„Gelbe-Sack-Solidarität“ mit Augenzwinkern

Weil Schramberg den Umlandbürgern keine Rollen mehr geben mag, schenkt das Umland der Stadt fünf Kartons mit Rollen.

Die Umlandbürgermeister helfen Schramberg aus der Patsche. Mit einer nicht ganz ernst gemeinten Aktion lieferten sie am Dienstag fünf Kartons mit Gelbe-Sack-Rollen ans Schramberger Bürgerbüro. Der Hintergrund:

Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr hatte bei ihrem Montagspressegespräch zu Corona erklärt, Schramberg sei als Mittelzentrum gern bereit, Aufgaben für das Umland zu übernehmen. Doch in letzter Zeit kämen immer mehr Bürger aus dem Umland ins Bürgerbüro der Stadt und nähmen die Dienste der Stadt Schramberg in Anspruch: „Sei es, um Gelbe Säcke zu holen oder Formulare oder was auch immer.“ Sie bitte um Verständnis, dass die Dienstleistungen und die Gelben Säcke den Bürgern der Stadt Schramberg vorbehalten seien.

Das hat die Umlandbürgermeister nicht ruhen lassen. In einer konzertierten Aktion half das Umland der großen Kreisstadt, wie die Umlandbürgermeister in einer Mail der Schrambergr Oberbürgermeisterin kundtun:

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,

 mit großer Bestürzung haben wir erfahren, dass Bürger der Umlandgemeinden „Gelbe Säcke“ auf dem Rathaus in Schramberg holen (wollen). Wir konnten dies nicht ganz nachvollziehen, da die Rathäuser teilweise „Gelbe Säcke“ vor den Rathäusern zum Abholen bereitstellen. Trotzdem haben Ihre Umlandkollegen gesammelt und in einer spontanen Aktion eine Hilfslieferung von fünf Kartons mit „Gelben Säcken“ in die Große Kreisstadt organisiert. Die Kartons wurden im Bürgerbüro abgegeben. Wir hoffen, dass damit das „Gelbe-Sack-Problem“ in Schramberg behoben ist.

Mit besten Grüßen

Ihre

Umlandkollegen

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