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Rottweil
Mittwoch, 19. Februar 2020

Fußgängerzone: Beschluss im Herbst

Gespräche mit Anliegern stehen noch aus

SCHRAMBERG  (him) – Weil Tiefbauamtsleiter Klaus Dezember erkrankt war, hat die Stadtverwaltung die eigentlich in der vergangenen Woche geplanten Gespräche mit den Anliegern des Hirsoner Platzes und der Paradiesgasse noch nicht führen können. Deshalb wollte Oberbürgermeister Thomas Herzog noch keinen Beschluss im Rat, wie der zweite Bauabschnitt der Sanierung der Fußgängerzone  genau aussehen soll. „Für die Variante 2 haben wir auch noch keine Kostenklarheit“, so Herzog.

Diese zweite Variante hatte Planer Christoph Weigel vom Architekturbüro Baldauf schon im Ausschuss für Umwelt und Technik vorgestellt. Inzwischen habe er den Umbauplan überarbeitet, so Weigel. Der Hirsoner Platz wirke  wie eine ‚kleine Stube‘ in Schramberg, da er an drei Seiten umschlossen sei. Die neue Variante sieht eine stärkere Möblierung des Hirsoner Platzes vor, „so dass man Lust hat, sich hier aufzuhalten“. Bänke, Pflanzkübel und Spielgeräte sollen demontierbar sein, damit ein Zelt auf dem Platz aufgestellt werdedn kann. Weigel empfahl Bodenhülsen für Sonnenschirme einzuplanen.

Christoph Weigel (rechts) erläutert seine Ideen für den Hirsoner Platz.

Krause: „Alles muss raus“

Weigel schilderte die Pläne und die Schwierigkeiten. So stellen sich die Planer beim „Rosengarten“ vor, die Außenbewirtung wie in der übrigen Fußgängerzone zu gestalten. Ein Abschluss zur Oberndorfer Straße könnte durch mobile Pflanzgefäße erfolgen, die bisherige Grüninsel entfallen.

Auf dem Hirsoner Platz ist es auf der Nordseite nicht möglich, Bäume zu pflanzen, weil hier Gasleitungen verlaufen. Auf Nachfrage aus dem Rat erklärte Fachbereichsleiter Andreas Krause, dass es nicht möglich sei, bestehende Elemente in der umzugestaltenden Fußgängerzone zu erhalten. „Unter den Pflanzbeeten verlaufen Leitungen, die alle erneuert werden müssen.“ Dies betreffe auch das Pflanzbeet beim Rosengarten.  Es mache keinen Sinn, eine Mischung aus altem und neuem Untergrund zu haben. „Wir brauchen eine Pflasterung in einem Zug, sonst gibt es Aufbrüche.“

Die Pflanzinsel beim „Rosengarten“

Lob gab es schließlich von Stadtrat Uli Bauknecht (CDU): „Die Planer haben alles richtig gemacht.“ Die Sprecherin von SPD/Buntspecht Tanja Witkowski fand, es sei „ein guter Kompromiss erreicht“ worden. Freie-Liste-Sprecher Udo Neudeck bat, noch einmal den barrierefreien Zugang zu den Geschäften wohlwollend zu prüfen. Dazu haben die Planer auf die rechtlichen Notwendigkeiten bei Rampen hingewiesen. Diese würden den Raum zwischen einem möglichen Zelt und den Gebäuden weiter einengen.

Da der Baubeginn auf das Frühjahr 2018 verschoben werden muss, sei auch noch Zeit für den endgültigen Beschluss im Herbst, so Herzog. Das sah der Rat ebenso und vertagte einen Beschluss auf den Herbst.

 

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