Der Bund för­dert das schnel­le Inter­net mit einem Son­der­pro­gramm. Sämt­li­che Indus­trie und Gewer­be­ge­bie­te in Deutsch­land, die über weni­ger als 30 MBit/Sekunde  Leis­tung an jedem Arbeits­platz ver­fü­gen kön­nen,  sol­len mit einem direk­ten Glas­fa­ser­an­schluss aus­ge­stat­tet wer­den. Die­ses Pro­gramm wol­len der Land­kreis und auch die Stadt Schram­berg nut­zen.

Das The­ma Daten­au­to­bahn sei ja „in aller Mun­de“, der Bedarf nach schnel­len Inter­net-Ver­bin­dun­gen wer­de immer grö­ßer, so der städ­ti­sche inter­net­be­auf­trag­te Kon­rad Gin­ter im Aus­schuss für Umwelt und Tech­nik (AUT).

Zwar haben laut Gin­ter bereits 95 Pro­zent aller Haus­hal­te im Raum Schram­berg eine gute Inter­net­ver­sor­gung mit min­des­tens 30 MBit pro Sekun­de, etli­che sogar noch deut­lich mehr. In den Indus­trie­be­trie­ben wer­de die­se Leis­tung aber nicht an allen Arbeits­plät­zen erreicht. Des­halb sol­len in Ten­nen­bronn, Schram­berg-Tal, Sul­gen und Wald­mös­sin­gen alle Indus­trie- und Gewer­be­ge­bie­te  direk­te Glas­fa­ser­lei­tun­gen bekom­men. Davon pro­fi­tie­ren auch die Wohn­ge­bie­te in der Nach­bar­schaft, beton­te Gin­ter. Der­zeit befra­ge die Stadt die Unter­neh­men, denn für den Zuschuss müs­se der Bedarf der Betrie­be nach­ge­wie­sen wer­den.

Nach den För­der­richt­li­ni­en wür­den Bund und Land zusam­men 90 Pro­zent der för­der­fä­hi­gen Kos­ten über­neh­men. Für Schram­berg hat der Land­kreis Pro­jekt­kos­ten von etwa 2,8 Mil­lio­nen Euro erreich­ten. Das bedeu­tet, dass etwa 280. 000 Euro Eigen­an­teil bei der Stadt blie­ben, so Gin­ter. Dabei über­neh­me die Stadt Schram­berg die Bau­be­glei­tung und die Bedarfs­er­mitt­lung, „der Land­kreis hat die Feder­füh­rung“.

Bedeutsames Projekt”

Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog sprach von einem „bedeut­sa­men Pro­jekt für die Raum­schaft“, das die Schram­ber­ger Unter­neh­men „einen deut­li­chen Schritt wei­ter brin­gen“ wer­de.  Auf Nach­fra­ge von Jür­gen Kaupp (CDU), wann denn die Unter­neh­men mit einem Anschluss rech­nen könn­ten, mein­te Gin­ter, dass der Aus­bau wohl bis Ende 2021 abge­schlos­sen sei. Für Dr. Josef Gün­ter (SPD/Buntspecht) war das eine „kla­re Sache, das müs­sen wir machen.“ Er ver­wies dar­auf, dass seit in Ten­nen­bronn ein gro­ßer Betrieb im Schwar­zen­bach Glas­fa­ser habe, auch die in der Nähe lie­gen­den pri­va­ten Nut­zer deut­lich bes­se­re Inter­net-Bedin­gun­gen hät­ten.

Uli Bauknecht (CDU) frag­te, ob für die­ses Pro­jekt auch die städ­ti­schen Leer­roh­re genutzt wer­den kön­nen. Her­zog ver­si­cher­te, die Stadt wer­de die­se Roh­re anbie­ten. Aller­dings woll­ten die Netz­be­trei­ber oft ihre eige­nen Roh­re nut­zen.

Ein­stim­mig beschloss der AUT, dass die Ver­wal­tung eine Ver­ein­ba­rung mit dem Land­kreis Rott­weil über die Ver­sor­gung der Gewer­be­ge­bie­te mit Glas­fa­ser abschlie­ßen soll. Außer­dem wer­den die not­wen­di­gen Finanz­mit­tel von  280.000 Euro in den kom­men­den Haus­hal­ten bereit gestellt.

Schon vor zwei Jah­ren begann der Aus­bau des Schnel­len Inter­nets in Ten­nen­bronn. Hier beim Start durch die Tele­kom im Affen­tä­le mit Ver­tre­tern des Land­rats­am­tes, der Tele­kom, der Stadt und des Ort­schafts­ra­tes. Archiv-Foto: him

Info: Fol­gen­de Gebie­te sol­len direk­te Glas­fa­ser­ver­bin­dun­gen erhal­ten:  In Ten­nen­bronn Schwar­zen­bach, Wei­her­hal­de, Schiltach­stra­ße, Haupt­stra­ße, Unter­schiltach und Am Bach. In Schram­berg –Tal  Ber­neck­stra­ße, Gei­s­hal­de, Ham­mer­gra­ben und­Ge­wer­be­park H.A.U.. In Sul­gen  die gro­ßen Indus­trie­ge­bie­te sowie Bram­bach und in Wald­mös­sin­gen das Inter­kom­mu­na­le Gewer­be­ge­biet und Im Webertal/ Im Moos.