Die „kleine Stube“ im Herzen der Stadt: Der Hirsoner Platz bekommt ein neues Gesicht.Fotos: him

SCHRAMBERG  (him) – Weil Tief­bau­amts­lei­ter Klaus Dezem­ber erkrankt war, hat die Stadt­ver­wal­tung die eigent­lich in der ver­gan­ge­nen Woche geplan­ten Gesprä­che mit den Anlie­gern des Hir­so­ner Plat­zes und der Para­dies­gas­se noch nicht füh­ren kön­nen. Des­halb woll­te Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog noch kei­nen Beschluss im Rat, wie der zwei­te Bau­ab­schnitt der Sanie­rung der Fuß­gän­ger­zo­ne  genau aus­se­hen soll. „Für die Vari­an­te 2 haben wir auch noch kei­ne Kos­ten­klar­heit“, so Her­zog.

Die­se zwei­te Vari­an­te hat­te Pla­ner Chris­toph Weigel vom Archi­tek­tur­bü­ro Bald­auf schon im Aus­schuss für Umwelt und Tech­nik vor­ge­stellt. Inzwi­schen habe er den Umbau­plan über­ar­bei­tet, so Weigel. Der Hir­so­ner Platz wir­ke  wie eine ‚klei­ne Stu­be‘ in Schram­berg, da er an drei Sei­ten umschlos­sen sei. Die neue Vari­an­te sieht eine stär­ke­re Möblie­rung des Hir­so­ner Plat­zes vor, „so dass man Lust hat, sich hier auf­zu­hal­ten“. Bän­ke, Pflanz­kü­bel und Spiel­ge­rä­te sol­len demon­tier­bar sein, damit ein Zelt auf dem Platz auf­ge­stellt wer­dedn kann. Weigel emp­fahl Boden­hül­sen für Son­nen­schir­me ein­zu­pla­nen.

Chris­toph Weigel (rechts) erläu­tert sei­ne Ide­en für den Hir­so­ner Platz.

Krause: „Alles muss raus”

Weigel schil­der­te die Plä­ne und die Schwie­rig­kei­ten. So stel­len sich die Pla­ner beim „Rosen­gar­ten“ vor, die Außen­be­wir­tung wie in der übri­gen Fuß­gän­ger­zo­ne zu gestal­ten. Ein Abschluss zur Obern­dor­fer Stra­ße könn­te durch mobi­le Pflanz­ge­fä­ße erfol­gen, die bis­he­ri­ge Grün­in­sel ent­fal­len.

Auf dem Hir­so­ner Platz ist es auf der Nord­sei­te nicht mög­lich, Bäu­me zu pflan­zen, weil hier Gas­lei­tun­gen ver­lau­fen. Auf Nach­fra­ge aus dem Rat erklär­te Fach­be­reichs­lei­ter Andre­as Krau­se, dass es nicht mög­lich sei, bestehen­de Ele­men­te in der umzu­ge­stal­ten­den Fuß­gän­ger­zo­ne zu erhal­ten. „Unter den Pflanz­bee­ten ver­lau­fen Lei­tun­gen, die alle erneu­ert wer­den müs­sen.“ Dies betref­fe auch das Pflanz­beet beim Rosen­gar­ten.  Es mache kei­nen Sinn, eine Mischung aus altem und neu­em Unter­grund zu haben. „Wir brau­chen eine Pflas­te­rung in einem Zug, sonst gibt es Auf­brü­che.“

Die Pflanz­in­sel beim „Rosen­gar­ten”

Lob gab es schließ­lich von Stadt­rat Uli Bauknecht (CDU): „Die Pla­ner haben alles rich­tig gemacht.” Die Spre­che­rin von SPD/Buntspecht Tan­ja Wit­kow­ski fand, es sei „ein guter Kom­pro­miss erreicht” wor­den. Freie-Lis­te-Spre­cher Udo Neu­deck bat, noch ein­mal den bar­rie­re­frei­en Zugang zu den Geschäf­ten wohl­wol­lend zu prü­fen. Dazu haben die Pla­ner auf die recht­li­chen Not­wen­dig­kei­ten bei Ram­pen hin­ge­wie­sen. Die­se wür­den den Raum zwi­schen einem mög­li­chen Zelt und den Gebäu­den wei­ter ein­engen.

Da der Bau­be­ginn auf das Früh­jahr 2018 ver­scho­ben wer­den muss, sei auch noch Zeit für den end­gül­ti­gen Beschluss im Herbst, so Her­zog. Das sah der Rat eben­so und ver­tag­te einen Beschluss auf den Herbst.