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Rottweil
Montag, 17. Februar 2020

Gasleck in der Tiersteinstraße

SCHRAMBERG  (him) – Am Montagabend haben die Stadtwerke die Tiersteinstraße zwischen  Paradiesplatz und Friedhof voll gesperrt. Grund: Ein Gasleck.

Die Kanaldeckel sind geöffnet, damit Gas, das sich möglicherweise in der Kanalisation angesammelt hat, ausströmen kann.

„Weil das Gas in die Kanalisation eingedrungen ist, haben wir Schachtdeckel öffnen müssen“, so Christoph Huber, der technische Leiter der Stadtwerke. „Deshalb die Vollsperrung.“ Entdeckt hatte Stefan Kuhner von den Stadtwerken das Leck bei einer Routinekontrolle am Montag. Daraufhin hätten sie Löcher in den Asphalt gebohrt und die Gaskonzentration gemessen. „Wir haben dann auch gleich die Straße gesperrt.“

Hier irgendwo drunten müsste das Leck sein, aber wo…

Im Rahmen der Gasrohrüberprüfung hätten die Fachleute die Leckage entdeckt.  Am Dienstag haben die Stadtwerker  die genaue Stelle für die Leckage geortet und dort aufgegraben. „Wir suchen die Stelle mit der höchsten Gasdichte“, so Huber, „da müsste das Loch sich befinden.“

Schwierige Suche nach dem Leck

Dass es an dieser Stelle zum Gasaustritt kommt, wundert Huber. Denn das Rohr stamme aus den 70er Jahren und habe schon eine Kunststoffummantelung: „Da dürfte eigentlich noch nichts sein…“.

Am Morgen fangen die Spezialisten mit der Lecksuche an.

Eine erste Suche blieb bis 10.30 Uhr erfolglos. Zwar ist das Gas deutlich zu riechen. Aber auch nachdem das Gasrohr freigelegt ist, kann Stefan Kuhner das Loch nicht lokalisieren. „Wir müssen die Straße weiter aufmachen.“

Stefan Kuhner untersucht das freigelegte Gasrohr.

Nach einer weiteren Stunde ist das Leck geortet. Mit schwarzem Spezial-Klebeband umwickelt Kuhner das Rohr und dichtet es provisorisch ab. „Wir tauschen das ganze Rohr noch aus.“ Deshalb bleibe die Straße wohl bis Mittwochabend  gesperrt.

Das zugeklebte Leck.

Kuhner  kontrolliert mit der Gassonde, ob  es wirklich das einzige Leck war. Er misst immer noch Gas im Untergrund, aber wesentlich weniger als tags zuvor. „Das bleibt da auch noch eine Weile“, weiß er aus Erfahrung.

Stefan Kuhner prüft den Gasgehalt im Untergrund.

Gut zu erkennen: Die Steine unter dem Rohr.

Das Loch sei entstanden, weil früher die Bauarbeiter die Rohre mit Steinen unterlegt haben. „Das Rohr drückt auf die Steine, die Isolierung geht kaputt und es fängt an zu rosten.“ Heute werden die Leitungsrohre in Sand verlegt, um sie besser zu schützen.

 

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