SCHRAMBERG  (him) – Zwei Bebau­ungs­plä­ne unter der Über­schrift „Innen­ent­wick­lung Wald­mös­sin­gen” hat­te der Aus­schuss für Umwelt und Tech­nik (AUT) zu bera­ten. Wäh­rend der Plan, der das Gebiet Hol­der­stau­den Stra­ße bis Bruck­wa­sen­weg umfasst, glatt durch­ging, müs­sen beim zwei­ten Plan die Ort­schafts­rä­te nach­ar­bei­ten.

Im Ort­schafts­rat in Wald­mös­sin­gen war näm­lich der Plan  für das Gebiet „Heim­bach-, Bach- und Bruck­stra­ße, Grei­che­wie­sen“ mehr­heit­lich abge­lehnt wor­den. Er hat­te gefor­dert, das Eck Grei­che­wie­sen raus­zu­las­sen, weil die gro­ße Mehr­heit der dor­ti­gen Grund­stücks­ei­gen­tü­mer dage­gen sei. Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog infor­mier­te den Aus­schuss, er habe am Mor­gen der Sit­zung das Signal erhal­ten, dass ein Gut­teil der Anwoh­ner nun doch Bau­recht bekom­men wol­le. Her­zog wies, wie schon im Ort­schafts­rat, dar­auf hin, dass „Bau­recht kei­ne Baupflicht“ bedeu­te. „Ande­rer­seits zemen­tiert ein jetzt ver­ab­schie­de­ter Bebau­ungs­plan den Zustand auf die nächs­ten 20 Jah­re.“

Mit Boden schonend und sparsam umgehen

Zu Beginn der Dis­kus­si­on hat­te Stadt­pla­ner Bent Liebrich an die gesetz­li­che Vor­ga­be, mit dem Gut Boden scho­nend und spar­sam umzu­ge­hen, erin­nert. Des­halb habe die Stadt die Innen­ent­wick­lung in Wald­mös­sin­gen ange­gan­gen. „Wir wol­len Bau­lü­cken schlie­ßen und unbe­bau­te Grund­stü­cke einer Bebau­ung zufüh­ren.“ Im Gebiet der Teil­flä­che 1 mit knapp zwei Hekt­ar Flä­che gäbe es auch eini­ge Bau­wil­li­ge. Nach der ein­stim­mi­gen Zustim­mung im Ort­schafts­rat gab es auch im AUT einen ein­stim­mi­gen Emp­feh­lungs­be­schluss für den Gemein­de­rat.

Wegen der neu­en Ent­wick­lung zum Teil­ge­biet 2 „Heim­bach-, Bach- und Bruck­stra­ße, Grei­che­wie­sen“ gab es eine län­ge­re Debat­te, die schließ­lich damit ende­te, dass der Ort­schafts­rat sich erneut mit dem The­ma beschäf­ti­gen wird. Kom­pro­miss­mög­lich­kei­ten deu­te­te Jür­gen Kaupp (CDU) an.

Bei mög­li­chen Kos­ten für die Erschlie­ßung und  Aus­gleichs­maß­nah­men woll­te sich Ober­bür­ger­meis­ter Her­zog nicht ger­ne fest­le­gen, sprach aber davon, dass die meis­ten schon Erschlie­ßungs­bei­trä­ge dort bezahlt hät­ten, also nur der Öko­aus­gleich anfal­len könn­te. Da sei von Sum­men zwi­schen 5000 und 15.000 Euro aus­zu­ge­hen. Her­zog bat aber zu beden­ken: „Wir machen aus einer Wie­se für zwei Euro der Qua­drat­me­ter ein Bau­grund­stück für 100 Euro.“

Schließ­lich war  der Aus­schuss wie Josef Gün­ter (SPD-Bunt­specht) der Mei­nung, „eine Run­de mehr oder weni­ger spielt kei­ne Rol­le.“ Er mach­te aber auch deut­lich: „Die die nicht wol­len, behin­dern die, die bau­en wol­len.“

Der Aus­schuss für Umwelt und Tech­nik  hat  das Vor­ha­ben denn auch ein­stim­mig  an den Ort­schafts­rat zurück­ver­wie­sen, damit die­ser erneut berät, ob „Grei­che­wie­sen“ drin bleibt oder raus­fällt. Der Gemein­de­rat wird des­halb nächs­te Woche das The­ma nicht behan­deln.