Die Stadtmusik Schramberg mit Dirigent Meinrad Löffler. Fotos: him

SCHRAMBERG (him) – Alle Jah­re wie­der: Das Weih­nachts­kon­zert Stadt­mu­sik war wie­der ein Höhe­punkt für vie­le Schram­ber­ger: Musi­ka­lisch, aber auch als Gele­gen­heit zur per­sön­li­chen Begeg­nung.

Nach den bei­den tra­di­tio­nel­len Weih­nachts­lie­dern zum Auf­takt erfuh­ren die Kon­zert­be­su­cher etwas über die Arbeit der  bei­den Orches­ter im ver­gan­ge­nen Jahr. Das reich­te vom Neu­jahrs­emp­fang, Auf­trit­ten an Fron­leich­nam über das Stadt­ju­bi­lä­um bis hin zum Türm­le­spie­len im Advent. Für die viel­fäl­ti­gen Akti­vi­tä­ten der Stadt­mu­sik gebüh­re den Musi­kan­ten Dank und Aner­ken­nung, hieß es in der Begrü­ßung.

Musi­ka­lisch hat­ten sich Sabri­na Michel­feit mit dem Jugend­blas­or­ches­ter und Mein­rad Löff­ler mit dem Haupt­or­ches­ter  eini­ge außer­ge­wöhn­li­che Stü­cke  aus­ge­sucht. Musi­ka­lisch höchst anspruchs­voll, für die Zuhö­rer abwechs­lungs­reich und span­nend. Das Jugend­blas­or­ches­ter zeig­te etwa bei „Cel­tic Voya­ge“, wie reif die jun­gen Musi­ke­rin­nen und Musi­ker schon sind.  Klar, dass  das Publi­kum sie nicht ohne Zuga­be von der Büh­ne ließ.

Nach der Pau­se zeig­te das Haupt­or­ches­ter mit anspruchs­vol­len Stü­cken, dass es nicht von unge­fähr einen exzel­len­ten Ruf genießt. Das Haupt­stück des Abends, Mario Bür­kis „La Cor­ri­da de Toros“,  fei­er­te das Publi­kum mit begeis­ter­tem Applaus. Bei „Frac­tures in Time“ von Micha­el Swee­ney waren vor allem die Per­kus­sio­nis­ten gefor­dert. Groß­ar­tig, wie Mein­rad Löff­ler sei­ne Musi­ker zu solch unge­wöhn­li­chen Klän­gen moti­vie­ren kann.

Ein wei­te­rer Höhe­punkt war das Med­ley aus der „West­side-Sto­ry“ , in dem Ste­fa­nie Flaig und Ema­nu­el Pen­al­ver schon einen Vor­ge­schmack auf das im Herbst geplan­te Musi­cal­pro­jekt der Musik­schu­le lie­fer­ten. Hin­rei­ßend gesun­gen von den bei­den.

Ehrungen

Drei lang­jäh­ri­ge und ver­dien­te Mit­glie­der zeich­ne­te der Kreis­ver­band Rott­weil Tutt­lin­gen des Blas­mu­sik­ver­bands  aus. Der Stell­ver­tre­ten­de Kreis­di­ri­gent Vol­ker Braun über­reich­te Ehren­na­deln an Tobi­as Dold für 30 Jah­re Mit­glied­schaft, Hol­ger Göge­lein und Vic­tor Het­tich für

Vol­ker Braun (am Mikro­fon) ehrt Hol­ger Göge­lein, Tobi­as Dold und Vik­tor Het­tich, rechts der Vor­sit­zen­de der Stadt­mu­sik:  Peter Flaig.

jeweils 40 Jah­re Mit­glied­schaft in der Stadt­mu­sik.  

Der Vor­sit­zen­de der Stadt­mu­sik Peter Flaig hob bei „Tob­se“ beson­ders des­sen Humor her­vor. Er sei Orga­ni­sa­ti­ons­re­fe­rent und Bei­sit­zer im Vor­stand und da „der Mis­ter Kap­pen­abend”. Flaig lob­te zudemd­ass er als „Hörn­le-Papa“  die Hor­nis­ten­trup­pe zusam­men­hal­te. Hol­ger Göge­lein habe sich in vie­len Ämtern, er war sechs Jah­re zwei­ter Vor­sit­zen­der und zuletzt als Kas­sen­prü­fer in der Stadt­mu­sik enga­giert und sei da, wenn man ihn brau­che. Auch Vik­tor Het­tich sei vie­le Jah­re im Vor­stand aktiv, etwa als Schrift­füh­rer und Bei­sit­zer. Außer­dem sei er als “Ver­eins­bast­ler“ unent­behr­lich. „Alles, was Kabel hat oder hat­te…“

Mir­jam Het­tich und Domi­nik Die­ter­le führ­ten fröh­lich durch das Pro­gramm.

Nach einem „Mexi­ka­ni­schen Marsch” gab‘s als Zuga­be einen schlaf­müt­zi­gen Diri­gen­ten mit einem ver­penn­ten Orches­ter, das nach und nach bei einem Zug durch die Musik­ge­schich­te dank Kaf­fee lang­sam zum neu­en Leben erwacht.

Ein Schman­kerl, an dem die Musi­ker min­des­tens so viel Spaß hat­ten wie die Kon­zert­be­su­cher.

Vor der zwei­ten Zuga­be, einem im Duett von Mir­jam Het­tich und Ste­fa­nie Flaig gesun­ge­nen „O du Fröh­li­che”, dank­te Peter Flaig allen Betei­lig­ten, aber auch der Stadt für ihre Unter­stüt­zung.

Fro­hen Her­zens ver­lie­ßen die Kon­zert­be­su­cher den Bären­saal, wäh­rend sich die Musi­ker noch mit Fleisch­käs­weck­le – so roch es wenigs­tens im Foy­er – stärk­ten.