Nach brutalem Überfall auf Frau bei Schiltach: Polizei sucht Radfahrer als möglichen Tatzeugen

Fahndung erfolgreich / Versucher Mord - Motiv weiter unklar

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Fahndungsaktion am Sonntagnachmittag. Foto: him

SCHILTACH/SCHRAMBERG (pz/him) – Ein jun­ger Mann hat offen­bar gegen 11 Uhr am Sonn­tag eine Frau bei Schiltach über­fal­len und schwer ver­letzt. Der Ret­tungs­dienst brach­te die Frau in ein Kran­ken­haus. „Sie ist außer Lebens­ge­fahr”, so die Poli­zei am Mon­tag­mor­gen. Der mut­maß­li­che Täter konn­te fest­ge­nom­men wer­den – Täter und Opfer sol­len sich laut Poli­zei nicht gekannt haben. Nach dem Über­fall floh er zunächst. Es han­delt sich um einen deut­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen, wie die NRWZ von der Poli­zei erfah­ren hat. Er stammt aus dem Kreis Rott­weil. Die Poli­zei hat­te eine gro­ße Fahn­dungs­ak­ti­on im Raum Schram­berg gestar­tet. Nach Infor­ma­tio­nen der NRWZ han­delt es sich bei der Tat­waf­fe um einen Ham­mer.

Nach Hin­wei­sen aus der Bevöl­ke­rung konn­te die Poli­zei den mut­maß­li­chen 23-jäh­ri­ge Täter am Abend kurz nach 18 Uhr zwi­schen Schram­berg und Schiltach vor­läu­fig fest­neh­men. Der Mann war zu Fuß noch in der Nähe des Tat­orts unter­wegs.  Den von ihm benutz­ten Renault hat die Poli­zei  kurz danach eben­falls gefun­den und sicher­ge­stellt.

Bis­her hat der Tat­ver­däch­ti­ge noch kei­ne Aus­sa­ge gemacht, so Micha­el aschen­bren­ner vom Poli­zei­prä­si­di­um Tutt­lin­gen. Das Motiv für die Tat sei des­halb nach wie vor unklar. Ver­mut­lich am Mitt­woch wer­de der Mann einem Haft­rich­ter vor­ge­führt.

Jetzt sucht die Poli­zei nach einem Tat­zeu­gen: Beson­ders wich­tig wäre laut den Ermitt­lern die Aus­sa­ge eines Rad­fah­rers der den Tat­ort auf dem par­al­lel zur Bun­des­stra­ße 462 ver­lau­fen­den Rad­weg pas­siert haben soll – und zwar wäh­rend der Tat. Die Hin­wei­se wer­den an die Kri­mi­nal­po­li­zei­di­rek­ti­on Rott­weil, Tel. 0741/477–0 oder an das Poli­zei­prä­si­di­um Tutt­lin­gen, Tel. 07461/941–0, erbe­ten.

Staats­an­walt­schaft und Poli­zei hat­ten am Nach­mit­tag ers­te Details ver­öf­fent­licht: Nach ers­ten Erkennt­nis­sen der Kri­mi­nal­po­li­zei atta­ckier­te der Täter die Frau mitt­le­ren Alters mit einem Schlag­werk­zeug und ver­letz­te sie dabei am Kopf. Das Opfer jogg­te auf einem Wirt­schafts­weg ent­lang der Bun­des­stra­ße 462, im Bereich „Gewann Som­mer­wies”.

Der Hub­schrau­ber kreis­te um die Mit­tags­zeit über Schram­berg und die umge­ben­den Wälder.Die Staats­an­walt­schaft Rott­weil und die Kri­mi­nal­po­li­zei­di­rek­ti­on Rott­weil ermit­teln wegen ver­such­ten Mor­des. „Zum Motiv lie­gen bis­lang kei­ne Erkennt­nis­se vor”, so die Pres­ser­klä­rung.

Am Mon­tag­mor­gen erklär­te Poli­zei­spre­cher Die­ter Popp auf Nach­fra­ge der NRWZ,  der Fest­ge­nom­me­ne habe sich bis­her noch nicht zur Tat und sei­nen Motiv geäu­ßert. Sicher sei aber, dass es sich nicht um eine Bezie­hungs­tat han­delt, Täter und Opfer hät­ten sich wohl nicht gekannt.

Am Sonn­tag lief im Raum Schram­berg eine Groß­fahn­dung nach dem Mann. Dabei war auch ein Poli­zei­hub­schrau­ber im Ein­satz. Er kreis­te lang­sam über dem Wald­ge­biet um Schram­berg und such­te nach dem mut­maß­li­chen Täter. Erst gegen 16.30 Uhr stell­te der Poli­zei­hub­schrau­ber die Suche ein. Auch Poli­zei­hun­de­füh­rer betei­lig­ten sich an der Suche.