SCHRAMBERG  (him) – Die elek­tro­ni­sche Gut­schein­kar­te des Han­dels- und Gewer­be­ver­eins kommt zum Stadt­fest im Sep­tem­ber. Sowohl als Bonus­kar­te für die Betrie­be als auch als Geschenk­kar­te für alle. Das hat der zwei­te Vor­sit­zen­de des HGV, André Ale­si, am Mitt­woch­abend den Mit­glie­dern berich­tet. Zuvor hat­te der Ver­ein sei­nen Jah­res­rück­blick gehal­ten, den Vor­stand ent­las­tet und die Mit­glie­der für den Aus­schuss gewählt.

Andert­halb Jah­re sei­en ver­gan­gen, seit  die Fir­ma MS Schram­berg erst­mals mit der Idee auf den HGV zuge­kom­men sei, so Ale­si. Statt der steu­er- und sozi­al­ab­ga­ben­frei­en Tank­gut­schei­ne kön­ne man doch auch HGV-Gut­schei­ne aus­ge­ben, so MS-Per­so­nal­che­fin Susan­ne Ber­te­le damals. Nach­dem der HGV die steu­er­li­chen und orga­ni­sa­to­ri­schen Fra­gen geklärt hat­te, begann im Juni das Unter­neh­men die monat­li­chen 40 Euro per HGV-Gut­schein aus­zu­ge­ben. Im Sep­tem­ber folg­te die Fir­ma Mau­rer. „So flie­ßen etwa 300.000 Euro zusätz­lich in die Schram­ber­ger Geschäf­te“, berich­te­te Ale­si wei­ter.

Von Anfang an sei aber klar gewe­sen, dass die Papier­gut­schei­ne kei­ne Dau­er­lö­sung sind: zu kom­pli­ziert in der Ver­wal­tung, zu auf­wän­dig für alle Betei­lig­ten.  Mit einer elek­tro­ni­schen Kar­te  sol­len die­se Pro­ble­me gelöst wer­den. „Doch dann haben wir gemerkt, dass es nicht so leicht ist mit der Kar­te“,  erin­nert sich Ale­si. Sehr vie­le unter­schied­li­che Abrech­nungs­sys­te­me des Han­dels müss­ten unter einen Hut gebracht wer­den. Der HGV habe sich des­halb mit einem erfah­re­nen Dienst­leis­ter, der AVS aus Bay­reuth, zusam­men getan.

Nach einer Ver­an­stal­tung im Novem­ber habe der HGV nun gut 50 Akzep­tanz­stel­len. „Der Start ist jetzt zum Stadt­fest im Sep­tem­ber geplant.“

Die HGV-Gut­schein­kar­te gibt es bald auch in einer Geschenk­box.

Par­al­lel dazu wer­den auch HGV-Geschenk­kar­ten die bis­he­ri­gen Gut­schei­ne in Papier­form ablö­sen. Pro Jahr habe der HGV etwa 8000 sol­cher Gut­schei­ne ver­kauft. Das sei „ein immenser Ver­wal­tungs­auf­wand: Die fül­len gan­ze Kel­ler.“ Die nicht wie­der auf­lad­ba­ren Gut­schein­kar­ten könn­ten aller­dings nur bei den Akzep­tanz­stel­len  ein­ge­setzt wer­den, ein wei­te­res Argu­ment für zöger­li­che Händ­ler, sich rasch zu mel­den, fin­det Ale­si.

Ob denn der Zeit­plan bis Sep­tem­ber ste­he, fragt ein HGV-Mit­glied. „Wir sind auf  einem guten Weg“, ver­si­chert Tho­mas Leit­mann­stet­ter von der AVS, die der­zeit bei den Händ­lern für die Umstel­lung und spä­ter die Abrech­nun­gen sor­gen wird.

Die Vor­sit­zen­den und Aus­schuss­mit­glie­der des HGV (von links): Frank Moser, Kirs­ten Moos­mann, André Ale­si, Chris­tia­ne Büh­ler, Chris­ti­ne Vogel­mann, Tan­ja Sum, Annet­te Kasen­ba­cher, Jens Krön und Oli Bürk­le.

Zu Beginn  der Sit­zung hat­te der Ver­ein in der Vil­la Jung­hans die Regui­la­ri­en abge­wi­ckelt. Der Vor­stand wur­de ent­las­tet, und als Aus­schuss­mit­glie­der wähl­te die Ver­samm­lung: Chris­tia­ne Büh­ler, Oli Bürk­le, Boris Gies­ler, Annet­te Kasen­ba­cher, Johan­nes Kempf, Jens Krön, Phil­ipp Moos­mann, Frank Moser, Patrik Schuh­ma­cher, Tan­ja Sum und Chris­ti­ne Vogel­mann. Der Vor­stand besteht wei­ter­hin aus Kirs­ten Moos­mann und André Ale­si als ers­te und zwei­te Vor­sit­zen­de, Udo Schlipf ist wei­ter­hin Schrift­füh­rer und Wolf­gang Flaig Kas­sie­rer.

Der HGV-Vor­stand mit Geschäfts­füh­re­rin Manue­la Klaus­mann (Mit­te).

Nach der Vor­stel­lung der Gut­schei­ne prä­sen­tier­te Uli Bauknecht die Vor­tei­le der von sei­ner Grup­pe ent­wi­ckel­ten City-Hub App. Sie kön­ne dem Han­del „als Tür­öff­ner bei den Kun­den die­nen“. Albert Risch vom Eine-Welt-Forum warb bei den Händ­lern für den Ver­kauf von fai­ren Pro­duk­ten in ihren Geschäf­ten.