­men­stel­lung der Unter­la­gen durch die Mitarbeiter*Innen
  • Umwelt­scho­nung durch Ein­spa­rung von Paper und Toner
  • Alle Rats­mit­glie­der könn­ten die Unter­la­gen gebün­delt pro Sit­zung online abru­fen
  • Unter­la­gen kön­nen digi­tal bear­bei­tet und mar­kiert wer­den
  • Gro­ße Doku­men­te kön­nen mit der Such­funk­ti­on durch­sucht wer­den
  • Anträ­ge und der Sta­tus die­ser kön­nen jeder­zeit ein­ge­se­hen wer­den
  • Pro­to­kol­le wer­den der ent­spre­chen­den Sit­zung zuge­ord­net
  • Öffent­li­che Unter­la­gen und Pro­to­kol­le sind jeder­zeit für Rats­mit­glie­der und auch für die Öffent­lich­keit zugäng­lich
  • Nicht­öf­fent­li­che Unter­la­gen und Pro­to­kol­le sind für Rats­mit­glie­der in einem geschlos­se­nen Raum (Netz­werk) zugäng­lich
  • Sit­zun­gen kön­nen durch die Kalen­der­funk­ti­on (Sit­zungs­ka­len­der) orga­ni­siert wer­den
  • Anwe­sen­heit der Rats­mit­glie­der kann pro­to­kol­liert wer­den
  • Sit­zungs­gel­der kön­nen über das RIS abge­rech­net wer­den
  • Infor­ma­ti­on und Kom­mu­ni­ka­ti­on mit den Rats­mit­glie­dern erfolgt über das RIS, damit kei­ne Pro­ble­me mit dem Daten­schutz bei Web­mail­adres­sen und unver­schlüs­sel­ten Doku­men­te
  • und noch vie­le wei­te­re Vor­tei­le…

In einem ers­ten Schritt könn­ten, so schreibt die Freie Lis­te, von den Rats­mit­glie­dern eige­ne Mobi­le Devices (Tablett) ver­wen­det wer­den. In einem zwei­ten Schritt wäre die Beschaf­fung von Tabletts mit UMTS/SIM für die Rats­mit­glie­der und die Ver­wal­tung sowie ein gesi­cher­tes sta­bi­les WLAN-Netz im Rats­saal erfor­der­lich.

Die Bür­ger­schaft von Schram­berg könn­te alle öffent­li­chen Unter­la­gen und Pro­to­kol­le, sowie den Sit­zungs­ka­len­der und die Anträ­ge der Frak­tio­nen ein­se­hen.