"Rauchen verboten" - Bauarbeiten an der Gasleitung in der Tiersteinstraße. Fotos: him

SCHRAMBERG  (him) – Am Mon­tag­abend haben die Stadt­wer­ke die Tier­stein­stra­ße zwi­schen  Para­dies­platz und Fried­hof voll gesperrt. Grund: Ein Gas­leck.

Die Kanal­de­ckel sind geöff­net, damit Gas, das sich mög­li­cher­wei­se in der Kana­li­sa­ti­on ange­sam­melt hat, aus­strö­men kann.

Weil das Gas in die Kana­li­sa­ti­on ein­ge­drun­gen ist, haben wir Schacht­de­ckel öff­nen müs­sen“, so Chris­toph Huber, der tech­ni­sche Lei­ter der Stadt­wer­ke. „Des­halb die Voll­sper­rung.“ Ent­deckt hat­te Ste­fan Kuh­ner von den Stadt­wer­ken das Leck bei einer Rou­ti­ne­kon­trol­le am Mon­tag. Dar­auf­hin hät­ten sie Löcher in den Asphalt gebohrt und die Gas­kon­zen­tra­ti­on gemes­sen. „Wir haben dann auch gleich die Stra­ße gesperrt.”

Hier irgend­wo drun­ten müss­te das Leck sein, aber wo…

Im Rah­men der Gas­rohr­über­prü­fung hät­ten die Fach­leu­te die Lecka­ge ent­deckt.  Am Diens­tag haben die Stadt­wer­ker  die genaue Stel­le für die Lecka­ge geor­tet und dort auf­ge­gra­ben. „Wir suchen die Stel­le mit der höchs­ten Gas­dich­te“, so Huber, „da müss­te das Loch sich befin­den.“

Schwierige Suche nach dem Leck

Dass es an die­ser Stel­le zum Gas­aus­tritt kommt, wun­dert Huber. Denn das Rohr stam­me aus den 70er Jah­ren und habe schon eine Kunst­stoffum­man­te­lung: „Da dürf­te eigent­lich noch nichts sein…“.

Am Mor­gen fan­gen die Spe­zia­lis­ten mit der Leck­su­che an.

Eine ers­te Suche blieb bis 10.30 Uhr erfolg­los. Zwar ist das Gas deut­lich zu rie­chen. Aber auch nach­dem das Gas­rohr frei­ge­legt ist, kann Ste­fan Kuh­ner das Loch nicht loka­li­sie­ren. „Wir müs­sen die Stra­ße wei­ter auf­ma­chen.”

Ste­fan Kuh­ner unter­sucht das frei­ge­leg­te Gas­rohr.

Nach einer wei­te­ren Stun­de ist das Leck geor­tet. Mit schwar­zem Spe­zi­al-Kle­be­band umwi­ckelt Kuh­ner das Rohr und dich­tet es pro­vi­so­risch ab. „Wir tau­schen das gan­ze Rohr noch aus.” Des­halb blei­be die Stra­ße wohl bis Mitt­woch­abend  gesperrt.

Das zuge­kleb­te Leck.

Kuh­ner  kon­trol­liert mit der Gas­son­de, ob  es wirk­lich das ein­zi­ge Leck war. Er misst immer noch Gas im Unter­grund, aber wesent­lich weni­ger als tags zuvor. „Das bleibt da auch noch eine Wei­le”, weiß er aus Erfah­rung.

Ste­fan Kuh­ner prüft den Gas­ge­halt im Unter­grund.
Gut zu erken­nen: Die Stei­ne unter dem Rohr.

Das Loch sei ent­stan­den, weil frü­her die Bau­ar­bei­ter die Roh­re mit Stei­nen unter­legt haben. „Das Rohr drückt auf die Stei­ne, die Iso­lie­rung geht kaputt und es fängt an zu ros­ten.” Heu­te wer­den die Lei­tungs­roh­re in Sand ver­legt, um sie bes­ser zu schüt­zen.