Helmut Banholzer blickt auf zehn Jahre Auto- und Uhrenwelt

30.000er-Marke bei den Besuchern im Blick

Schramberg. Die Auto- und Uhrenwelt in Schramberg hat sich einen festen Platz in der örtlichen Museumslandschaft und weit darüber hinaus erarbeitet. Am 27. März 2010 feierlich eröffnet, war so mancher Beobachter zu Beginn noch skeptisch, doch mittweile hat sich die Einrichtung zu einem Werbeträger für Schramberg entwickelt.

Schwarzwaldmusik-Festival, Sebastian Wehrle, Petticoat und Pomade, Wirtschaftswunder-Klassik und viele andere Veranstaltungen, wie die Kombination aus Oktoberfest der Stadtmusik Schramberg mit der Dampfkraft und dem Trachtentag, sind nur einige Beispiel für mittlerweile fest etablierte Veranstaltungen. Gut angekommen ist auch die Sonderausstellung zum Fiat 500. Zwar gab es auch Ausreißer nach unten bei den Besucherzahlen, wie im Jahr 2018 mit über 20.000 Besuchern, doch der unglaublich heiße Sommer war für Museen einfach schlecht, wie Banholzer erinnerte. Bereits im Jahr 2019 gab es nach seinen Worten deutlich höhere Zahlen.

Gerne genutzt werden von den Besucherinnen und Besuchern auch die Vergünstigungskarten für Touristen. So gibt es mit der Schramberg-Card sogar die Möglichkeit, zu entscheiden, ob man in alle Museen möchte oder nur in einzelne.
Auch für das Jubiläumsjahr 2020 ist ein umfangreiches Programm vorbereitet worden. Allerdings ist die Schlagernacht mit den Schlag(er)hosen bereits gestrichen worden. Hintergrund ist der Coronavirus. Dennoch stehen noch einige Programmpunkte an. So geht es um den Erfindergeist und den Wankelmotor, das Schwarzwaldmusik-Festival, das voraussichtlich am 28. Mai in Schramberg Station macht, um die Entwicklung der Armbanduhr geht es im September und am 15. November ist eine Ausstellung zum Opel Kadett vorgesehen.

Gefüllt wurde das Museum übrigens ab Oktober 2009, wie Helmut Banholzer erinnerte. Vom ersten Tag an seien ehrenamtliche Helfer dabei gewesen, ohne die es auch nicht gegangen wäre. Im Februar 2010 haben dann Gemeinderat und Verwaltung die Autos selber herausgeputzt. Hierbei entstand der Begriff der „Autoschieberbande“.

Nach der Eröffnung im März 2010 kam dann im Jahr 2012 das Eisenbahnmuseum hinzu. Sonderausstellungen hat es zur Mobilität und im Uhrenbereich gegeben. Seit 2011 gibt es die Wirtschaftswunderklassik und seit 2015 das Dampftreffen. Das Echtdampfloktreffen schloss sich ab 2017 an.

Banholzer: „Die hauptamtlichen Mitarbeiter sind stark gefordert. Unser Ziel ist es, den Bekanntheitsgrad von Schramberg als Museumsstadt zu steigern.“ Recht nah dran ist man an den geplanten 30.000 Besuchern im Jahr.

Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr dankte Banholzer und seinem Team für die geleistete Arbeit. Im Namen ihrer Fraktionen dankten Thomas Brantner (CDU), Frank Kuhner (ABS), Tanja Witkowski (SPD/Buntspecht), Ralf Rückert (Freie Liste) und Bernd Richter (ÖDP).