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Mittwoch, 12. August 2020
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    Huber: Dank für Vertrauen

    Schrambergs Stadtkämmerer geht in Ruhestand

    SCHRAMBERG –  Dass es  bei einem Bericht des Kämmerers emotional wird, das hat Seltenheit. Üblicherweise bestimmen trockene Zahlen und am Ende eine Mahnung zur Sparsamkeit die Redebeiträge Rudi Hubers. Doch am Donnerstag war das anders. Zwar hatte Huber auch dieses Mal beim Vortrag des Jahresabschlusses viele Zahlen präsentiert und den Rat aufgefordert, „den Weg der Konsolidierung fortzusetzen“(Wir haben berichtet). Doch dann  meldete er sich in eigener Sache zu Wort: Nach mehr als 31 Jahren in der Kämmerei, die letzten zehn Jahre als deren Chef, verabschiedete er sich in den Ruhestand. Zwar endet sein  Arbeitsverhältnis erst Ende November, bis dahin  nimmt er seinen Resturlaub.

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    Zwei große Herausforderungen habe er in den gut drei Jahrzehnten mit seinem Team zu bewältigen gehabt: Zuerst eine Umstellung von  einer Software auf eine neue – FiWes-Klassik auf KIRP. Und das als Pilotanwender. Das muss heftig gewesen sein, denn Huber beschloss danach: „Nie wieder Pilotanwender!“

    Neues Haushaltsrecht

    Die zweite Umstellung betraf den Übergang von der Kameralistik zum neuen kommunalen Haushaltsrecht, das ähnlich wie eine Bilanz eines Konzerns funktioniert. All dies sei  nur möglich gewesen, so Huber, weil er in all den Jahren ein gutes Team hatte. Mit dem Inneren Team, seiner Stellvertreterin Manuela Götze und Kassenverwalter Gerhard Hettich habe er im inneren Führungskreis wichtige Themen und Projekte vorbereitet. Huber dankte auch dem Gemeinderat für das entgegengebrachte Vertrauen, gerade in der Umstellung auf das neue Haushaltsrecht, das nicht nur für die Kämmerei sondern auch für den Rat „mit viel Unsicherheit und Veränderungen verbunden“ war.

    Mit Blick auf die sinkenden Steuereinnahmen meinte Huber, es werde für seinen Nachfolger schwieriger einen Haushaltsausgleich zu Stande zu bringen.  „Keine leichte Aufgabe“ werde es auch, die Wünsche der Verwaltung und des Gemeinderats „mit der Realität bei den Finanzen in Einklang zu bringen“. Huber bat deshalb den Gemeinderat, seinem Nachfolger Klemens Walter  ebenso wie ihm Vertrauen entgegen zu bringen.

    Dank des Gemeinderats

    Im Namen des Gemeinderats würdigte Clemens Maurer den scheidenden Kämmerer als einen „Mann der Zahlen“.  Maurer erinnerte an den griechischen Philosophen und Mathematiker Pythagoras, der feststellte: „Alles ist Zahl“ und damit ausdrücken wollte, dass alles Wahrnehmbare auch zu verstehen sei.

    Mit einer Zahlenakrobatik hat Maurer dann das Hubersche Berufsleben geschildert: Von der Ausbildung in Tennenbronn über das Studium in Kehl bis zum Einstieg als Stellvertreter des  Kämmerers in Schramberg im Juni 1988.  2009 wurde Huber Nachfolger von Kämmerer Helmut Hug. Maurer rechnete auch vor, dass Huber in seinen 31 Jahren in der Kämmerei etwas 30.000 Seiten Haushalt produziert und abgearbeitet habe. Huber sei sich bis zu seiner letzten Vorlage treu geblieben.  Er habe auf Seite 10 des Jahresabschlusses 2017 den wunderbaren Satz geschrieben: „Der Finanzhaushalt hat sich ebenfalls sehr positiv entwickelt, wobei Verbesserungen bei näherer Betrachtung auch negative Folgen haben.“

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    Sparfuchs

    Maurer betonte abschließend „Sie werden uns fehlen!“  Huber sei in all den Jahren  „ein verlässlicher, sachlicher, freundlicher und humorvoller Partner für viele Gemeinderäte und Kollegen der Verwaltung“ gewesen. Auch sei er, wie es sich für einen Kämmerer gehört, stets sparsam gewesen und habe den einzigen Papierkorb im Sitzungssaal als Beistelltisch für seine Unterlagen und den großen Haushaltsplan genutzt:“Ein echter Stadt-Kämmerer eben.“  Dem Dank an und den guten Wünsche für Huber und seine Frau schloss sich der Rat mit lang anhaltendem Beifall an.

     

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