Hochamt in der St Mariakirche. Fotos: him

SCHRAMBERG – Mit einem Hoch­amt in der St Maria­kir­che fei­er­ten m Sonn­tag die Schram­ber­ger Katho­li­ken ein beson­de­res Kirch­weih­fest: das 175. Gekom­men war dazu Weih­bi­schof Mat­thä­us Kar­rer aus Rot­ten­burg. Er zele­brier­te gemein­sam mit Pfarr­vi­kar Mein­rad Her­mann und Dia­kon Mar­kus Schnei­der die­se beson­de­re Mes­se.

Stadt­pfar­rer Rüdi­ger Kocholl konn­te nicht teil­neh­men, wie Her­mann in der Begrü­ßung bedau­er­te. Er  befin­det ich nach einer schwe­ren Erkran­kung in einer Reha-Ein­rich­tung in Bad Kro­zin­gen.

Nach den Lesun­gen pre­dig­te Weih­bi­schof Kar­rer. Er erin­ner­te an die 175-jäh­ri­ge Geschich­te der Kir­che. Sie sei seit ihrer Erbau­ung immer wie­der reno­viert und umge­baut wor­den. Aber auch das gesell­schaft­li­che Leben habe sich immer wie­der gewan­delt. „Men­schen sind nach Schram­berg gekom­men, ande­re weg­ge­zo­gen.“

Kirche, um zur Ruhe zu kommen

In der heu­ti­gen schnell­le­bi­gen Zeit sei­en Kir­chen auch Orte, um zur Ruhe, inne zu hal­ten, zu sich selbst zu fin­den, „um aus dem All­tag aus­zu­stei­gen“. Kar­rer: „Wir brau­chen sol­che Orte, für Freu­de und   Trau­er“. Sie sei­en „gott­voll und erleb­nis­stark“, zitier­te er Paul Zuleh­ner. Kir­chen sei­en „Orte der Got­tes­be­geg­nung und beson­de­rer Erleb­nis­se“.

Vie­le ver­bin­den mit der Kir­che Per­sön­li­ches: die Tau­fe, die Hoch­zeit, beson­de­re Got­tes­diens­te. Auch die St. Maria­kir­che sei in ihrer Schlicht­heit ein Erleb­nis. Sie bie­te wie alle Kir­chen die Mög­lich­keit der Got­tes­be­geg­nung und damit etwas mit­zu­neh­men für das eige­ne Leben, so Weih­bi­schof Kar­rer.

Bei den Für­bit­ten kamen Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter der vie­len Grup­pie­run­gen und Ein­rich­tun­gen zu Wort, in denen die Katho­li­sche Kir­che aktiv ist. Das reich­te von der Schram­ber­ger Tafel, den Eli­sa­be­then­ver­ein, die Kol­pings­fa­mi­lie über den Kir­chen­chor, Pax Chris­ti , bis zum Kin­der­fonds, den Frau­en­bund und den Minis­tran­ten.

wei­fall für die Musi­ker und Sän­ger.

Am Ende bedank­te sich Her­mann bei allen Mit­wir­ken­den, den Sän­ge­rin­nen und Sän­gern, den Musi­kern und ins­be­son­de­re beim Orga­nis­ten Wilm Geis­mann und Kir­chen­mu­sik­di­rek­tor Rudi Schä­fer, der die Gesamt­lei­tung inne hat­te. Mit einem groß­ar­ti­gen „Gro­ßer Gott, wir loben Dich“ ende­te das Hoch­amt.

Empfang

Bei strah­len­dem Son­nen­schein hat­te die Kir­chen­ge­mein­de im Anschluss an das Hoch­amt die Got­tes­dienst­be­su­cher zum Steh­emp­fang auf dem Platz vor der Kir­che ein­ge­la­den. Bei Sekt und Häpp­chen unter­hiel­ten sich die Gäs­te. Gruß­wor­te spra­chen  Stadt­ar­chi­var Cars­ten Kohl­mann in Ver­tre­tung von Ober­bür­ger­meis­te­rin Doro­thee Eisenlohr, Stadt­pfar­re­rin Mar­ti­na Schla­gen­hauf für die evan­ge­li­schen Chris­ten und ein Ver­tre­ter der zur Seel­sor­ge­ein­heit gehö­ren­den katho­li­schen Kir­chen­ge­mein­de Lau­ter­bach.

Im Geis­te der Öku­me­ne gra­tu­lier­te Stadt­pfar­re­rin Mar­ti­na Schla­gen­hauf, links Stadt­ar­chi­var Cars­ten Kohl­mann.

Kohl­mann erin­ner­te an den „Platz der Erin­ne­rung an die Herr­schaft Schram­berg“.  Er berich­te­te, dass zur sel­ben Zeit vor 175 Jah­ren auch das benach­bar­te Schloss der Gra­fen von Bis­sin­gen und Nip­pen­burg und die Majo­li­ka­fa­brik enstan­den sei­en:  „Ein hoch­ran­gi­ges Ensem­ble spät­klas­si­zis­ti­scher Archi­tek­tur“. Kohl­mann wür­dig­te die Ver­diens­te der Gra­fen von Bis­sin­gen und Nip­pen­burg, die die Kir­che stets unter­stützt hät­ten.

Pfar­re­rin Schla­gen­hauf hat­te als Geburts­tags­ge­schenk „Bibel­rie­gel für den geis­ti­gen Hun­ger“ dabei. Einen eige­nen Kir­chen­füh­rer für Kin­der hat­ten Johan­na und Rudi Schä­fer geschrie­ben. Die­sen und einen älte­ren Kir­chen­füh­rer gab es an einem von den Minis­tran­ten betreu­ten Stand zu kau­fen.

Am Vor­abend des Hoch­am­tes hat­te eine Grup­pe ein Stück Diet­mar Gebert in vier Sze­nen auf­ge­führt, in dem er die Geschich­te der Kir­che dar­stell­te. Abge­run­det hat ein Vor­trag von Hei­ner Gie­se am Freit­ga­bend das Fest­wo­chen­en­de. Gie­se berich­te­te über die Ent­ste­hungs­geschch­te der St. Maria­kir­che, die ein Uni­kat inner­halb der Diö­ze­se geblie­ben sei.