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Dienstag, 10. Dezember 2019
Start Schram­berg Gewer­be­ge­biet Maden­wald: Erschlie­ßung kommt

Gewerbegebiet Madenwald: Erschließung kommt

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Ein­stim­mig hat der Aus­schuss für Umwelt und Tech­nik beschlos­sen, das neue Gewer­be­ge­biet Maden­wald so wie von der Ver­wal­tung vor­ge­schla­gen zu erschlie­ßen. Obwohl der Bebau­ungs­plan noch gar nicht beschlos­sen ist, woll­te die Ver­wal­tung grü­nes Licht für den Aus­bau haben.  Wenn der Sat­zungs­be­schluss da sei, kön­ne rasch die Aus­schrei­bung für die Bau­maß­nah­men erfol­gen, erläu­ter­te Kon­rad Gin­ter von der Abtei­lung Tief­bau.

 Bis­lang befin­det sich noch ein Teil der Gärt­ne­rei Läng­le auf dem Gelän­de. Die Stadt hat­te die Gärt­ne­rei dem Exis­tenz­grün­der Läng­le damals ver­pach­tet mit dem Hin­weis, dass das Gebiet eines Tages zu einem Gewer­be­ge­biet wer­den wür­de. Gegen die frist­ge­rech­te  Kün­di­gung des Pacht­ver­trags war Läng­le vor Gericht gezo­gen. In einem Ver­gleich hat­te die Stadt Läng­le eine Frist bis Mit­te 2018  ein­ge­räumt. In die­sem Som­mer nun will Läng­le die Gewächs­häu­ser im Bereich Maden­wald räu­men.

„Anschlie­ßend soll die Erschlie­ßung des Gebie­tes mit der ent­spre­chen­den Infra­struk­tur erfol­gen“, so heißt es in der Vor­la­ge. Das neue Gewer­be­ge­biet wer­de über eine Stich­stra­ße mit Wen­de­ham­mer erschlos­sen. Das Regen­was­ser soll getrennt vom Schmutz­was­ser ent­sorgt wer­den. Das Regen­was­ser fließt zunächst in eine Reten­ti­ons­mul­de und dann in einen bestehen­den Gra­ben. „Das Schmutz­was­ser fließt Rich­tung Bram­bach und dort in einen Kanal zur Klär­an­la­ge in Hor­gen“, so Gin­ter.

Das Inge­nieur­bü­ro Kirn hat die Erschlie­ßungs­kos­ten ein­schließ­lich der Neben­kos­ten beim Stra­ßen­bau auf  470.000 Euro geschätzt.  375.000 wer­den die Stadt­wer­ke für die Kana­li­sa­ti­on bereit stel­len müs­sen.

Wenn der Bebau­ungs­plan beschlos­sen sei, kön­ne zum Jah­res­en­de hin mit den Bau­ar­bei­ten begon­nen wer­den.

Mit­ten drin im geplan­ten Indus­trie­ge­biet Maden­wald: die ehe­ma­li­ge Gärt­ne­rei Profft, die Nor­bert Läng­le noch bis Ende Juli gepach­tet hat. Archiv-Foto: him

Jür­gen Kaupp, CDU, frag­te, ob ein im Plan ein­ge­zeich­ne­ter Ver­bin­dungs­weg zu einem bestehen­den Feld­weg auch für Autos befahr­bar sein soll. Die­ser Weg sei nur für Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer  vor­ge­se­hen, erwi­der­te Gin­ter. Ein Pol­ler soll  Auto­fah­ren ver­hin­dern.  Ob man nicht einen ande­ren Namen als ‚Maden­wald‘ fin­den kön­ne, frag­te Kaupp wei­ter. Die Namens­ge­bung für die Stra­ße  erfol­ge spä­ter mein­te Gin­ter schmun­zelnd. Kaupp woll­te schließ­lich wis­sen, ob es schon Inter­es­sen­ten gäbe, und ob die Bau­her­ren dort die Erschlie­ßungs­kos­ten kom­plett zahl­ten.  Fach­be­reichs­lei­ter Peter Wei­ßer bestä­tig­te Letz­te­res knapp mit: „Ja.“ Zu mög­li­chen Kauf­in­ter­es­sen­ten woll­te die Ver­wal­tung aber in öffent­li­cher Sit­zung nichts sagen.

Für die freie Lis­te erkun­dig­te sich Emil Rode wegen des Reten­ti­ons­be­ckes, ob das denn „unbe­dingt nötig“ sei.  Das Lan­de­rats­amt habe das ange­ord­net, um den Gra­ben bei Stark­re­gen nicht zu über­las­ten, berich­te­te Gin­ter. Das Was­ser wer­de aber nur kurz in dem Becken sein und dann abflie­ßen oder ver­si­ckern: „Das gibt kei­nen Dau­er­stau.“

Maden­wald: Sobald die Gärt­ne­rei Läng­le aus­ge­zo­gen ist, soll hier ein Gewer­be­ge­biet für klei­ne­re Betrie­be ent­ste­hen. Archiv-Foto: him

Der Aus­schuss beschloss schließ­lich, dass die not­wen­di­gen Arbei­ten ”zeit­nah nach Sat­zungs­be­schluss des Bebau­ungs­plans aus­ge­schrie­ben” wer­den sol­len.

 

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